Ein supraleitender Quantencomputer mit 1.200 fehlerkorrigierten Qubits – in echter Hardware entspricht das weniger als 500.000 physischen Qubits – und 90 Millionen Rechenschritten könnte den privaten Schlüssel eines Bitcoin-Nutzers berechnen – also die kryptografische Grundlage der Bitcoin-Sicherheit brechen. Bitcoins durchschnittliche „Blockzeit“ – also der Abstand zwischen zwei dauerhaft gespeicherten Transaktionsbündeln – beträgt zehn Minuten.
Laut dem Whitepaper von Google Quantum AI ließe sich die Verschlüsselung jedoch im günstigsten Fall in neun Minuten aushebeln. Den zugehörigen Zero-Knowledge-Beweis nebst Quellcode liefern die Forscher gleich mit …
Millionen Bitcoin als dauerhaftes Angriffsziel
Unabhängig von der Frage der Transaktionsgeschwindigkeit gibt es eine zweite, strukturelle Bedrohung, die keine Echtzeit-Fähigkeit erfordert: Adressen, deren öffentlicher Schlüssel bereits dauerhaft sichtbar ist. Laut Paper sind derzeit rund 6,9 Millionen Bitcoin durch exponierte öffentliche Schlüssel gefährdet – darunter rund 1,7 Millionen BTC in sogenannten P2PK-Adressen, einem veralteten Adressformat aus der Frühzeit von Bitcoin, bei dem der öffentliche Schlüssel direkt auf der Blockchain gespeichert ist …
Quelle: Artikel von Dr. Volker Zota auf heise.de
