Nordkoreanische Hacker stehlen jährlich Krypto im Wert von Milliarden US-Dollar, stärken damit vermutlich das Militär des Landes. Das ist auch deshalb möglich, weil der ansonsten arme Ein-Parteienstaat massiv in IT-Kenntnisse investiert.
Eben war noch Geld da – aber plötzlich ist das Digital Wallet leer. Es ist ein Problem, das auf einer Kryptobörse niemals vorkommen dürfte: Plattformen, auf denen man Bitcoin, Ethereum oder andere Digitalwährungen kaufen und verkaufen kann, werben schließlich mit ihrem hohen Maß an Sicherheit. Immer wieder aber berichten Medien darüber, dass das Geld der Nutzer auf einmal verschwunden ist. Und immer wieder werden damit Hacker aus einem Land in Verbindung gebracht, auf das man wahrscheinlich eher nicht kommen würde: Nordkorea …
Nordkorea wohl seit Jahren im Bereich Cybercrime aktiv
Im Januar stellte der US-Regierungsoffizielle Jonathan Fritz Daten vor, nach denen nordkoreanische Hacker im vergangenen Jahr Kryptogeld im Wert von umgerechnet rund zwei Milliarden US-Dollar gestohlen haben. „Man sollte dabei noch erwähnen, dass dies konservative Schätzungen sind“, sagte Fritz laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. „Der wahre Wert liegt wahrscheinlich deutlich höher.“ …
Tom Robinson, Mitgründer von Elliptic, einem Compliance- und Analysebüro am Kryptomarkt, sagte laut Bericht: „Für Hacker, die die Geldflüsse verwischen wollen, zählt jede Minute, und sie gehen dabei sehr raffiniert vor.“ Von allen kriminellen Akteuren im Kryptohandel seien jene aus Nordkorea in der Geldwäsche am besten. „Ich vermute, dass sie einen ganzen Raum voller Leute haben, die mit automatisierten Tools und jahrelanger Erfahrung arbeiten. Wir können auch an ihren Aktivitäten sehen, dass sie nur wenige Stunden Pause pro Tag machen und wohl in Schichten arbeiten, um die Kryptowährung in Bargeld umzuwandeln.“ …
Quelle: Artikel auf web.de
