Humanoide Roboter in China sollen künftig im Zehn-Minuten-Takt entstehen – in Liuzhou helfen Roboter bereits beim Bau neuer Maschinen.
Humanoide sollen in China nicht mehr nur in kleinen Stückzahlen entstehen. Der Hersteller Ubtech hat in Liuzhou eine Fabrik eröffnet, die auf mehr als 10.000 Maschinen pro Jahr ausgelegt ist. Nach Angaben des Branchenportals Humanoids Daily soll die Fertigung im Idealfall alle zehn Minuten einen Roboter hervorbringen.
Bemerkenswert ist, wer dabei mithilft: Roboter transportieren Bauteile, bringen Bauteile zu den Arbeitsstationen und versorgen die Montagelinie. Damit erreicht die Produktion Humanoider in China eine Größenordnung, die bisher eher aus der Autoindustrie bekannt ist. Die neue Anlage umfasst rund 14.000 Quadratmeter und produziert sowohl zweibeinige Modelle als auch Roboter auf Rädern.
Humanoide in China kommen nun aus einer Großfabrik
Ubtech verzichtet in Liuzhou auf ein klassisches starres Fließband. Stattdessen können unterschiedliche Robotermodelle auf derselben Linie montiert werden. Dazu gehören die zweibeinigen Walker-S-Modelle sowie die auf Rädern fahrenden Cruzr S2 und Cruzr Y1. Für den Hersteller hat das einen praktischen Vorteil: Die Produktion lässt sich schneller an unterschiedliche Modelle und Produktionsmengen anpassen …
Die hohe Produktionsmenge soll außerdem die Kosten senken. Ubtech rechnet mit jährlichen Kostensenkungen von 20 bis 30 Prozent. Bis 2030 sollen die Herstellungskosten eines Humanoiden unter 20.000 US-Dollar fallen, derzeit rund 17.000 Euro. Mehr als 90 Prozent der Lieferkette liegen nach Unternehmensangaben bereits in China. Hinzu kommt die Nähe zu Autoherstellern wie SAIC-GM-Wuling und Dongfeng Liuzhou Motor, bei denen Walker-Roboter bereits getestet wurden.
Humanoide aus China brauchen nun genügend Arbeit
Die Fabrik schafft jedoch zunächst Produktionskapazität. Ob sie ausgelastet wird, hängt von der Nachfrage ab. Ubtech lieferte im ersten Halbjahr 2026 921 große zweibeinige Humanoide aus. Der Umsatz mit großen Humanoiden lag 1445 Prozent über dem Vorjahreswert. Mehr als 96 Prozent dieses Umsatzes stammten von Industriekunden …
Quelle: Artikel von Anne Bajrica auf focus.de
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