Goldbarren als Vermögenssicherung

Schlagwort: Sanierungsfall

  • Bankensterben auf dem Land: Was hinter dem Fusionsdruck steckt

    In der Gemeinde Rechtmehring im Westen des Landkreises Mühldorf am Inn und in den Nachbargemeinden Soyen und Albaching im Landkreis Rosenheim sorgen sich viele Menschen um das Bestehen ihrer RSA Bank. Das genossenschaftliche Institut soll in Schwierigkeiten stecken. Grund dafür: Wertberichtigungen von Immobilien. Es soll um rund 60 Millionen Euro gehen, die ausfallen könnten. In dieser Höhe übernimmt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) Garantien.

    Kleine Volksbank unter Druck: Die RSA wird zum Übernahmekandidaten

    Ohne Hilfe des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken hätte sie zu wenig Eigenkapital und damit die gesetzlichen Vorgaben klar verfehlt, so die RSA Bank. Seit 1899 ist das Institut vor Ort fest verwurzelt, hat nach eigenen Angaben über 100 Beschäftigte und 14.000 Kundinnen und Kunden. Die Bank ist darüber hinaus ein wichtiger Gewerbesteuerzahler …

    So viele Genossenschaftsbanken sind bereits verschwunden

    In den vergangenen Jahrzehnten haben sich viele kleine Genossenschaftsbanken zu großen Instituten zusammengeschlossen. Ihre Zahl sank laut dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) von über 7.000 im Jahr 1970 auf rund 670 im Jahr 2024 – ein Rückgang um etwa 90 Prozent. Auch die Zahl der Filialen schrumpfte deutlich, von mehr als 18.000 auf knapp 7.000 …

    Bankenschwund auf dem Land – mit Folgen für den Mittelstand

    Für den Mittelstand sei das eine schlechte Nachricht, so Christoph Kaserer, Professor für Finanzmanagement und Kapitalmärkte an der Technischen Universität München.

    „Wir wissen, dass Kreditvergabe – gerade für den Mittelstand und kleine Unternehmen – viel mit persönlichen Kontakten zu tun hat“, sagt er. Diese Kontakte beruhten auch auf den Erfahrungen, die Bankmitarbeitende mit einem Unternehmen gesammelt haben. Gehe diese Nähe verloren, könne es für kleine und mittelständische Firmen schwieriger werden, Kredite zu bekommen, so der Experte …

    Quelle: Artikel von Johannes Lenz auf br.de

  • Insolvenzen in der Holzwirtschaft: Pleitewelle: Holzbaufirma insolvent – nach 160 Jahren Holzbau die endgültige Pleite

    Für die Verantwortlichen von Mocopinus selbst, wie CEO Ulrich Braig, ist die Insolvenz ein Zeugnis für die schwierigen Lage der Bau- und Holzbranche …

    Für die Holzbaufirma Mocopinus endet nach 160 Jahren die Firmengeschichte. Rund 270 Mitarbeiter sind betroffen. Das auf Holzbauunternehmen kann die Insolvenz nicht mehr abwenden und muss alle Standorte in Deutschland schließen …

    Das 1865 gegründete Unternehmen galt in Deutschland über die letzten Jahrzehnte als eines der führenden Industriewerke für Holzveredelungen und war auf Vollholzprofile für Fassaden, Innenausbau und Terrassen sowie auf eigene Oberflächen und Beschichtungen spezialisiert. Die Produkte und Materialinnovationen waren teilweise preisgekrönt – unter anderem erhielt Mocopinus 2021 für sein „karbonisiertes Holz“ den Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte.

    Quelle: Artikel von Dr. Olaf Zinke auf agrarheute.com

  • Bayern: Arbeitsverträge gekündigt: Deutscher Händler schließt nach 25 Jahren alle Filialen

    Die letzten beiden Standorte des Einzelhändlers „Box – Der KleinPreisKönig“ in Bayern machen dicht. Das liege unter anderem auch an der Konkurrenz im Internet.

    München – Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist Schluss: Die bayerische Einzelhandelskette „Box – Der KleinPreisKönig“ stellt ihren Betrieb vollständig ein. Wie chip.de berichtet, folgen nach bereits mehreren Schließungen nun auch die letzten beiden Standorte in Traunstein und Bad Reichenhall. Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von den betriebsbedingten Kündigungen betroffen. Gegründet im Jahr 2000 im oberbayerischen Erlstätt, wuchs das Unternehmen schnell auf ein Netz von 13 Geschäften an – unter anderem in Rosenheim, Prien am Chiemsee, Freilassing und Burghausen.

    Arbeitsverträge gekündigt: Deutscher Händler schließt nach 25 Jahren alle Filialen

    Die Läden waren bekannt für günstige Haushaltswaren, Dekoartikel und kleine Geschenkideen – ein Sortiment, das einst gut funktionierte, jedoch zunehmend unter Druck geriet. Wie BGLand24.de weiter meldet, macht Geschäftsführer Anderl Knorr-Gulde vor allem den wachsenden Onlinehandel für den Rückgang verantwortlich: „Es gibt auch insgesamt immer weniger ‚Analog-Shopper‘. Und alle, die nachkommen, bestellen fleißig im Internet.“ Hinzu kämen steigende Kosten, Bürokratie und Personalmangel, die das Geschäft zusätzlich erschwert hätten …

    Quelle: Artikel auf merkur.de

  • „Situation wirklich dramatisch“ Metall- und Elektroindustrie rechnet mit massiver Entlassungswelle

    Trotz Großaufträgen aus dem Verteidigungssektor droht in diesem Jahr ein weiterer Abbau von Industrie-Arbeitsplätzen in Deutschland, warnt der Verband. Der von der Bundesregierung angekündigte Bürokratieabbau dauere zu lange.

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet für dieses Jahr mit dem Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie. „Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seine Branche befinde sich „in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“.

    Als Ursachen macht Zander wie viele Verbandsvertreter hohe Kosten für die Unternehmen am Standort Deutschland aus. „Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie.“ Bei der Reduzierung der Bürokratie fehle eine systematische Herangehensweise. „Wir sind in der Tierseuchenbekämpfung systematischer als beim Bürokratieabbau“, beklagte Zander. Man müsse „natürlich auch Bürokraten abbauen“ – in den öffentlichen Verwaltungen gebe es zu viel Personal, was auch deren Haushalte belaste …

    Quelle: Artikel auf n-tv.de

  • Überhitzter Kreditmarkt: BlackRock senkt Private Loan-Wert von 100 auf 0 – zweiter Fall in kurzer Zeit

    Eine Überhitzung des Kreditmarktes, die sich jahrelang aufgestaut hat und nun zum Problem wird? Ein außer Kontrolle geratenes Schattenbankensystem, das gewaltige Risiken birgt? Nun, solange Private Loans, also Kredite außerhalb des normalen Bankgeschäfts, von Fondsgesellschaften mit von Anlegern eingesammelten Geldern herausgereicht werden, liegt das Ausfallrisiko bei diesen Anlegern, und nicht bei einer Bank, die ins Wanken geraten kann. Der Fall BlackRock zeigt aktuell: In kurzer Zeit fällt ein – wenn auch kleiner – Kredit aus, von 100 auf 0 bewertet.

    BlackRock hat den Wert eines Privatkredit-Engagements (Private Loan) nur drei Monate, nachdem er mit 100 Cent pro Dollar bewertet worden war, auf null reduziert. Dies ist bereits der zweite plötzliche Ausfall, der kürzlich die Privatkredit-Abteilung des Unternehmens getroffen hat. Dazu berichtet Bloomberg News, der Kredit in Höhe von rund 25 Millionen US-Dollar an Infinite Commerce Holdings, einen sogenannten Amazon-Aggregator, der Online-Verkäufer von Produkten von Spa-Behandlungen bis hin zu Glühbirnen aufkauft, ist nun wertlos, wie BlackRock TCP Capital Corp in den letzte Woche veröffentlichten Unterlagen für das vierte Quartal berichtete. Der Fonds hatte die nachrangigen Verbindlichkeiten im dritten Quartal mit 100 Cent pro Dollar bewertet …

    Diese Maßnahmen verstärken die wachsenden Bedenken hinsichtlich Zahlungsausfällen und Zeichnungsstandards auf dem 1,8 Billionen Dollar schweren Markt für private Kredite. Die enormen Investitionen der Branche in Softwareunternehmen, die durch KI bedroht sind, haben zu beispiellosen Rücknahmeforderungen durch nervöse Anleger geführt. Blackstone gab am Montag bekannt, dass man es Anlegern ermöglichen werde, rekordverdächtige 7,9 % der Anteile aus seinem Flaggschiff-Fonds für private Kredite zurückzugeben …

    Quelle: Artikel von Claudio Kummerfeld auf finanzmarktwelt.de

  • Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Sachverständigenrat aufzulösen

    Für Friedrich Merz wird der Streit der Wirtschaftsweisen um die Personalie Malmendier zum Prüfstein. Nutzt er die Gelegenheit, die wirtschaftspolitische Beratung grundlegend neu zu ordnen?

    Wenn es jemals einen guten Moment gab, den Sachverständigenrat aufzulösen, dann jetzt. Der Koalitionsstreit um die Personalie der Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier verdeutlicht, wie stark politisiert das höchste wirtschaftliche Beratergremium der Bundesregierung inzwischen ist.

    Malmendiers Berufung durch die SPD-geführte Regierung hatte das Ziel, die linksökonomische Mehrheit im Rat zu zementieren. Das will die CDU jetzt auflösen, und das zeigt: Es geht der Politik längst nicht mehr um eine nüchterne ökonomische Beratung, sondern rein um die Bestätigung des eigenen Kurses …

    Was früher als Ausdruck von Pluralismus galt, wirkt heute wie systematische Dysfunktion. Und genau das kann sich Deutschland nicht leisten. Das Land steckt mitten in einer wirtschaftlichen Krise: Wachstumsschwäche, Investitionsstau, Energieunsicherheit. Dazu die Dauerdebatten über Schuldenbremse und Sondervermögen, alles überlagert sich. Die Herausforderungen sind enorm. In solch einer Lage braucht die Politik vor allem eines: klare ökonomische Orientierung und belastbare Analysen.

    Doch ausgerechnet dieses Gremium ist Teil des Problems geworden. Die Wirtschaftsweisen täten gut daran, sich zu fragen, welchen Anspruch sie eigentlich noch an sich selbst haben …

    Quelle: Artikel von Thomas Sigmund auf handelsblatt.com

  • Deutschland im Job-Stau: 3.084.610 Arbeitslose: Warum Firmen kaum noch einstellen

    Drei Millionen Arbeitslose und trotzdem Fachkräftemangel? Warum Unternehmen 2026 bremsen und der Arbeitsmarkt nicht in Schwung kommt.

    Der Zustand des deutschen Arbeitsmarktes ist „wie ein Brett“, sagte Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, vor kurzem. Er entscheidet sich derzeit aber nicht in den Statistiktabellen aus Nürnberg, sondern in den Vorstandsetagen und Personalabteilungen der Unternehmen. Dort wird kräftig gerechnet, abgewogen, verschoben. Viele Betriebe treten nicht mehr aufs Gaspedal, sondern bleiben auf der Bremse. Neueinstellungen werden geprüft, Projekte vertagt, frei werdende Stellen oft nicht nachbesetzt.

    Nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern ist diese Zurückhaltung kein vorübergehender Reflex, sondern der eigentliche Treiber der aktuell zähen Entwicklung.

    Arbeitsmarkt Deutschland: mehr Abbau, weniger Aufbau

    Wie stark sich diese Verschiebung bereits niederschlägt, zeigen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Tim Kovalenko, Volkswirt am IAB, verweist gegenüber FOCUS online auf Auswertungen bis 2024: „2018 wurden rund zwei Millionen Stellen abgebaut, 2024 waren es etwa 2,5 Millionen.“ …

    Besonders betroffen seien Teile des verarbeitenden Gewerbes, etwa Chemie, Metallerzeugung oder Maschinenbau. „Diese Beobachtungen würden für einen Strukturwandel sprechen“, sagt Kovalenko …

    Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Befragungen, beschreibt die aktuelle Lage aus Sicht der Unternehmen etwas anders gewichtet. Auch er bemerkt: „Im Moment werden vor allem in der Industrie Arbeitsplätze abgebaut. Gleiches gilt für den Handel.“ …

    Statistik spiegelt die Verschiebung am Arbeitsmarkt

    Vor diesem Hintergrund überraschen die aktuellen BA-Zahlen kaum. Im Januar waren 3,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote lag bei 6,6 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der bei der Bundesagentur gemeldeten offenen Stellen auf 598.000.

    Der Arbeitsmarkt verliert demnach nicht überall gleichzeitig an Kraft. Er verlagert sich. Das heißt: „Stellen werden nicht zwingend in denselben Branchen aufgebaut, in denen sie abgebaut worden sind“, sagt Kovalenko. Das gelte auch für Berufe. Wer im Strukturwandel seinen Arbeitsplatz verliere, sei „unter Umständen nicht qualifiziert, einen Beruf auszuüben, in dem gerade ein Fachkräftemangel herrscht“. Hinzu kommt ein regionales Problem: Wenn im Süden Industriearbeitsplätze wegfallen, nützt es wenig, dass in Berlin IT-Fachkräfte gesucht werden …

    Für ifo-Experte Wohlrabe hat die aktuelle Schwäche aber „vor allem konjunkturelle Gründe“. Es fehlten Aufträge, deshalb werde weniger Personal gebraucht. „Der Fachkräftemangel ist ja auch zurückgegangen. Das passiert immer, wenn die Konjunktur schwach läuft.“

    Gleichzeitig nennt er wirtschaftspolitische Unsicherheit als Bremsfaktor: Fehlende Planungssicherheit hemme Investitionen und mache Personalplanungen vorsichtiger. Neben der Konjunktur spiele aber auch die strukturelle Transformation eine Rolle: „Das alte und erfolgreiche Wirtschaftsmodell vor Corona gibt es nicht mehr.“ …

    Eine schnelle Belebung erwarten indes beide Experten nicht …

    Quelle: Artikel von Thomas Sabin auf focus.de

  • Zu viele Abwicklungsfälle: Volksbanken gründen zweite Bad Bank

    Die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine neue Bad Bank: die BAG Treuhand. Sie soll Problemkredite der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln. Zwar gibt es schon eine Bad Bank in dem Sektor, jedoch war diese bekanntermaßen zuletzt stark beansprucht.

    Die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine neue Abwicklungsgesellschaft gegründet. Die BAG Treuhand, die Bad Bank der genossenschaftlichen Finanzgruppe, soll laut „Handelsblatt“ problematische Kredite und Projekte mit einem Volumen von rund 850 Millionen Euro von der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln. Zunächst hatte „Finanz-Szene“ berichtet. Die Raiffeisenbank im Hochtaunus wurde im vergangenen Jahr durch die anderen Genossenschaftsbanken gerettet. Das Kürzel BAG steht für Bankaktiengesellschaft.

    Beteiligt an der BAG Treuhand sind die Volksbank Mittelhessen, die die Raiffeisenbank im Hochtaunus Mitte 2025 übernommen hatte, und die BAG Hamm, eine andere Abwicklungsbank des genossenschaftlichen Sektors. Die BAG Hamm ging Mitte der 1980er-Jahre aus der damals havarierten Hammer Bank Spadaka (Bilanzsumme damals: 1,7 Milliarden D-Mark) hervor und entwickelte sich über die Jahre zum Abwicklungsspezialisten für den gesamten Sektor, wie „Finanz-Szene“ berichtet. Als 100-prozentige Tochter des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) übernimmt sie Problemkredite von Banken, die Unterstützung durch die BVR-Sicherungseinrichtung benötigen.

    Zuletzt häuften sich die Stützungsfälle im genossenschaftlichen Sektor, sodass die BAG Hamm derzeit stark beansprucht ist. Durch abenteuerliche Investments hat so manches Institut die Bodenhaftung verloren, zuletzt etwa die Volksbank Konstanz, die dem Immobilieninfluencer Immo Tommy Millionen hinterherwarf. Die neue Bad Bank BAG Treuhand soll nun Abhilfe schaffen …

    Quelle: Artikel auf manager-magazin.de

  • Weiteres deutsches Traditionsunternehmen stellt Produktion am Stammsitz ein

    Erneut stellt ein traditionsreiches Unternehmen die Produktion an seinem Stammsitz ein. Die Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz.

    Stuttgart – Erst zum Ende des Jahres 2025 wurde bekannt, dass ein deutsches Traditionsunternehmen offenbar die Produktion an seinem Stammsitz einstellen will, wovon rund 340 Mitarbeiter betroffen sind. Nun kommen ähnliche Ansagen auch von einer 1877 gegründeten Firmengruppe, die in ganz Europa tätig ist. Die Mayer-Gruppe, offiziell Mayer-Kuvert-network GmbH, mit Sitz in Heilbronn (Baden-Württemberg) ist auf die Herstellung von Briefumschlägen, Verpackungen und Versandmaterialien spezialisiert und umfasst mehr als 30 einzelne Unternehmen.

    Wie die Heilbronner Stimme jüngst berichtete, will die Gruppe aber ausgerechnet am Stammsitz in Heilbronn noch im laufenden Jahr 2026 die Produktion einstellen, wodurch die dortigen Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Gründe gibt das Traditionsunternehmen mit der zunehmenden Digitalisierung und der damit einhergehenden rückläufigen Nachfrage nach Briefumschlägen und Kuverts an. Zudem sind auch die steigenden Kosten und eine Überkapazität Faktoren …

    Das Unternehmen wurde laut der Firmenhistorie vor fast 150 Jahren als Ernst Mayer Briefhüllenfabrik in Heilbronn gegründet und expandierte als Mayer-Kuvert-network Anfang der 2000er Jahre durch mehrere Übernahmen in große Teile Europas. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen über 1.500 Mitarbeiter in mehr als 30 Firmen …

    Quelle: Artikel von Julian Baumann auf merkur.de

  • Umsatz fällt deutlich: Kleine Unternehmen zunehmend unter Druck – Insolvenzen drohen

    Der Datendienstleister Datev untersucht regelmäßig den Zustand eines der wichtigsten Wirtschaftsfelder in Deutschland – des Mittelstandes. Die Diagnose ist nicht rosig.

    Die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind jahrzehntelang das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Einer Untersuchung des Nürnberger Daten-Dienstleisters Datev zufolge sind sie in den vergangenen Jahren stark unter Druck geraten. Insolvenzen nehmen zu – vor allem bei sehr kleinen Unternehmen und bei größeren Mittelständlern mit mehr als 100 Beschäftigten …

    Mittelstand verliert Anteile an Umsatz und Beschäftigung
    Mehr als 99 Prozent der mehr als drei Millionen Unternehmen in Deutschland fallen in die Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Sie wird in der Regel bis 500 Mitarbeiter und bis 50 Millionen Euro Jahresumsatz definiert. Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren laut Datev-Angaben stabil geblieben.

    Allerdings fiel ihr Anteil am Umsatz und an der Beschäftigung im Zeitraum von 2018 bis 2023 jeweils um vier Prozentpunkte, auf 26,2 Prozent beziehungsweise 53,3 Prozent, der Anteil an der Bruttowertschöpfung um zwei Prozentpunkte auf 40,9 Prozent.

    Mehr Pleiten

    Die Zahl der Insolvenzen in einzelnen Branchen habe sich bei den Mittelständlern im vergangenen Jahr stark erhöht – vor allem bei den ganz kleinen Betrieben ohne Angestellte und bei den größeren Mittelständlern mit mehr als 100 Beschäftigten. „Die klassischen KMU mit bis zu 100 Mitarbeitern, die 2024 noch die höchsten Zuwachsraten verzeichneten, zeigen 2025 eine leichte Beruhigung“, heißt es in der Datev-Erhebung. Erhöhtes Insolvenzgeschehen gebe es etwa in den Bereichen Baugewerbe, Gastgewerbe und im verarbeitenden Gewerbe …

    Quelle: Artikel auf t-online.de

  • Schock-Arbeitslosenzahlen, Wirtschaft schmiert ab! Nur der Staat schafft noch Jobs

    Frostige Stimmung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die 3-Millionen-Marke durchbrochen und ist damit so hoch wie seit 12 Jahren nicht mehr …

    Mehr als 3 Millionen Menschen: Deutschland hat so viele Arbeitslose wie seit 12 Jahren nicht mehr. Die Lage im Land kippt damit spürbar – und der neue Januar-Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt eindrücklich, wie dramatisch die Lage ist. Während Unternehmen quer durch Industrie und Bau Stellen abbauen oder Neueinstellungen stoppen, wächst die Beschäftigung fast nur noch dort, wo der Staat zahlt!

    Besonders hart trifft es die Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe gingen binnen eines Jahres 167.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren, allein in der Metall- und Elektroindustrie 126.000. Auch der Bau (rund 8000 Stellen) und der Handel (rund 31.000) bauen Personal ab.

    Ein deutliches Warnsignal auch in der Zeitarbeit: Hier verschwanden 51.000 Jobs: ein klassischer Frühindikator für eine breitere wirtschaftliche Schwäche. Viele Firmen reagieren auf schwache Aufträge und hohe Kosten mit Einstellungsstopps oder Entlassungen. Neue Jobs entstehen hier kaum noch.

    Wirtschaft streicht Jobs, öffentlicher Sektor wächst

    Ganz anders sieht es beim Staat oder im staatsnahen Bereich aus. Während Firmen streichen, wächst der öffentliche Sektor weiter. In der öffentlichen Verwaltung entstanden binnen eines Jahres rund 36.000 neue Stellen, in Pflege und Sozialwesen weitere 76.000, im Gesundheitswesen 68.000.

    Die Folgen sind deutlich: Die Zahl der Arbeitslosen stieg binnen eines Jahres um ganze 92.000 Menschen. Der Anstieg kommt vor allem von Menschen, die ihren Job verloren haben und nun keinen neuen finden. Gleichzeitig trocknet der Stellenmarkt aus: Nur noch 598.000 offene Jobs sind gemeldet – 34.000 weniger als vor einem Jahr …

    Teurer Staat, steigende Last für Steuerzahler
    Der wachsende Staatssektor hat auch einen hohen Preis, der beim Steuerzahler landet! Bundesweit arbeiten inzwischen 5,38 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst, darunter knapp 1,8 Millionen Beamte. Die Beamten zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, sondern erhalten später eine vollständig steuerfinanzierte Pension. Mit jeder neuen Verbeamtung steigen damit die langfristigen Verpflichtungen für Länder und Kommunen …

    Quelle: Artikel von Marius Kiermeier auf bild.de

  • „Wirtschaftswende“ kommt nicht: Merz und Reiche präsentieren: schuldenfinanziertes (Mini-)Wachstum

    Die von der Union versprochene Wirtschaftswende ist abgesagt. Wirtschaftsministerin und CDU-Politikerin Reiche stellt nur noch leichtes Wachstum in Aussicht – trotz gigantischer Neuverschuldung, die die Union doch angeblich verhindern wollte …

    Das leichte Plus ist fast ausschließlich auf die Rekordschulden für Infrastruktur und Rüstung zurückzuführen. Rund 180 Milliarden Euro nimmt der Bund 2026 an neuen Schulden auf. Das Wachstum ist teuer erkauft und dazu auch noch so überschaubar wie wackelig …

    Die immensen, anhaltenden Verwerfungen im Welthandel treffen Deutschlands exportorientierte Wirtschaft hart und legen strukturelle Probleme wie hohe Produktionskosten, Abgabenlast und fehlende Arbeitskräfte schonungslos offen …

    Mit immer weniger Arbeitnehmern auf eine wachsende Zahl an Rentnern steigt der Druck auf die ohnehin hohen Lohnabgaben weiter …

    Das Preisniveau in Deutschland ist im Vergleich zu 2019 um etwa 20 Prozent gestiegen, während die Reallöhne leicht unter dem Niveau von 2019 liegen. Sprich: Weite Teile der (arbeitenden) Bevölkerung sind in den letzten Jahren spürbar ärmer geworden …

    China importiert immer weniger aus Deutschland, verdrängt deutsche Unternehmen aus anderen Märkten und braucht Deutschland zunehmend nur noch als Absatzmarkt für die eigenen Produkte – oft staatlich bezuschusst und daher konkurrenzlos günstig …

    „Die privaten Investitionen sind seit 2019 um 11 Prozent zurückgegangen“, ergänzt Reiche bei der Vorstellung des Berichts die Liste des Schreckens …

    Quelle: Artikel von Sebastian Huld auf n-tv.de

  • Münchner Chemie-Riese in Schieflage: 800 Millionen Verlust – jetzt fallen Jobs

    Der Traditionskonzern Wacker schreibt 2025 ein historisches Minus. Das Sparprogramm sieht den Abbau von 1.500 Arbeitsplätzen vor – die meisten in Deutschland.

    München – Ein Münchner Traditionsbetrieb steckt in einer gewaltigen Krise. Der Chemiekonzern Wacker hat 2025 ein historisches Minus von 800 Millionen Euro eingefahren. Jetzt sollen in großem Stil Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Gründe für den Verlust sind vielschichtig …

    Hohe Energiepreise und sinkende Nachfrage auf den Weltmärkten setzen dem Unternehmen massiv zu …

    Quelle: Artikel von Felix Herz auf tz.de

  • 650 Jobs betroffen: Insolventer Autovermieter Starcar macht endgültig dicht

    Der insolvente Hamburger Autovermieter Starcar und all seine Tochtergesellschaften werden abgewickelt. Es konnte kein neuer Eigentümer gefunden werden, wie Insolvenzverwalter Christoph Morgen mitteilte.

    Der Geschäftsbetrieb der Starcar-Gruppe werde daher angesichts des fehlenden Interesses aus der Branche oder von Finanzinvestoren vollständig eingestellt …

    Quelle: t-online.de

  • Großer Spielwaren-Händler insolvent: Tausende Angestellte in mehr als 100 Filialen betroffen

    Mainz – Die nächste Insolvenz eines großen Betriebs in Deutschland. Diesmal trifft es die ROFU Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH aus Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz. Wie es für die knapp 2000 Angestellten weitergeht, ist aktuell offenbar komplett offen …

    Als Grund für die Insolvenz nennt das Unternehmen das schwache Weihanchtsgeschäft sowie die anhaltende Konsumzurückhaltung. Daneben seien die Kosten in allen Bereichen gestiegen und der Wettbewerb habe sich intensiviert …

    Quelle: Artikel von Richard Strobl auf merkur.de

  • Ist Gold im Falle einer Hyperinflation ein sicherer Hafen?

    Fragen Sie sich, ob Gold Sie wirklich schützen kann, wenn Silber rapide an Wert verliert? Diese Frage stellen sich viele, besonders wenn die Preise steigen und sie sich Sorgen um ihre Ersparnisse machen. Gold gilt oft als sicherer Hafen, aber was passiert, wenn die Inflation außer Kontrolle gerät? Sehen wir uns das genauer an.

    Wichtige Punkte, die Sie sich merken sollten

    Gold hat eine lange Geschichte als Mittel zum Schutz des eigenen Geldes in schwierigen Zeiten, lange vor unseren heutigen Währungen.
    In Zeiten der Hyperinflation, in denen Geld sehr schnell an Wert verliert, behält Gold tendenziell seine Kaufkraft oder steigt sogar im Wert.
    Die Investition in Gold, sei es in Münzen oder Barren, kann eine Möglichkeit sein, einen Teil seines Vermögens gegen unvorhergesehene wirtschaftliche Ereignisse abzusichern.

    Gold, ein historischer Bollwerk gegen Währungsinstabilität

    Gold als sicherer Hafen in Wirtschaftskrisen

    Gold genießt seit Jahrtausenden Vertrauen. Nicht nur wegen seiner schönen gelben Farbe. Antike Zivilisationen, Könige und selbst heute noch Zentralbanken halten beträchtliche Mengen davon. Warum? Weil Gold seinen Wert behält, wenn alles andere zusammenbricht. Es ist nicht davon abhängig, ob eine Regierung zu viel Geld druckt oder ein Unternehmen bankrottgeht. Es ist wie ein physischer Tresor, der seinen Wert bewahrt …

    Hyperinflation verstehen und die Rolle von Gold

    Die Mechanismen der Hyperinflation und ihre Folgen

    Was genau ist Hyperinflation? Hyperinflation bezeichnet allgemein eine Situation, in der die Preise unkontrolliert steigen und jährlich um mehr als 100 % zunehmen. Es handelt sich um eine wahrhaft katastrophale wirtschaftliche Lage, die häufig durch schlechtes Staatsfinanzmanagement verursacht wird. Wenn ein Staat zu viel Geld druckt, um seine Schulden zu begleichen, bricht der Wert seiner Währung zusammen. Es ist, als würde Ihr Geld über Nacht seinen Wert verlieren. Die Folgen sind verheerend: Die Kaufkraft der Menschen schwindet, Sparen wird sinnlos und das Vertrauen in die Währung geht verloren.

    Stellen Sie sich vor: Sie gehen mit einer Tasche voller Bargeld einkaufen und kommen mit nur wenigen Artikeln zurück. Genau dieses Szenario spielte sich nach dem Krieg in Ländern wie Simbabwe und Ungarn ab. Die Preise schossen in die Höhe, und was gestern noch ein paar Cent kostete, kann heute Millionen kosten. Es ist ein Teufelskreis, in dem die Währung immer schneller an Wert verliert und die Regierung gezwungen ist, noch mehr Geld zu drucken, um den Preisverfall aufrechtzuerhalten …

    Investieren in Gold: eine langfristige Vermögensverwaltungsstrategie

    Die Vorteile des Besitzes von physischem Gold

    Warum also physisches Gold – also Münzen oder Barren, die man anfassen kann? Ganz einfach: Sie haben die volle Kontrolle darüber. Anders als Aktien oder Investmentfonds ist physisches Gold nicht an ein Unternehmen, eine Bank oder eine politische Entscheidung gebunden. Es kann nicht bankrottgehen oder eingefroren werden. Es ist ein greifbarer Vermögenswert mit einem seit Jahrtausenden weltweit anerkannten inneren Wert. Wenn Fiatwährungen zusammenbrechen, wie wir es in einigen Ländern während Hyperinflationsphasen erlebt haben, behält Gold seinen Wert. Es ist wie Ihr persönliches Sicherheitsnetz …

    Quelle: goldmarket.fr

  • Deutscher Maschinenbauer wird liquidiert – Mitarbeiter gekündigt, kein Geld für Abfindungen

    Nach über 60 Jahren gehen bei einem Maschinenbauer die Lichter aus. Die Insolvenzmasse reicht nicht aus, die Mitarbeiter wurden inzwischen gekündigt.

    Stuttgart – In den vergangenen Monaten mussten einige Unternehmen im Zuge einer Insolvenz den Betrieb einstellen, weil kein Investor gefunden werden konnte. Besonders schwer wogen solche Nachrichten vom ehemaligen Weltmarktführer Mayer & Cie. in Albstadt oder einer Großdruckerei, in der einst ein überall bekanntes Produkt hergestellt wurde. Mitunter muss ein Betrieb aber auch deshalb eingestellt werden, weil das Geld für eine Sanierung schlichtweg nicht ausreicht …

    Massenunzulänglichkeit: Wenn das Geld nur noch für die Verfahrenskosten reicht

    Eine solche Massenunzulänglichkeit liegt vor, wenn das insolvente Unternehmen zwar die Verfahrenskosten, aber nicht die weiteren Massenverbindlichkeiten bezahlen kann. Oder anders formuliert, wenn die Insolvenzmasse nur noch dafür ausreicht, das Verfahren abzuschließen. Zu solchen Massenverbindlichkeiten können beispielsweise die Gehälter der Mitarbeiter oder die Miete für das Firmengelände gehören …

    Quelle: Artikel von Julian Baumann auf merkur.de

  • Fleisch-Lieferant von Rewe vor dem Aus

    Ein traditionsreicher Wildfleisch-Verarbeiter aus Bayern ist insolvent. Die Produkte des Unternehmens stehen in den Regalen deutscher Supermärkte …

    Insolvenz von Rewe-Zulieferer: Banken ziehen Kreditlinie von Fleisch-Hersteller zurück

    Das Unternehmen kämpft laut Branchenmagazin Lebensmittel Zeitung mit mehreren Problemen gleichzeitig:

    • Die Banken haben kurzfristig keinen Kredit mehr gewährt.
    • Verbraucher kaufen weniger ein.
    • Der Umsatz ging unerwartet zurück.

    Fleisch-Hersteller investierte vor der Insolvenz in moderne Fabrik

    Vor vier Jahren investierte das Unternehmen in ein neues Werk in Landsberg am Lech. Die Anlage gilt als größte und modernste Wildverarbeitungsanlage Europas. Der Betrieb sollte vor allem kleinere Verpackungen für Supermärkte herstellen und in die Einzelhandels-Sparte wachsen. Die Josef Maier GmbH beliefert Kunden in zehn Ländern …

    Quelle: Artikel von Raphael Strecker auf ruhr24.de

  • Steigende Arbeitslosigkeit: Kommt bald die eigene Kündigung?

    Angst vorm Jobverlust durch KI und Wirtschaftskrise: Immer mehr Deutsche sind vom Stellenabbau persönlich betroffen. Wer wird als Nächstes gekündigt? Der Kündigungsatlas 2025 vom Verbraucherportal Allright gibt Aufschluss darüber, wem in welcher Region und Branche am häufigsten gekündigt wird.

    Der Montag ist der Kündigungstag Nummer eins in Deutschland. An keinem anderen Wochentag werden so viele Kündigungen vom Arbeitgeber überreicht …

    Quelle: Artikel von Mirell Bellmann auf deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

  • Nach zuletzt verheerenden Berichten: Statistisches Bundesamt stellt Veröffentlichung der vorläufigen Insolvenzzahlen ein

    Das Statistische Bundesamt wird ab sofort keine vorläufigen Insolvenzzahlen mehr herausgeben. Die letzte Meldung für Dezember zeigt ein düsteres Bild, so lagen die Insolvenzanträge im Dezember 2025 um 15,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

    Das Statistische Bundesamt will die vorläufige Meldung der Insolvenzzahlen einstellen. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Dort heißt es, man werde mit dem Berichtsmonat Dezember 2025 die Veröffentlichung vorläufiger Angaben zu den Regelinsolvenzen auf Grundlage der Insolvenz-Bekanntmachungen der Amtsgerichte beenden. Eine zeitnahe Information über das Insolvenzgeschehen wird so erschwert …

    Für den Dezember 2025 verzeichnet das Statistische Bundesamt erneut eine enorme Steigerung der Insolvenzzahlen um vorläufig 15,2 Prozent gegenüber dem Niveau des Vorjahresmonats. Für Oktober 2025 sind jetzt endgültige Zahlen verfügbar: 2.108 Unternehmensinsolvenzen verzeichneten die Amtsgerichte in dem Herbstmonat. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber Oktober 2024. Der am 14. November 2025 veröffentlichte vorläufige Wert lag bei 6,5 Prozent …

    Quelle: apollo-news.net

  • „Deutschlands Wirtschaft hat Fieber“ Zahl der Insolvenzen so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr

    2025 ist die Zahl der Firmenpleiten auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Besonders hart hat es zwei Branchen getroffen.

    Die Zahl der Firmenpleiten ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Allein im Dezember nahm die Zahl der Insolvenzen noch einmal deutlich zu und lag 75 Prozent über dem Niveau eines durchschnittlichen Dezembers der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie …

    Selbst im Zuge der Finanzkrise 2009 habe die Zahl rund fünf Prozent niedriger gelegen, hieß es …

    Auch die Zahl der Großinsolvenzen hat deutlich zugenommen. Laut einer Erhebung der Transformationsberatung Falkensteg meldeten 471 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als zehn Millionen Euro Insolvenz an – ein Plus von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Insolvenzen: Keine Trendwende 2026

    Betroffen waren demnach insbesondere Metallwarenhersteller, Automobilzulieferer, Elektrotechnikunternehmen und der Innenausbau. Seit 2021 haben sich die Großinsolvenzen damit nahezu verdreifacht.

    „Die deutsche Wirtschaft ringt nicht mehr nur mit Kopfschmerzen – sie hat Fieber bekommen“, sagt Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt. Die Ursachen seien vielfältig, aber ihr Zusammenspiel entwickele eine beunruhigende Dynamik. „Für viele Mittelständler ist das keine Konjunkturdelle mehr, sondern eine Überlebensfrage.“ Auch für das Jahr 2026 sehen die Experten keine Trendwende in Sicht.

    Auch Spezialisten, die sich bei Banken um den Umbau von Unternehmen kümmern, erwarten, dass wegen der Wirtschaftskrise in Deutschland weiter viele Firmen in Schieflage geraten. Sie rechnen damit, dass die „Restrukturierungsfälle“ – also die Bemühungen zur Rettung von Unternehmen aus einer existenziellen Krise – erst 2026 ihren Höhepunkt erreichen, wie eine Studie der Strategieberatung EY-Parthenon zeigt. Besonders betroffen seien die Autobranche und der Einzelhandel. Die Industrie stehe wegen gesunkener Wettbewerbsfähigkeit, gerade im Vergleich zu Asien, unverändert unter Druck.

    Quelle: Artikel auf t-online.de

  • 2026 droht die Mutter aller Krisen

    Die Aktienmärkte liefen im vergangenen Jahr weltweit gut. Doch die Angst vor dem nächsten Crash ist groß. Sechs Gefahrenherde, die sich dieses Jahr entzünden könnten …

    Quelle: Artikel von Tim Bartz auf spiegel.de

  • Firmensterben in Deutschland: Hohe Abgaben und Bürokratie vertreiben Investoren

    Deutsche Topkonzerne registrieren Milliardenverluste. Investoren fliehen den Standort Deutschland. 22 Verbände kündigen Stellenabbau für das Jahr 2026 an.

    Berlin – Die deutsche Wirtschaft steckt in einer hartnäckigen Krise. Während die Umsätze der größten Konzerne leicht steigen, brechen Gewinne ein und Tausende Arbeitsplätze fallen weg. Selbst traditionsreiche Unternehmen finden keine Investoren mehr – und die Mehrheit der Wirtschaftsverbände rechnet mit weiterem Stellenabbau im neuen Jahr …

    Gut jedes zweite Unternehmen machte weniger Gewinn als im Vorjahr. „2025 war ein weiteres Krisenjahr für die deutsche Wirtschaft“, erklärte EY-Experte Jan Brorhilker …

    Seit 2023 deutschlandweit massiver Stellenabbau von 100.000 Jobs: Insolvenzen auf Rekordniveau

    Die angespannte Lage hinterlässt deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Von Januar bis September 2025 gingen bei den Top-100-Unternehmen rund 17.500 Jobs verloren. Seit 2023 sank die Beschäftigtenzahl insgesamt um etwa 100.000 Stellen. Besonders die Industrie ist betroffen: Hier wurden innerhalb eines Jahres 120.300 Stellen abgebaut – ein Minus von 2,2 Prozent. „Der Stellenabbau in der deutschen Industrie ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Brorhilker …

    Quelle: Artikel von Lennart Niklas und Johansson Schwenck auf merkur.de

  • Frühwarnsystem schlägt an: Silber explodiert, Gold warnt: Der System-Reset rückt näher

    Gold und Silber senden wieder jene Signale, die Anleger in unruhigen Zeiten nicht ignorieren sollten. Während die Welt auf Zinsen, Wachstum und geopolitische Risiken starrt, laufen Edelmetalle still, aber entschlossen nach oben – als würde der Markt bereits eine neue Phase vorbereiten. Wer jetzt nur auf kurzfristige Kursschwankungen schaut, übersieht womöglich den größeren Trend: Es geht um Vertrauen, Kaufkraft und die Frage, wie stabil das Fundament des Finanzsystems wirklich noch ist.

    Gold und Silber schlagen Alarm

    In ihrer neuen Analyse mit dem Titel „Wenn sich Silber verdreifacht, wird das System zurückgesetzt“ entwirft Bravos Research ein makroökonomisches Szenario, das so dramatisch wirkt wie ein Kapitel aus den Geschichtsbüchern – und sich nach Einschätzung der Analysten derzeit erneut abzeichnet. Der Aufhänger: In mehreren historischen Episoden, etwa im Römischen Reich um 284 n. Chr., in Holland 1815 und in Großbritannien 1931, hätten sich Gold und Silber wenige Jahre vor einem tiefgreifenden wirtschaftlichen Neustart jeweils ungefähr verdreifacht. Genau dieses Muster, so die These, sei heute wieder zu beobachten …

    Der Kern der Argumentation basiert auf der Verschuldungsdynamik der USA. Die Gesamtschulden – privat und staatlich – seien seit den 1980er-Jahren von rund 160 Prozent auf etwa 400 Prozent des BIP gestiegen. Eine Rückzahlung in realen Größenordnungen erscheint aus Sicht der Analysten unwahrscheinlich. Die Finanzkrise 2008 habe zwar Haushalte zur Entschuldung gezwungen, doch das Gesamtproblem sei nicht gelöst worden: Es habe lediglich den Besitzer gewechselt …

    Quelle: Artikel von Stefan Jäger auf finanzmarktwelt.de

  • „Kommen nicht noch einmal so billig davon“ – Leser über Risiken bei Volksbanken

    Nach Skandalen und Verlusten bei mehreren Volksbanken diskutieren Leser über Managementfehler, mangelnde Kontrolle und die Frage, wer am Ende für Risiken und Fehlentscheidungen haftet.

    Der vollständige Artikel von Reinhard Schlieker, auf den sich die folgende Kommentar-Analyse bezieht, ist hier verfügbar: 700 Banken, 15 Millionen Mitglieder – und erste Häuser geraten ins Wanken

    Skandale, hohe Verluste und riskante Geschäfte haben mehrere Genossenschaftsbanken in eine schwere Krise geführt. Der Artikel über Fehlentscheidungen, Bonuszahlungen und mangelnde Kontrolle stößt bei den Lesern auf ein breites Echo. In den Kommentaren geht es nicht nur um einzelne Vorstände, sondern um Verantwortung, Haftung, staatliche Aufsicht und die Zukunft des genossenschaftlichen Bankensystems insgesamt …

    Quelle: Artikel von Fabienne Rzitki auf focus.de

  • Schlechte Wirtschaftspolitik und falsche Prioritäten: Deutschland ist für die Welt nur noch ein abschreckendes Beispiel

    «Klima zuerst, Wohlstand zuletzt» – mit dieser nicht nachhaltigen Devise hat Deutschland seine Wirtschaft in der letzten Dekade an die Wand gefahren. Leitet die neue Regierung nicht endlich eine wirkliche Wende ein, werden sich Deindustrialisierung und Zerfall akzentuieren.

    Politik sollte das Leben von Menschen verbessern und idealerweise ihren Wohlstand und ihr Wohlergehen erhöhen – zumindest im Durchschnitt. Daran sind verschiedene Regierungen in Berlin in den vergangenen Jahren zu oft gescheitert. Der Staat hat die falschen Prioritäten gesetzt; Konsum und Umverteilung gingen vor Investitionen …

    Quelle: Artikel von Michael Rasch auf nzz.ch

  • Hilferuf aus Wirtschaft: Schon 20.000 Jobs weg: Metall- und Elektroindustrie fordert Handeln der Regierung

    Die Krise verschärft sich: Bayerns Metall- und Elektroindustrie verliert an Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Verbandschef Brossardt schlägt Alarm und fordert von der Politik rasche Reformen und Planungssicherheit. Während viele Branchen weiter schwächeln, zeigt ausgerechnet die Autoindustrie erste zarte Erholungssignale …

    Quelle: Artikel von Johannes Geigenberger auf pnp.de

  • Verheerende Diagnose von BDI-Chef Leibinger: „Schwerste Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik“

    Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und Aufsichtsratsvorsitzender des Maschinenbaukonzerns Trumpf, hat im Interview mit der Süddeutschen Zeitung mehr als deutliche Worte zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands gefunden. Der BDI-Chef beschreibt sowohl die aktuelle Stimmung in den Unternehmen als auch tief sitzende strukturelle Probleme des Standorts als verheerend …

    „Der Abbau von Regeln und Vorschriften ist ein ganz wesentlicher Punkt. Auch eine rasche Steuersenkung wäre sinnvoll, um Investitionen anzukurbeln. Das grundsätzliche Problem ist aber in der Tat: Statt über das große Ganze zu diskutieren, verhaken wir uns ständig in Einzeldebatten, etwa über das Heizungsgesetz oder die Erhöhung der Pendlerpauschale. Die Pendlerpauschale entscheidet aber nicht über die Rettung des Standorts.“

    „Wir sind schlicht zu langsam“
    „Unser industrieller Kern ist in der Tat in Gefahr, weil China unser Geschäftsmodell nachbaut. […] Unser Kernproblem ist die Geschwindigkeit. Wir sind schlicht viel zu langsam.“

    Quelle: nius.de

  • Firmenpleiten in Deutschland auf höchstem Stand seit 2014

    Die konjunkturelle Dauerkrise hat die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland auf den höchsten Stand seit 2014 getrieben. 23.900 Unternehmen werden nach Hochrechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform bis zum Ende des laufenden Jahres Insolvenz angemeldet haben. Das wären über acht Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2014 hatten hierzulande nach amtlichen Angaben fast 24.100 Unternehmen aufgegeben.

    „Viele Betriebe sind hoch verschuldet, kommen schwer an neue Kredite und kämpfen mit strukturellen Belastungen wie Energiepreisen oder Regulierung“, erläutert der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch, die aktuelle Entwicklung. „Das setzt vor allem den Mittelstand unter massiven Druck und bricht auch vielen Betrieben das Genick.“

    Quelle: Artikel auf t-online.de

  • Krisen im Finanzsystem: Bank Run: So sicher ist Ihr Vermögen

    Auf einen Bank Run folgt der rapide Zusammenbruch einer großen Bank. Das könnte der Beginn der größten Finanzkrise aller Zeiten sein. Wie Sie Ihr Geld schützen …

    Ein Bank Run, auch als „Anstürme auf Banken“ oder „Bankenpanik“ bezeichnet, ist eine Situation, in der viele Bankkunden gleichzeitig versuchen, ihre Einlagen von einer Bank abzuheben, weil sie befürchten, dass die Bank zahlungsunfähig werden könnte.

    Dieser Vorgang kann sich selbst verstärken und die Bank in eine Liquiditätskrise stürzen – mit dem verheerenden Ergebnis, dass nicht nur die betroffene Bank in die Pleite schlittert, sondern auch Firmen- und Privatkunden sowie weitere Banken, die in den Strudel hineinrutschen.

    Dass solche Ereignisse heutzutage eher selten, aber nicht unmöglich sind, zeigt das Beispiel der Silicon Valley Bank (SVB) aus den USA, als Kunden an nur einem Tag 42 Milliarden Dollar abzogen.

    Jüngster Bank Run 2023
    Die amerikanische Silicon Valley Bank musste 2023 Konkurs anmelden …

    Früher standen die Menschen in einer Schlange vor den Bankschaltern oder an Geldautomaten, daher auch der Begriff „Bank Run“, um ihr Geld abzuheben. Im Fall der SVB griffen die Kunden zum Handy und transferierten in der App ihre Einlagen in Echtzeit auf sichere Konten.

    Selbst Finanzexperten waren von der Geschwindigkeit des Zusammenbruchs überrascht. Die Pleite der SVB gilt als erster digitaler Bank Run der Geschichte, schreibt „derstandard.de“. Und es war die zweitgrößte Bankenpleite in der Geschichte der USA …

    Quelle: Artikel von Leon Bensch auf t-online.de

  • Merz und sein Vize nehmen sicheren Weg in die staatliche Insolvenz

    Schon einmal hat das Bundesverfassungsgericht einer Regierung, die falsch mit dem Geld umging, den Boden unter den Füßen weggezogen. Wiederholt sich der Vorgang?

    Die Regierung dürfte durchhalten, einstweilen, danach sieht es nun aus. Der Bundeskanzler zieht seine erste Existenz als Chef der Regierung seiner zweiten Existenz vor, Vorsitzender der größten Regierungspartei zu sein. Man sieht es aktuell an der Rentendiskussion: Bärbel Bas bleibt hart, Friedrich Merz bleibt weich. Die CDU muckt kurz auf und dreht dann bei, es ist eine Form der selbstgewählten Machtlosigkeit. Man kennt das Muster – Kanzlerpartei eben.

    Regierung Merz ist für die höchste Staatsverschuldung verantwortlich …

    Die Regierung Merz ist für die höchste Staatsverschuldung in der deutschen Nachkriegsgeschichte verantwortlich, womit sie ein „Wachstum“ der lange schon danieder liegenden Ökonomie von 0,3 Prozent auslöst. Wenn es gut läuft …

    „Man kann sich Wachstum nicht mit Schulden erkaufen“
    Volkswirtschaft, das ist die Wissenschaft der einfachen Wahrheiten. Und eine davon spricht Daniel Stelter aus, Unternehmer und gefragter Publizist. Sie lautet: „Man kann sich Wachstum nicht mit Schulden erkaufen.“ Man kann es auch präzisieren: Schulden machen ist nur dann sinnvoll, wenn man vorher den Staat aufgeräumt hat …

    Ein vergleichsweise sicherer Weg in die staatliche Insolvenz …

    Für mehr ist laut Finanzplanung kein Geld da. Diese Finanzplanung ist ein Offenbarungseid.“ Oder, kurz und knapp in „Bild“-Stil „In vier Jahren ist Deutschland pleite.“ Allerdings: Wer weiß schon, wer in vier Jahren Deutschland regiert?

    Eines erscheint allerdings klar, allein wegen der Zahlen: Zu beneiden ist der nächste Bundeskanzler nicht. Friedrich Merz hat einen teuren Wechsel ausgestellt, den erst seine Nachfolger werden einlösen müssen …

    Quelle: Artikel von Ulrich Reitz auf focus.de

  • Druck im 12 Billionen US-Bankensystem – Große Banken fordern die Fed auf einzugreifen.

    Die US-Zentralbank Fed hat sehr mehr als zwei Jahren ihre Bilanz deutlich reduziert von fast 9 auf 6,6 Billionen Dollar, dazu noch der 43 Tage andauernde Regierungs-Shutdown, der heute endet. Im gigantischen US-Bankensystem rumort es. Über Kreditgeschäfte im Bankensystem muss die US-Volkswirtschaft liquide gehalten werden. Bloomberg hat jetzt einen Bericht veröffentlicht, der einen Einblick in Probleme aufzeigt …

    Die Bank of America, SMBC Nikko Securities und Barclays gehören zu den Unternehmen, die davor warnen, dass die Zentralbank möglicherweise Maßnahmen ergreifen muss, wie z. B. mehr Kredite auf den kurzfristigen Märkten zu vergeben oder Wertpapiere direkt zu kaufen, um Geld in das Bankensystem zu pumpen und die Spannungen zu mildern, die zu einem Anstieg der Tagesgeldsätze geführt haben …

    Ein Indikator, der Secured Overnight Financing Rate, verzeichnete sogar die größte Tagesbewegung außerhalb eines Zinserhöhungszyklus der Fed seit März 2020, dem Höhepunkt der Pandemie …

    Quelle: Artikel von Claudio Kummerfeld auf finanzmarktwelt.de

  • Bankhaus RSA: Viele Gerüchte und ein rätselhafter Prüfbericht

    Nach einer angespannten Generalversammlung bei der RSA Bank stehen drei Dinge fest: Vorstand und Aufsichtsrat wurden nicht entlastet, es soll ein neuer Prüfverband her – und das Vertrauen zwischen Genossenschaftsmitgliedern und Vorstand ist zerstört …

    Falls die RSA tatsächlich mittelfristig ein Sanierungsfall ist, könnte sie von einer anderen Bank übernommen werden. In der Tat ist laut Jahresbericht, der dem BR vorliegt, bereits der Sicherungsfonds der Volks- und Raiffeisenbanken eingesprungen und hat die RSA mit knapp 60 Millionen Euro gestützt. Warum genau das notwendig war, darüber gibt der Bericht keine eindeutige Auskunft. Nur so viel: Die Bank habe Kredite ausgegeben, die so riskant sind, dass deren Rückzahlung nicht sicher ist …

    Eine Übernahme durch eine andere Bank möchten viele Mitglieder trotzdem nicht. „Der große Wunsch ist, dass die RSA selbstständig bleibt und nicht gezwungen wird zu einer Fusion, die sie nicht nötig hat.“ So formuliert es Karl Fischberger, der ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der kleinen Raiffeisenbank ist und inzwischen die Interessengemeinschaft „Rettet die RSA“ gegründet hat …

    Quelle: Artikel von Hanna Heim auf br.de

  • Wirtschaftsweise mit Klartext: In vier Jahren geht Deutschland das Geld aus!

    Was kommt da auf unsere Staatsfinanzen zu? Die Wirtschaftsweisen veröffentlichten am Mittwoch ihr Jahresgutachten – mit düsteren Aussichten für den Bundeshaushalt der nächsten Jahre …

    Wirtschaftsweise warnen: Sonderschulden schaffen kaum Wachstum

    Die Wirtschaftsweisen warnen, das XXL-Sondervermögen werde kaum Wachstum schaffen, „da es bisher zu großen Teilen für Umschichtungen im Haushalt und zur Finanzierung konsumtiver Ausgaben genutzt wird“ …

    Quelle: Artikel von Felix Rupprecht auf bz-berlin.de

  • Renten-Desaster mit Ansage: Wie die Politik Millionen Sparer im Stich gelassen hat

    Jeder vierte Riester-Vertrag wurde gekündigt. Riester ist damit gescheitert und eine echte Reform der privaten Altersvorsorge nötig …

    Als staatlich geförderte private Altersvorsorge sollte die „Riester-Rente“ vor fast 25 Jahren eigentlich helfen, die Rentenlücke der Menschen in Deutschland zu schließen und ihnen eine verlässliche Altersvorsorge bieten. Doch dieses Ziel wurde verfehlt: Millionen Kundinnen und Kunden haben am Ende eher Gebühren und Enttäuschungen angesammelt statt Sicherheit fürs Alter …

    Quelle: focus.de

  • Sanierungsfall: Bankhaus RSA muss gestützt werden

    Wegen riskanter Kredite und hoher Verluste rutscht das Bankhaus RSA in die Schieflage. Die BVR-Sicherungseinrichtung soll nun helfen.

    Die Genossenschaftsbank RSA mit Sitz im oberbayerischen Rechtmehring muss von der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) gestützt werden. Das bestätigte Vorstand Klaus Hatzel dem „Handelsblatt“ und sprach von einem „Sanierungsfall“ …

    Quelle: t-online.de

  • StaRUG: Gläubigerrechte vs. Gesellschafterrechte – Ein Balanceakt in der Unternehmenssanierung

    Nach sehr verhaltenem Beginn bei seiner Einführung 2021 hat sich das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) als ein wichtiges Instrument in der deutschen Restrukturierungspraxis etabliert. Es bietet Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten eine Möglichkeit, sich außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu sanieren – eine proaktive Alternative zur klassischen Insolvenz. Doch die Anwendung des StaRUG hat auch Spannungen offenbart, insbesondere zwischen Gläubigern (z.B. Banken, Anleihegläubiger) und Gesellschaftern (Aktionären oder Anteilseignern) …

    Ein zentraler Streitpunkt ist, ob die Geschäftsführung ein StaRUG-Verfahren ohne Zustimmung der Gesellschafter einleiten darf. Normalerweise erfordern gravierende Sanierungsmaßnahmen im Gesellschaftsrecht eine Abstimmung der Anteilseigner – etwa in der Hauptversammlung einer AG oder durch einen Gesellschafterbeschluss bei einer GmbH. Doch das StaRUG verschiebt diese Regeln in Krisenzeiten …

    Bei der Leoni AG führte der Restrukturierungsplan im Jahr 2023 zur vollständigen und kompensationslosen Ausschließung der Streubesitz-Aktionäre. Die rechtlichen Anfechtungen scheiterten, was die Robustheit des StaRUG unterstrich. Bei der Spark Networks SE verloren rund 49,9 Prozent der Altaktionäre ihre Anteile, während ein Großinvestor und ein neuer Investor übernahmen. Auch hier blieben Klagen erfolglos, selbst vor dem Bundesverfassungsgericht. Diese beiden Fälle zeigen: Das StaRUG priorisiert die Unternehmensrettung, oft auf Kosten der Gesellschafter. Gleichzeitig wächst die Kritik, dass der Minderheitenschutz unzureichend sei …

    Quelle: Artikel von Dr. Wencke Mull auf handelsblatt.com

  • Anti-Geldwäsche-Behörde AMLA: Die Jagd nach Vermögensdaten

    Mit der bevorstehenden Gründung der Anti-Geldwäsche-Behörde AMLA plant die EU eine bisher noch nie dagewesene Kontrolle über Vermögenswerte. Welche Kompetenzen die AMLA erhält und warum sich so eine neue Ära der Finanzüberwachung in Europa abzeichnen könnte …

    Mit der bevorstehenden Gründung der Anti-Money-Laundering Authority (AMLA) zeichnet sich in Europa eine neue Ära der Finanzüberwachung ab. Diese neue EU-Behörde, die als Herzstück eines EU-weiten Überwachungssystems gegen Geldwäsche dient, soll weitreichende Befugnisse erhalten – von Zugängen zu Registern über wirtschaftlich Berechtigte und Vermögenswerte bis hin zu umfassenden Aufsichts- und Ermittlungsbefugnissen …

    Erfassung von Vermögensdaten: Zwischen Sicherheit und Privatsphäre

    Doch welche Anti-Geldwäsche-Regulierungen sind geplant und wie wird die AMLA-Behörde effektiv arbeiten? Beabsichtigt ist eine umfassende Erfassung von Vermögenswerten, die von Immobilienbesitz, über Fahrzeuge, Jachten, Bargeldbeständen, bis hin zu Kryptowährungen und Luxusgütern wie Schmuck, Antiquitäten und Kunstwerken reicht. in Vorschlag ist die Meldepflicht für alle Vermögensgegenstände über 200.000 Euro, was die Überwachung erheblich erweitern würde – ein Vorhaben, das insbesondere bei Vermögenden Besorgnis auslöst …

    Markus Krall, ehemaliger Degussa-Chef, äußert sich noch kritischer. Er vermutet, dass das eigentliche Ziel hinter der AMLA die Konfiszierung von Werten sei, da Kriminelle ohnehin außerhalb des gesetzlichen Rahmens agieren. Krall sieht in den Maßnahmen weniger eine Bekämpfung von Geldwäsche als vielmehr eine Einziehung von Vermögen. Angesichts des hohen Finanzbedarfs der EU-Staaten ist dieses Szenario nicht völlig unwahrscheinlich. Sobald alle Bürgerdaten erfasst sind, könnte ein Schritt hin zu Umverteilungsmaßnahmen oder einem Social Scoring nach dem chinesischen Modell nur noch gering sein. Krall ist überzeugt, dass „etwas Ähnliches früher oder später auf alle Bürger ausgeweitet wird“ …

    Der Beschluss der EU-Politikzentrale vom 16. Juli 2021 markierte den Startschuss für ein europäisches Vermögensregister. Mit der Verabschiedung von drei wegweisenden Gesetzesentwürfen wurden die Weichen für diese Initiative gestellt. Diese Vorschläge werden aktuell in den EU-Gremien diskutiert. Ziel ist es, die neue Geldwäschebekämpfungsbehörde bis 2024 einsatzbereit zu machen und kurz darauf mit der direkten Aufsicht zu beginnen.

    Quelle: Artikel von Anika Völger auf: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

  • Staatsanleihen: Euro-Staaten beschließen Enteignungsklausel

    Eine neue Regelung ermöglicht es den Euro-Ländern künftig, Schuldenschnitte schneller und einfacher durchzuführen. Davon könnten auch Millionen deutsche Sparer betroffen sein …

    Es kann praktisch jeden treffen

    Doch in jeder Lebensversicherung, in jedem privaten Rentensparvertrag stecken solche Papiere. Und mit CAC können die Staaten künftig die Rückzahlung von Schulden verweigern, selbst wenn der einzelne Sparer dem nicht zustimmt. Damit kann es praktisch jeden treffen …

    Teil-Enteignung wird gerichtsfest gemacht

    Nun erhalten alle Euro-Staatsanleihen eine solche CAC-Klausel, mit deren Hilfe ein derartiges Vorgehen nicht nur möglich, sondern auch noch gerichtsfest gemacht wird. Betroffen davon sind alle neu begebenen Anleihen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, die alten Anleihen sind dagegen nicht betroffen. Das bedeutet, dass im Laufe der kommenden Jahre nach und nach ein immer größerer Anteil der europäischen Staatsanleihen eine solche Klausel enthalten wird. In fünf Jahren dürfte dies schon auf mehr als die Hälfte der deutschen Papiere zutreffen, ähnliches gilt für die meisten anderen Euro-Staaten …

    Quelle: Artikel von Frank Stocker auf welt.de







Impressum Datenschutzerklärung