Gold- und Silberpreis haben zuletzt deutlich nachgegeben, doch für Starinvestor Eric Sprott bleibt die langfristige Ausgangslage intakt.
Papiermarkt-Volatilität vs. intakte Fundamentaldaten
Gold- und Silberpreis haben zuletzt deutlich nachgegeben, doch für Starinvestor Eric Sprott bleibt die langfristige Ausgangslage intakt. In einem Interview mit Sprott Money erklärte er, die jüngsten Preisrückgänge seien vor allem der hohen Volatilität an den Terminmärkten geschuldet und kein Anzeichen schwächelnde Fundamentaldaten.
Vergleiche mit den scharfen, historischen Rückgängen von 1980 und 2008 würden zeigen, dass sich Edelmetalle stets erholten, wenn wirtschaftliche Realitäten den Papiermarkt wieder in den Hintergrund drängten. Ende Januar habe sich am Beispiel des Silberpreises gezeigt, wie stark der Terminmarkt mit seinen massiven Short-Positionen großer Geschäftsbanken und plötzlichen Margin-Erhöhungen die kurzfristigen Preisbewegungen verzerren könne.
Makroökonomisches Umfeld und Nachfrage aus Asien stützen
Der Minenmilliardär konzentriert sich stattdessen auf das makroökonomische Gesamtbild. Angesichts explodierender Staatsdefizite, fortdauernder geopolitischer Spannungen und Notenbanken, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsförderung feststecken, rechnet Sprott mit einem langfristigen Kaufkraftverlust der westlichen Währungen. Dieser Vertrauensverlust in das Fiat-System macht physisches Gold als harten Vermögenswert unverzichtbar. Zusätzlichen Schub liefert die physische Nachfrage aus Asien: Während China große Mengen importiert und seine eigene Produktion im Land behält, bleibt Indien Sprott zufolge trotz regulatorischer Eingriffe ein dominanter Abnehmer. Begleitet wird dies durch die Notenbanken, die ihre Reserven zunehmend in Edelmetalle diversifizieren.
Silber: Angebotsdefizit trifft auf Technologie-Boom
Eine besondere Rolle nimmt für Eric Sprott Silber ein, da hier zur monetären Funktion eine rasant wachsende industrielle Bedeutung komme. Megatrends wie erneuerbare Energien, künstliche Intelligenz und der Ausbau von Rechenzentren würden die Nachfrage dauerhaft wachsen lassen, erklärte er. Da ein Großteil dieses industriell genutzten Silbers dauerhaft verbraucht und nicht recycelt werde, verschärfe sich das strukturelle Angebotsdefizit der letzten Jahre weiter.
Für Investoren ergibt sich laut Sprott daraus ein klares Fazit: Während Terminpositionen kurzfristig für Lärm am Markt sorgen, wird der langfristige Aufwärtstrend von Gold und Silber durch die globale Schuldenlast, asiatische Käufer und den massiven industriellen Silberverbrauch nachhaltig untermauert …
Quelle: Artikel von Björn Junker auf goldinvest.de
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