Wenn die Hausbank schließt, werden Wege für Kundinnen und Kunden oft länger. Und für den Mittelstand kann das Investitionen erschweren…
Für viele Menschen auf dem Land verändert es den Alltag, wenn die kleine Bankfiliale von nebenan schließt. Manche Geldhäuser werden kreativ, um Wege zu verkürzen und den Service möglichst zu erhalten. Doch die Folgen reichen weit über längere Wege hinaus: Auch die Finanzierung von Unternehmen und damit die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen können betroffen sein …
Was Filialschließungen für Unternehmen bedeuten
Auch in Hohne in Niedersachsen ist die letzte Bankfiliale weg. Wer Bargeld braucht, bekommt es im Supermarkt an der Kasse. Für viele im Ort klingt das nach einer Notlösung. Inge Häveker fährt mit dem Bus nach Lachendorf, um Geld zu holen und Kontoauszüge zu ziehen. Die Rückfahrt wird zum Problem: Der nächste Bus kommt erst eineinhalb Stunden später…
Sie sagt, sie fühle sich als kleine Unternehmerin von der Sparkasse allein gelassen …
Viele Filialen verschwinden
Seit 1970 ist die Zahl der Sparkassen um fast 60 Prozent gesunken, die Zahl ihrer Filialen hat sich ungefähr halbiert. Noch drastischer ist der Rückgang bei den Genossenschaftsbanken: Von den Instituten sind mehr als 90 Prozent verschwunden. Auch die Privaten ziehen sich stark aus der Fläche zurück. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sie rund zwei Drittel ihrer Standorte abgebaut …
Negative Folgen für Kreditvergaben
Für kleine und mittlere Unternehmen kann der Rückzug schwerer wiegen. Kaserer sagt im Interview mit dem ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus, Kreditvergabe sei immer auch Risikoeinschätzung. Eine Bank vor Ort kenne ein Unternehmen besser. Dadurch falle die Kreditentscheidung leichter.
Wenn Banken verschwinden, könne deshalb die eine oder andere Investition ausfallen. Für den regionalen Mittelstand sei das eine schlechte Nachricht …
Quelle: Artikel von Johannes Lenz, BR auf tagesschau.de
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