Früher war der Roboter in der Autoindustrie nur ein Helferlein, später wurde er zum Kollegen. Jetzt entdecken die Hersteller in ihm das eigentliche Produkt: Von BYD bis Tesla rüsten sie sich, um humanoide Roboter zu bauen. Auch ein Deutscher ist dabei.
Die internationale Autoindustrie ist kollektiv auf eine neue Idee gekommen: Statt nur Fahrzeuge zu bauen, die fahren, rücken Maschinen in den Fokus, die gehen, laufen – und arbeiten. Humanoide Roboter gelten plötzlich als Hoffnungsträger einer Branche, die in einigen Regionen der Welt unter massivem Druck steht.
Der Weg dorthin ist weniger weit, als es scheint. Denn schon heute ist der Mensch im Auto nicht mehr alleiniger Herr über Lenkrad und Pedale. Assistenzsysteme greifen ein, regeln Geschwindigkeit, überwachen Spurtreue und mahnen zur Pause. Der fahrende Computer auf Rädern lenkt, korrigiert – und denkt mit. Der Schritt vom „intelligenten Auto“ zum „arbeitenden Roboter“ wirkt da fast logisch.
Die nötige Expertise besitzen die Hersteller längst. In den Fabriken von Hyundai, BMW, Mercedes und Tesla übernehmen Maschinen seit Jahren immer komplexere Aufgaben. Sie werden präziser, lernfähiger – und günstiger. Während ein Facharbeiter im Schnitt rund 45 Euro pro Stunde kostet, liegt der Preis für einen trainierten Roboter laut dem Branchenportal „Der Autopreneur“ bei etwa 15 Euro …
Offiziell betonen die Konzerne, Roboter sollten Menschen ergänzen, nicht ersetzen. Doch es gibt Ausnahmen. Hyundai erklärte auf der Messe CES 2026 in Las Vegas offen, bis zu 40 Prozent der Arbeitskräfte durch humanoide Roboter austauschen zu wollen. Sechs Milliarden Dollar will der Konzern investieren …
Quelle: Artikel von Reinhard Schlieker auf business-punk.com
