Ab 2027 kommt das Altersvorsorgedepot. Die Förderung klingt attraktiv. Entscheidend ist aber, wie teuer das Produkt am Ende wirklich ist. Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht.
Ab Januar 2027 soll die private Altersvorsorge in Deutschland einfacher und aktiennäher werden. Bundestag und Bundesrat haben die Reform beschlossen. Bestehende Riester-Verträge können weiterlaufen oder später in das neue System übertragen werden. Kernstück ist ein staatlich organisiertes Altersvorsorgedepot, das breit gestreut in Aktien- und Rentenfonds investieren soll.
Der Nutzen liegt auf der Hand: Wer über Jahrzehnte fürs Alter spart, kann stärker vom Kapitalmarkt profitieren als mit vielen klassischen Riester-Produkten. Doch genau hier setzt die Warnung der Verbraucherzentrale NRW an. Sie mahnt, neue Angebote nicht vorschnell abzuschließen und vor allem Kosten, Garantien und Vertragsbedingungen kritisch zu prüfen …
Die Verbraucherzentrale rechnet vor: Bei 40 Jahren Laufzeit und sechs Prozent Bruttorendite kann selbst eine jährliche Effektivkostenquote von einem Prozent rund ein Drittel der Kapitalmarkterträge aufzehren. Der Grund ist der umgekehrte Zinseszinseffekt: Was heute als Gebühr abgeht, kann künftig keine Rendite mehr bringen …
Entscheidend ist nicht nur die Fondsgebühr, sondern die gesamte Renditeminderung durch Depot-, Verwaltungs-, Vertriebs- und Produktkosten …
Quelle: Artikel von Thomas Sabin auf focus.de
Für weitere Artikel zum Thema Rente klicken Sie hier.
