Mehr als 2500 Kunden der Sparkasse Gelsenkirchen sind bei einem Einbruch in die Bank geschädigt worden. Offenbar trifft das besonders türkischstämmige Bewohner.
Der Albtraum wird real. „Mir geht es ganz scheiße. Ich bin seit zwei Tagen nur am Weinen“, sagt eine Frau, als sie in Gelsenkirchen-Buer vor den verschlossenen Türen der Sparkasse steht. Sie zählt zu den rund 2500 Betroffenen, deren Schließfächer von unbekannten Tätern aufgebrochen wurden, um die Wertsachen zu stehlen.
Für die Gelsenkirchnerin droht damit ein Lebenstraum zu platzen. „Meine ganzen Goldsachen von der Hochzeit und was ich für die Kinder dazu gekauft habe, waren in dem Schließfach“, erzählt sie entsetzt.
Eine Begleiterin erläutert, dass in der von der Gastarbeitergeneration geprägten Ruhrmetropole viele türkischstämmige Bewohner den Schmuck als Wertanlage in den Schließfächern aufbewahrten. So kam auch ihre Freundin auf ein Vermögen von rund 70.000 Euro. „Ich hatte den Traum, ein Haus zu kaufen. Den haben sie mir weggenommen“, sagt sie …
Schadenssumme nur grober Schätzwert
Zumal das Ausmaß noch nicht klar ist. Denn beim nun kommunizierten Schätzwert von 30 Millionen Euro Schaden handelt es sich lediglich um die Versicherungssumme. Die Gespräche am Tatort zeigen, dass einige Gelsenkirchener über deutlich größere Vermögenswerte verfügen. Gerüchte gehen bis hin zu fünf Kilogramm Gold und 300.000 Euro Bargeld in einem der mehr als 3000 Schließfächer …
Quelle: Artikel von Niklas Golitschek auf focus.de
