Laut einer Analyse von Morgan Stanley könnten im europäischen Bankensektor 10 Prozent der Stellen wegen KI wegfallen. Betroffen sind primär Servicebereiche, Risikomanagement und Compliance. So hoffen die Banken zur US-Konkurrenz aufschließen zu können.
Mehr als 200.000 Arbeitsplätze im europäischen Bankensektor könnten in den kommenden fünf Jahren wegfallen. Laut einer Analyse von Morgan Stanley planen Banken, bis 2030 rund 10 Prozent ihrer Belegschaft abzubauen, berichtet die „Financial Times“ . Haupttreiber des Stellenabbaus sind der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), die fortschreitende Digitalisierung sowie die Schließung von Filialen …
Druck auf europäische Banken ist groß
Der Druck auf europäische Banken ist seit Jahren hoch, da Investoren von ihnen eine deutlich höhere Profitabilität erwarten. Im Vergleich zu US-Banken erzielen viele europäische Institute niedrigere Eigenkapitalrenditen, was unter anderem an strengeren Regulierungen, fragmentierten Märkten, hohen Personalkosten und historisch gewachsenen, ineffizienten Strukturen liegt. Für Anleger sind diese Institute daher weniger attraktiv, was den Druck auf das Management zusätzlich erhöht.
Gleichzeitig haben viele Banken die klassischen Instrumente zur Kostensenkung – etwa Filialschließungen, Stellenabbau oder das Auslagern von IT- und Servicefunktionen – bereits weitgehend genutzt. Diese Maßnahmen liefern nur noch begrenzte zusätzliche Einsparungen und stoßen zunehmend auf operative und regulatorische Grenzen. Vor diesem Hintergrund gilt KI als neuer strategischer Hebel, so die „FT“: Die KI soll Prozesse automatisieren, Fehler reduzieren und Entscheidungen beschleunigen …
Quelle: manager-magazin.de
