Goldbarren als Vermögenssicherung


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  • Altersvorsorge: Merz: Rente künftig „nur noch Basisabsicherung“

    Die Finanzierung der gesetzlichen Rente steht erheblich unter Druck. Nun kündigt der Kanzler einen fundamentalen Wandel des Rentenkonzepts an.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit Blick auf die geplante Rentenreform zu einem Umdenken bei der Altersvorsorge aufgerufen. „Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter“, sagte Merz am Montag beim Empfang zum 75. Jubiläum des deutschen Bankenverbands. „Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern.“ …

    Die Bundesregierung setze „alles daran, die strukturellen Verwerfungen, die strukturellen Defizite unseres Landes zu beheben“, sagte Merz mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Senkung der Energiekosten sowie weitere angestrebte Reformen etwa im Bereich der Einkommensteuer und der Krankenversicherung …

    Quelle: Artikel von Michael Kappeler auf t-online.de

  • Neue Klagen gegen Allianz und R+V wegen gekürzter Renten

    Nach einem wegweisenden Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Rentenkürzungen bei privaten Altersvorsorgeverträgen weitet die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ihren juristischen Kampf aus. Nun stehen weitere Klauseln von Versicherern vor Gericht – mit potenziell erheblichen Folgen für Millionen Kunden.

    Im Fokus stehen diesmal fondsgebundene Rentenversicherungen der Allianz Lebensversicherung und der R+V Lebensversicherung. Die Verbraucherschützer haben Klagen vor den Oberlandesgerichten Stuttgart und Frankfurt am Main eingereicht. Ziel ist es, weitere Vertragsklauseln überprüfen zu lassen, die aus ihrer Sicht Verbraucher unangemessen benachteiligen …

    Brisant ist nun: Laut Verbraucherzentrale sind entsprechende Klauseln kein Einzelfall. In einer Stichprobe von über 160 Verträgen fanden die Experten zahlreiche Regelungen, die ähnliche einseitige Kürzungsmöglichkeiten enthalten …

    „Private Rentenversicherungen werden mit stabilen und verlässlichen Leistungen beworben. Dann müssen sich Verbraucher auch darauf verlassen können, dass diese Leistungsversprechen nicht nachträglich ausgehöhlt werden“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg …

    Was Betroffene jetzt tun sollten

    Wer eine fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen hat und von einer Kürzung des Rentenfaktors betroffen ist, sollte seinen Vertrag prüfen lassen. Schon kleine Änderungen können über Jahre hinweg zu erheblichen finanziellen Einbußen führen …

    Quelle: Artikel von Hannah Petersohn auf focus.de

  • Wells Fargo sieht Gold bei 8.000 US-Dollar je Unze

    Der Goldmarkt steht nach Ansicht von Strategen von Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) vor einer möglichen Neubewertung. Trotz eines deutlichen Rücksetzers im vergangenen Monat sehen Analysten weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial – und zeichnen in ihrem optimistischsten Szenario ein Kursziel von bis zu 8.000 US-Dollar je Feinunze bis zum Jahr 2027.

    „Debasement Trade“ treibt Gold (Goldkurs) langfristig an

    Im Zentrum dieser Prognose steht der sogenannte „Debasement Trade“. Gemeint ist eine zunehmende Abwertung klassischer Fiat-Währungen wie des US-Dollars, während Zentralbanken weltweit verstärkt auf Gold als neutralen Wertspeicher setzen …

    Vier von fünf Szenarien sprechen für steigende Preise

    Besonders bemerkenswert: In vier von fünf wirtschaftlichen Szenarien erwartet Wells Fargo eine Fortsetzung des „Debasement“-Trends. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnte Gold bis 2027 auf bis zu 8.000 US-Dollar steigen.

    Rückschlag nach geopolitischen Spannungen

    Noch vor wenigen Wochen gehörte Gold zu den stärksten Momentum-Investments des Jahres. Doch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran setzte dem Edelmetall zu. Im März verloren Gold-Futures nahezu 11 Prozent – der stärkste monatliche Rückgang seit Juni 2013.

    Trotz dieser Schwächephase sehen Analysten darin keinen strukturellen Bruch, sondern vielmehr eine gesunde Korrektur innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends …

    Quelle: Artikel auf ariva.de

  • KI schlägt menschliche Arbeitskraft: Börse feiert Kündigungswelle

    Die sozialen Netzwerke stehen vor einem radikalen Umbruch durch künstliche Intelligenz. Snap-Chef Evan Spiegel zieht jetzt die Konsequenzen und streicht fast jeden sechsten Arbeitsplatz. Während 1.000 Angestellte gehen müssen, reagiert die Börse mit Begeisterung auf die neue Effizienzstrategie. Der radikale Umbau könnte für Anleger jetzt die langersehnte Wende bringen, denn der Konzern setzt konsequent auf automatisierte Prozesse und eine KI-gestützte Profitabilität …

    Effizienz-Turbo statt Personalkosten

    Die finanziellen Auswirkungen sind gewaltig. Durch den Stellenabbau will Snap die jährliche Kostenbasis bis zur zweiten Jahreshälfte im Jahr 2026 um mehr als 500 Millionen Dollar senken. „Wir glauben, dass die rasanten Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz es unseren Teams ermöglichen, die Geschwindigkeit zu erhöhen“, so Spiegel in seinem Statement. Die technologische Abhängigkeit ist bereits Realität: Über 65 Prozent des neuen Programmcodes bei Snap werden von KI generiert, während automatisierte Agenten monatlich mehr als eine Million Nutzeranfragen abwickeln …

    Quelle: Artikel von Lukas Meyer auf deraktionaer.de

  • Finanz-Stratege klärt auf: Wer Gold verkauft, wenn Frieden naht, macht einen Denkfehler

    Fällt Gold bei Frieden? Warum diese Logik zu kurz greift – und weshalb ein möglicher Deal zwischen USA und Iran für Anleger eher Einstiegschance als Verkaufssignal sein könnte.
    Der Markt handelt nicht Ereignisse. Er handelt Erwartungen. Wenn heute über ein mögliches Kriegsende gesprochen wird, ist ein Teil dieser Hoffnung bereits im Preis verarbeitet.

    Genau hier liegt die Fragilität der meisten Anleger: Sie reagieren auf Schlagzeilen, während professionelle Marktteilnehmer auf Wahrscheinlichkeiten setzen.

    Ein schneller Frieden würde kurzfristig Druck auf den Goldpreis ausüben. Warum? Weil Risikoaufschläge abgebaut werden. Kapital fließt zurück in Risikoassets, Volatilität sinkt, der „sichere Hafen“ verliert kurzfristig an Attraktivität. Aber nur kurzfristig.

    Denn strukturell bleibt alles bestehen, was Gold überhaupt erst relevant macht: geopolitische Instabilität, überschuldete Staaten, ein fragiles globales Finanzsystem und politische Willkür statt verlässlicher Ordnung. Ein Friedensabkommen ändert keine dieser Größen. Es verschiebt nur die Aufmerksamkeit …

    „Geopolitische Deals sind selten stabil”

    Gold ist kein einzelner Krisen-Trade. Gold ist ein Misstrauensindikator gegenüber Systemen. Wer glaubt, dass ein diplomatischer Durchbruch zwischen Washington und Teheran das Vertrauen in Fiat-Währungen oder politische Stabilität nachhaltig stärkt, glaubt vermutlich auch an die Präzision von Wirtschaftsprognosen.

    Ein kurzfristiger Rücksetzer im Goldpreis bei Friedenssignalen wäre kein Risiko. Er wäre ein Geschenk für alle, die verstanden haben, dass Unsicherheit nicht verschwindet, sondern nur ihre Form ändert. Antifragil bedeutet genau das: Du brauchst keine Prognose. Du brauchst Positionierung …

    Quelle: Artikel von Ronny Wagner auf focus.de

  • UBS bleibt bullish: Warum die Goldpreis-Schwäche der Großbank zufolge eine Chance ist

    Rund zwölf Prozent Wertverlust in den vier Märzwochen: ein stärkerer US-Dollar und wieder aufkommende Inflationssorgen angesichts explodierender Ölpreise – das gelbe Edelmetall hatte zuletzt keinen leichten Stand.

    Doch während sich einige Marktbeobachter inzwischen fragen, ob bei der beispiellosen Goldrally das Ende der Fahnenstange erreicht ist, überrascht die Schweizer Großbank UBS mit einer unerwarteten Prognose.

    UBS: Marktschwäche Kaufgelegenheit statt Warnsignal

    Wie Reuters berichtet, verzeichnete Gold im März den schlechtesten Monat seit 2008. Trotzdem bleibt die UBS gelassen: Die Großbank glaubt weiterhin an die langfristigen Aussichten und sieht den jüngsten Rücksetzer eher als Kaufgelegenheit als ein Warnsignal.

    In einer Kundenmitteilung, auf die sich The Street bezieht, erklärte die UBS, der jüngste Rückgang ändere nichts am Gesamtbild. Trotzdem konstatierte die Großbank: „Das Risiko, dass Gold seinen Aufwärtstrend noch um einige Jahre fortsetzt, steigt.“ Das makroökonomische Umfeld spreche aber weiterhin für das glänzende Edelmetall.

    Konkret untermauert die UBS ihre optimistische Haltung mit klaren Preiszielen: Für das Jahr 2026 erwartet die Bank einen durchschnittlichen Goldpreis von rund 5.000 US-Dollar je Unze. Auch in den Folgejahren soll das Niveau hoch bleiben …

    Makro-Lage spricht weiter für Gold

    Als zentrale Treiber nennt die UBS laut The Street vor allem das makroökonomische Umfeld. Sollten sich Anzeichen für eine Abschwächung der globalen Konjunktur mehren, könnten neue fiskal- oder geldpolitische Stimuli folgen – ein Szenario, das traditionell positiv für Gold ist …

    Auch strukturelle Faktoren bleiben intakt. Zentralbanken kaufen weiterhin Gold zur Diversifikation ihrer Reserven, während Zuflüsse in physisch hinterlegte ETFs anhalten …

    Langfristig jedoch bleibt die Stoßrichtung laut UBS klar: Rücksetzer sind aus Sicht der Bank keine Gefahr, sondern vielmehr Gelegenheiten zum Positionsaufbau. Oder anders formuliert: Die jüngste Schwäche könnte sich damit weniger als Trendbruch, sondern vielmehr als klassische Korrektur innerhalb eines intakten Bullenmarkts erweisen.

    Quelle: Artikel von Benedict Kurschat auf finanzen.net

  • Gold zum „Schnäppchenpreis“: WisdomTree-Analyst sieht die ultimative Kaufgelegenheit

    Goldpreis-Einbruch nach Rekordhoch

    Das Börsenjahr 2026 zeichnet sich bisher als eines der turbulentesten in die Geschichte des Edelmetalls ab. Nachdem Gold im Januar getrieben durch die Eskalation im Nahen Osten noch von einem Rekordhoch zum nächsten eilte, erlebten Anleger im weiteren Jahresverlauf eine drastische Trendwende. Noch zu Beginn des Jahres erreichte der Preis des Edelmetalls ein neues Allzeithoch bei 5.416,4 US-Dollar je Feinunze. Inzwischen büßte der Goldpreis jedoch deutliche deutlich ein und notiert ganze 13,5 Prozent unter seinem Rekordhoch. Zuletzt lag der Preis je Feinunze bei 4.771,96 US-Dollar.

    Warum Gold aktuell ein „Schnäppchen“ ist

    Die drastische Korrektur des Goldpreises seit seinem Rekordhoch im Januar hat viele Anleger verunsichert, doch Nitesh Shah von WisdomTree wertet diesen Rückgang als eine der seltenen „ultimativen Kaufgelegenheiten“. In einem Interview mit Kitco News betonte der Experte, dass der massive Ausverkauf fast vollständig von den wirtschaftlichen Realitäten entkoppelt sei.

    Laut Shahs Analysemodell lassen sich nur etwa 200 US-Dollar des Verlusts durch klassische Faktoren wie steigende Anleiherenditen, einen starken US-Dollar oder spekulative Positionsänderungen erklären. Der restliche, weitaus größere Teil des Einbruchs sei lediglich ein „aufgeblähter Überverkauf“. Dieser entstehe in Zeiten extremer Marktvolatilität vor allem durch erzwungene Liquidationen: Investoren verkaufen Gold nicht wegen mangelnden Vertrauens, sondern um schnell Liquidität zu beschaffen und Verluste in anderen Portfoliobereichen auszugleichen.
    Shah erinnert daran, dass Gold bei großen geopolitischen Krisen historisch oft erst kurz nachgibt, bevor es zu einer massiven Gegenbewegung und neuen Höchstständen ansetzt. „Gold ist derzeit zu Schnäppchenpreisen erhältlich… das sieht wirklich nach einer guten Kaufgelegenheit aus“, so Shah. Für Anleger, die bisher abgewartet haben, könnte die jüngste Korrektur ihm nach genau der Moment sein, auf den sie gewartet haben: „Seit Jahren fragen mich die Leute: ‚Ich mag Gold, aber ich suche nach einem Einstiegszeitpunkt.‘ … Das ist wahrscheinlich genau das, worauf sie gewartet haben“, sagte er. „Wer jetzt nicht kauft, wird es im Leben nie tun.“

    Zinspolitik, geopolitische Risiken und das 6.000-Dollar-Szenario

    Ein wesentlicher Grund für die aktuelle Schwäche liege in der Erwartungshaltung des Marktes gegenüber den Zentralbanken – doch hier sieht Shah einen Denkfehler. „Ich bin sehr skeptisch, dass die Zentralbanken in diesem Umfeld die Zinssätze erhöhen würden“, erklärt er im Interview. Da die aktuelle Inflation primär durch angebotsseitige Schocks (wie Energieverknappung) getrieben werde, würde eine zu harte Geldpolitik unweigerlich in eine schwere Rezession führen. Er geht stattdessen davon aus, dass die Währungshüter eine abwartende Haltung einnehmen und den Inflationsdruck wirken lassen – ein Umfeld, das den Goldpreis fundamental stützt.

    Für das Jahresende gibt sich der Analyst daher extrem optimistisch: Während sein Basisszenario einen Goldpreis von rund 5.020 US-Dollar vorsieht, hält er bei einer weiteren Eskalation geopolitischer Spannungen sogar die Marke von 6.000 US-Dollar für absolut realistisch. „Geopolitische Risiken werden nicht verschwinden, und wenn die Anleger das erkennen, dann werden die Goldpreise steigen“, so der Analyst. „Angesichts der neuen geopolitischen Risiken würde ich 6.000 Dollar nicht ausschließen.“ …

    Quelle: Artikel auf finanzen.net

  • Neue Euro-Scheine kommen: So sieht unser Geld bald aus

    Demnächst sehen die Euro-Geldscheine in Deutschland ganz anders aus. Das hat die Europäische Union beschlossen. Der EZB-Rat hat Motive ausgewählt, mit denen die beiden Themen für die kommenden Banknoten bebildert werden. Und so wird das neue Geld aussehen …

    Vögel, Flüsse, Denker: Die EZB druckt Europas Geld neu

    Hinter den Themen steckt mehr als Bürokratengeist. Zwei bunt besetzte Beratungsgruppen – Fachleute aus allen Ecken der Euro-Zone – durften bei dem neuen Geld mitreden. Auch rund 365.000 Bürger wurden befragt. Das Ergebnis: Konsensfähig, divers, etwas pathetisch.

    „Europäische Kultur“ soll zeigen, was uns verbindet. Auf den Geldscheinen prangen bald nicht nur Bauwerke, sondern auch Persönlichkeiten, die Europa geformt haben – in Opern, Laboren oder mit Feder und Hammer. Sie lebten und schafften quer über den Kontinent, viele vor Jahrhunderten. Ihre Ideen haben bis heute überlebt …

    Das Design: bald mit Jury, später mit Meinung

    Die EZB hat jetzt den Startschuss für einen offenen Wettbewerb gegeben: Vom 15. Juli bis 18. August dürfen sich Grafikdesigner aus der gesamten EU ins Zeug legen und Entwürfe einreichen. Ziel: der Währung ein frisches Gesicht verpassen. Und 2026 will man dann sehen, was geht. Bis wir das Geld tatsächlich in den Händen halten, dauert’s noch ein paar Jahre, sagt die Zentralbank …

    Quelle: Artikel von Blasius Kawalkowski auf inside-digital.de

  • Schluss mit Bargeld: Koalition will Kartenzahlung im Einzelhandel vorschreiben

    Die schwarz-rote Koalition in Berlin bereitet eine Bundesratsinitiative vor, die Händler und Gastronomen verpflichten soll, mindestens ein digitales Zahlungsmittel anzubieten. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner nennt der „B. Z.“ den Grund offen: „Mir fällt kein sonstiger Grund ein, warum jemand auf Cashzahlung besteht, als an der Steuer vorbei arbeiten zu wollen.“

    Der Befund ist ernüchternd: Von 80.300 Berliner Bargeldbetrieben wurde 2024 nur bei 1,2 Prozent eine Kassen-Nachschau durchgeführt. Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft und des Bundesrechnungshofs entgehen dem Staat so mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr – der vermutete Gesamtschaden liegt laut „Welt am Sonntag“ bei rund 70 Milliarden Euro jährlich …

    Auf Bundesebene sieht der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD eine schrittweise Einführung digitaler Zahlungsoptionen ohnehin vor. Das Bundesfinanzministerium verweist auf ein laufendes EU-Paket – und den Digitalen Euro, der 2029 kommen soll.

    Quelle: Artikel auf t-online.de

  • Warum die Lagerung von Gold in der Schublade zuhause keine gute Idee ist:

    Gold zuhause in der Schublade lagern ist keine gute Idee – lieber rausholen, denn da haben wir deutlich bessere Möglichkeiten …


    Warum die Lagerung von Gold in der Schublade zuhause keine gute Idee ist
    Gold lieber aus der Schublade rausholen …

    Sicherheitsrisiken

    • Einbruchgefahr: Physisches Gold ist ein attraktives Diebstahlziel – ein Einbruch kann den gesamten Bestand vernichten.
    • Auch ein Tresor zuhause bietet keinen vollständigen Schutz, da professionelle Diebe ihn aufbrechen oder mitnehmen können.
    • Man riskiert, bei einem Einbruch körperlich bedroht zu werden, wenn Kriminelle wissen (oder vermuten), dass Gold im Haus ist.

    Versicherungsprobleme

    • Normale Hausratversicherungen decken Bargeld und Edelmetalle nur bis zu sehr geringen Beträgen ab (oft nur ein paar Hundert Euro).
    • Eine spezielle Wertsachenversicherung ist teuer und an strenge Aufbewahrungsvorschriften geknüpft.
    • Um Gegenstände höheren Wertes überhaupt versichern zu können, werden in der Regel ein solider Tresor und eine Alarmanlage mit einer bestimmten Sicherheitsklasse vorgeschrieben, was enorme Kosten verursacht.
    • Im Schadensfall ist der Nachweis des Besitzes oft schwierig.

    Keine Zinsen oder Rendite

    • Gold zuhause „arbeitet“ nicht – es wirft keine Zinsen, Dividenden oder sonstige Erträge ab.
    • Die Lagerkosten (Tresor, Versicherung) fressen die potenzielle Wertsteigerung teilweise auf.

    Keine Handelsgewinne

    • Die Wertentwicklung eines Sachwertes wie beispielsweise Gold ist stark abhängig vom Werteverfall des Geldes  (z.B. Euro oder Dollar = FIAT-Geld), also dem Verfall der Messlatte, mit dem der Wert des Sachwertes bemessen wird. Kurzfristig kann es durch Angebot und Nachfrage zu starken Wertschwankungen kommen. Langfristig ist durch den Wertverfall des Geldes („Alles wird immer teurer“) eine Wertsteigerung von Sachwerten wie Gold eine relativ sichere Sache. Gold ist ein sogenanntes „Krisenmetall“, ein sogenannter „sicherer Hafen“ in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die Konjunktur kennt aber nicht nur Abschwung und Krise, sondern auch Aufschwung und Boom-Zeiten. In diesen Zeiten entwickeln sich die Preise für (Edel-)metalle, welche von der Industrie benötigt werden in der Regel viel besser als Gold, was dann auch parallel laufen oder im Wert etwas fallen kann.

    Wenn sie in allen Konjunktur-Zeiten eine positive Wertentwicklung ihrer Investition haben möchten, empfiehlt sich eine gemanagte Edelmetallverwaltung, welche Ihre Bestände der aktuellen Marktlage anpasst. So kann ihr investiertes Kapital nicht nur an der puren Goldpreisentwicklung teilhaben, sondern auch noch Handelsgewinne erzielen.

    • Gold zuhause erzielt keine solcher Handelsgewinne.
    • Wenn sie Zuhause auf andere Metalle wechseln wollen, fallen beim Verkauf und Ankauf wieder Mindermengenzuschläge an.
    • Beim Handel mit anderen Metallen fällt zusätzlich die aktuell gültige Mehrwertsteuer an.
    • Gewünschte Handelsgewinne bei Heimlagerung sind zwar theoretisch möglich, aber durch mehrfach anfallende Mindermengenaufschläge und Mehrwertsteuer extrem unwahrscheinlich zu erzielen.

    Rechtliche und steuerliche Risiken

    • Bei größeren Goldmengen können Behörden im Erbschafts- oder Scheidungsfall Nachweise verlangen.
    • Ungeklärte Herkunft kann Geldwäscheverdacht & Vorwürfe auslösen und steuerliche Probleme verursachen.
    • In manchen Ländern, wie z.B. Deutschland, gibt es Meldepflichten für größere Goldmengen.

    Praktische Nachteile

    • Liquidität: Gold schnell zu verkaufen ist zuhause schwieriger als über eine Bank, einen Broker oder einen Edelmetallhändler.
    • Echtheitsprüfung: Beim Weiterverkauf muss die Echtheit erneut nachgewiesen werden
    • Lagerungsschäden: Unsachgemäße Lagerung (Feuchtigkeit, Kratzer) kann den Wiederverkaufswert von Münzen und Barren mindern

    Bessere Alternativen

    • Bankschließfach: Günstig, versicherbar und deutlich sicherer. Allerdings gibt es auch in Banken immer wieder Einbrüche.
    • Edelmetalldepot bei einer Bank oder einem spezialisierten Anbieter. Wichtig ist darauf zu achten, dass die im Depot befindlichen Wertgegenstände ihr Eigentum sind und im Falle von finanziellen Schwierigkeiten von Bank oder Anbieter nicht in deren Bilanz geführt werden.

    Papierzertifikate

    • Gold-ETFs oder Goldminen-Aktien, also Papierzertifikate oder rein digitale Investitionen haben zwar oft ein physisches Auslieferungsrecht, was aber im Fall von finanziellen Schwierigkeiten oder im Insolvenzfall nutzlos und damit wertlos sein kann.
    • Außerdem gilt in Deutschland die Steuerfreiheit nach §23 Einkommensteuergesetz bei solchen Papierzertifikaten oft nicht, sondern nur bei physischem Gold, was sie mindestens ein Jahr lang besessen haben.
    • Kursgewinne aus ETFs und Aktien (auch für Edelmetallminen) unterliegen in der Regel der Kapitalertragsteuer bzw. der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Soli/KiSt).

    Fazit: Die sinnvollste Variante in Gold zu investieren, ist der physische Erwerb und die professionelle, bewachte und versicherte Lagerung bei einem Edelmetallhändler außerhalb der EU in einem Zollfreilager (z.B. in der Schweiz), bei dem man ohne Mindermengenzuschläge oder Steuern verschiedene Edelmetalle erwerben und anonym einlagern und selbstverständlich jederzeit wieder verkaufen kann.

    Der Tausch von Gold in Silber (oder umgekehrt) im Schweizer Zollfreilager ist ein steueroptimierter Vorgang, da Weißmetalle wie beispielsweise Silber, Platin oder Palladium beim Kauf und Handel innerhalb des Lagers von der Mehrwertsteuer befreit bleiben. 

    Im Gegensatz dazu ist Gold zuhause zu lagern

    also so, als wenn sie sich ein Hotel in der Innenstadt einer Metropole kaufen, um auf eine Wertsteigerung der Immobilie in Innenstadtlage zu hoffen, ohne aber in der Zwischenzeit die Zimmer zu vermieten (wie der Verzicht auf Handelsgewinne).

    In der Zwischenzeit fallen für das Hotel Instandhaltungskosten und Grundsteuern an, welche sie mangels Einnahmen zusätzlich in der Laufzeit aufbringen müssen (ähnlich wie Tresor- oder Versicherungskosten beim Gold zuhause).

    Immerhin leidet ihr Gold Zuhause als Sachwert nicht unter Inflation und Kaufkraftverlust, wie es bei Bargeld (z.B. Euro oder Dollar = FIAT-Geld) der Fall wäre.

    Bargeld zuhause zu lagern

    wäre so, als wenn sie sich ein Hotel auf dem Land kaufen, bei dem der letzte Sturm das Dach weggerissen hat und sie verzichten auf die Erneuerung des Dachs (vorprogrammierter Wertverlust) und natürlich vermieten sie in der Zwischenzeit die Zimmer auch nicht (wie der Verzicht auf Handelsgewinne).

    Nach einigen Jahren bekommen sie dann noch nicht einmal ansatzweise Ihren Kaufpreis wieder.

    Anders ausgedrückt: Wenn sie Bargeld zuhause längere Zeit aufbewahren, bekommen sie dann nach einigen Jahren durch den Kaufkraftverlust nicht annähernd die gleichen Waren, wie das am Anfang der Bargeldeinlagerung möglich gewesen wäre.


    Am besten kontaktieren sie uns, damit wir ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie zumindest einen Teil Ihres Vermögens inflationsgeschützt als Edelmetalle anonym, versichert und bewacht in einem Zollfreilager in der Schweiz, also außerhalb der EU, oder auf Wunsch sogar alternativ außerhalb von Europa in Istanbul (Türkei) einlagern können.  

  • Preisexplosion: Experten erwarten neuen Silber-Höhenflug – was Anleger wissen müssen

    Silber hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt und zieht damit die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich. Doch hinter dem Preisanstieg stehen komplexe Faktoren.
    Zu Beginn des Jahres 2025 lag der Silberpreis noch bei rund 30 US-Dollar, bis Anfang 2026 kletterte er auf über 79 US-Dollar pro Unze. Haupttreiber für diese Entwicklung sind vor allem die hohe Inflation, sinkende Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten, die Investoren verstärkt zu physischen Edelmetallen greifen lassen …

    Silberpreis-Entwicklung: Das prognostizieren die Experten

    Experten von BlackRock und J.P. Morgan prognostizieren deshalb, dass der Silberpreis bis Ende 2026 die Marke von 80 US-Dollar überschreiten und bis 2030 sogar auf 100 US-Dollar steigen könnte. Besonders für neue Anleger gewinnen Silbermünzen und -barren als erschwinglicher Einstieg in den Edelmetallmarkt an Bedeutung …

    Gleichzeitig warnen Analysten vor einer erhöhten Volatilität: Im Vergleich zu Gold schwankt der Silberpreis stärker, da er nicht nur von Investmentnachfrage, sondern auch von industriellen Faktoren beeinflusst wird. So erreichte der Preis im Januar 2026 kurzfristig sogar über 113 US-Dollar pro Unze, bevor er wieder nachgab. Anleger sollten sich deshalb auf starke Preisschwankungen einstellen und Prognosen mit Vorsicht betrachten …

    Quelle: Artikel von Index Radar auf focus.de

  • Die Bedrohung wächst: KI ist für 25 Prozent der Entlassungen verantwortlich

    Noch ist es schwer, den tatsächlichen Mehrwert von KI-Tools zu messen. Trotzdem scheint die neue Technologie immer mehr Menschen den Job zu kosten. Vor allem die Tech-Branche ist weiterhin stark betroffen.

    In den USA ist die Zahl der Entlassungen im März 2026 stark angestiegen …

    Offenbar immer mehr Jobs von KI bedroht

    Im Sommer 2025 stellte eine MIT-Studie fest, dass 95 Prozent der Unternehmen, die teilweise massiv in KI-Projekte investiert haben, bisher keinen nennenswerten Gewinn daraus ziehen konnten. Trotzdem sind die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt schon jetzt deutlich spürbar. Laut aktuellen Daten von Challenger, Gray & Christmas wurden in den USA in diesem Jahr bisher mehr als 52.000 Stellen im Tech-Bereich abgebaut – davon 18.720 allein im letzten Monat …

    Quelle: Artikel von Noëlle Bölling auf msn.com

  • Tesla und BMW starten Massenproduktion von Humanoid-Robotern

    Führende Industriekonzerne setzen humanoide Roboter erstmals im großen Maßstab ein. Tesla baut eine eigene Roboterfabrik, BMW startet eine Testphase in Europa und China erreicht Serienfertigung …

    Tesla baut eigene Roboter-Fabrik in Texas

    Tesla hat einen Meilenstein erreicht. Auf dem Gelände der Giga Texas hat der Bau einer dedizierten Fabrik für den Optimus-Roboter begonnen. Seit Anfang April sind Spezialgeräte für die Bodenverstärkung im Einsatz. Das signalisiert einen klaren Strategiewechsel: weg von der Prototypenfertigung, hin zur Massenproduktion.

    Die neue Anlage ist Teil des ehrgeizigen Ziels, jährlich eine Million humanoide Einheiten zu produzieren. Die strukturellen Arbeiten sollen bis Ende 2026 dauern. Parallel dazu wandelt Tesla bereits bestehende Montagelinien in seiner Fabrik in Fremont um, um noch in diesem Sommer die erste Kleinserie des Optimus Gen 3 zu starten.

    Dieses neue Modell markiert einen technologischen Sprung. Die Hände des Roboters besitzen nun 22 Freiheitsgrade. Das ermöglicht filigrane Aufgaben wie das Sortieren von Batteriezellen oder das Handhaben winziger Bauteile – mit einer Präzision, die menschliche Bewegungen nachahmt. In Teslas eigenen Werken sammeln diese Roboter bereits Daten für die neuronalen Netze des Unternehmens.

    BMW bringt Humanoiden nach Europa

    Auch der deutsche Premium-Autobauer geht in die Offensive. Diese Woche startete die BMW Group eine neue Testphase mit humanoiden Robotern im Werk Leipzig. Es ist die erste Integration dieser Technologie in dieser Größenordnung in einer europäischen Automobilfabrik. Zum Einsatz kommt der AEON-Roboter des Zürcher Unternehmens Hexagon Robotics.

    Die Leipziger Initiative baut auf einem zehnmonatigen Pilotprojekt im US-Werk Spartanburg auf. Dort unterstützte 2025 der Roboter Figure 02 die Produktion von über 30.000 BMW X3. Er bewegte mehr als 90.000 Komponenten und absolvierte rund 1,2 Millionen Schritte. Die gewonnenen Daten bewiesen: Humanoide Systeme können repetitive, körperlich anstrengende Aufgaben sicher und präzise übernehmen.

    In Leipzig liegt der Fokus nun auf der Montage von Hochvoltbatterien und der Fertigung von Außenkomponenten. Die AEON-Roboter sind mit fortschrittlicher Bewegungstechnik und Sensoren ausgestattet. Ein Schlüsselmerkmal: Sie können ihre eigenen Akkus in nur drei Minuten autonom wechseln. So ist ein nahezu unterbrechungsfreier Betrieb möglich.

    China setzt auf Hochgeschwindigkeits-Fertigung

    Das globale Rennen um Automatisierung beschleunigt sich auch in China. Eine neue Hochkapazitäts-Fertigungslinie in Guangdong erreichte Ende März 2026 ihren Vollbetrieb. Das Joint Venture zwischen Leju Robotics und Dongfang Precision kann nun alle 30 Minuten einen humanoiden Roboter produzieren. Das bedeutet den Wechsel von der Experimentierphase zur industriellen Serienfertigung …

    Quelle: Artikel auf ad-hoc-news.de

  • Japanische Krypto-Analysten warnen: Dann fällt der Bitcoin-Kurs auf 10.000 US-Dollar

    Noch hält sich Bitcoin wacker, doch es droht ein neuer Crash. Ein Report enthüllt, in welchem Szenario die Kryptowährung erneut stark einbrechen könnte …

    Die größte Schwachstelle liege derzeit “in der Struktur der CME-Bitcoin-Futures”. Laut den Analysten hat das Open Interest einen Stand von etwa 18.000 bis 20.000 BTC erreicht, wobei sich der Schwerpunkt auf kurzfristige Kontrakte konzentriert. Daher werde die Bitcoin-Preisbildung zunehmend von gehebelten Positionen und weniger von der Spot-Nachfrage bestimmt. Das Problem: Eine solche Struktur sei äußerst fragil.

    “Unter Stress werden Positionen eher durch Liquidation als durch Rollover aufgelöst, was einen kaskadierenden Verkaufsdruck erzeugt”, heißt es in dem auf CryptoQuant veröffentlichten Report. In einem moderaten Szenario könnte der Bitcoin-Kurs daher von 70.000 US-Dollar auf 50.000 US-Dollar (-25–30 Prozent) fallen. Sollten die Abflüsse aus ETFs und die schwache Spot-Nachfrage anhalten, würde sich das mittelfristige Abwärtspotenzial sogar auf 30.000–20.000 US-Dollar (-60–70 Prozent) ausweiten.

    Entscheidet die Straße von Hormus über das Schicksal von Bitcoin?

    In einem “Extremfall” – etwa bei einer längeren Sperrung der Straße von Hormus oder einem vollumfänglichen Krieg – könnte “die weltweite Liquidität zusammenbrechen”. Die düstere Prognose von XVIN Research: “Bei einem Kursrückgang der Aktien um mehr als 30 Prozent und einem Ölpreis von 150–200 US-Dollar könnte der BTC-Kurs auf 10.000 US-Dollar (-80 Prozent) fallen.” Die wichtigste Erkenntnis für Anleger sei nun, dass es sich bei Bitcoin um keinen sicheren Hafen handle, sondern um einen liquiditätsgetriebenen Vermögenswert mit struktureller Anfälligkeit …

    Bloomberg-Analyst Mike McGlone warnte bereits im Februar, dass die “Krypto-Blase implodieren” und der Bitcoin-Kurs auf 10.000 US-Dollar fallen könnte …

    Quelle: Artikel von Tobias Zander auf btc-echo.de

  • Bitcoin-Sicherheit: Quanten-Angriff effizienter als gedacht

    Ein supraleitender Quantencomputer mit 1.200 fehlerkorrigierten Qubits – in echter Hardware entspricht das weniger als 500.000 physischen Qubits – und 90 Millionen Rechenschritten könnte den privaten Schlüssel eines Bitcoin-Nutzers berechnen – also die kryptografische Grundlage der Bitcoin-Sicherheit brechen. Bitcoins durchschnittliche „Blockzeit“ – also der Abstand zwischen zwei dauerhaft gespeicherten Transaktionsbündeln – beträgt zehn Minuten.

    Laut dem Whitepaper von Google Quantum AI ließe sich die Verschlüsselung jedoch im günstigsten Fall in neun Minuten aushebeln. Den zugehörigen Zero-Knowledge-Beweis nebst Quellcode liefern die Forscher gleich mit …

    Millionen Bitcoin als dauerhaftes Angriffsziel

    Unabhängig von der Frage der Transaktionsgeschwindigkeit gibt es eine zweite, strukturelle Bedrohung, die keine Echtzeit-Fähigkeit erfordert: Adressen, deren öffentlicher Schlüssel bereits dauerhaft sichtbar ist. Laut Paper sind derzeit rund 6,9 Millionen Bitcoin durch exponierte öffentliche Schlüssel gefährdet – darunter rund 1,7 Millionen BTC in sogenannten P2PK-Adressen, einem veralteten Adressformat aus der Frühzeit von Bitcoin, bei dem der öffentliche Schlüssel direkt auf der Blockchain gespeichert ist …

    Quelle: Artikel von Dr. Volker Zota auf heise.de

  • In Großbritannien entwickelter humanoider Roboter bewährt sich im realen Logistikeinsatz

    Der HMND 01 von Humanoid hat einen ersten Testlauf in einem Werk eines Automobilzulieferers absolviert. Dabei erhielt der Roboter seine Anweisungen direkt aus der Betriebssoftware des Unternehmens.

    Falls Fabrikarbeiter befürchten, durch Roboter ersetzt zu werden, liefert ein britisches Robotikunternehmen derzeit wenig Anlass zur Entwarnung. Humanoid hat seinen Roboter HMND 01 Alpha Wheeled nun unter realen Bedingungen in einem Werk des Automobilzulieferers Martur Fompak getestet …

    Angetrieben wurde der Roboter von Humanoids KinetIQ-AI-Plattform, die ihn in die Lage versetzt, sich an wechselnde Produktionsanforderungen anzupassen. Die Pilotphase lief von Januar bis Februar 2026, wobei der HMND 01 Lasten von bis zu 8 Kilogramm bewegte. Laut Humanoid arbeitete der Roboter dabei auch unter realen Bedingungen zuverlässig.

    Quelle: Artikel von Keji Folowosele, übersetzt von Marius Müller, veröffentlicht auf: notebookcheck.com

  • Wie KI das C-Level-Management entwertet

    Die IT-Branche gibt ein Vermögen für C-Level-Manager aus. Mit KI werden deren Entscheidungen schneller und besser. Zeit, um dort endlich abzuspecken.

    Bei der Betriebsversammlung lobt der Chief Executive Officer eines IT-Konzerns seine weisen und brillanten Entscheidungen, die denen der Konkurrenz überlegen waren, und stimmt die Belegschaft wie gewohnt auf harte Zeiten ein. Golem wollte von Tori Paulman, Vice President Analyst bei Gartner, wissen, ob KI nicht für weniger Geld solche Höchstleistungen des C-Levels zwischen Meetings und Golfplatz ersetzen könne …

    „Laut einem Bericht des Economic Policy Institute vom September 2025 ist das Gehaltsverhältnis von CEOs zu Arbeitnehmern in den vergangenen sechs Jahrzehnten dramatisch gestiegen. Im Jahr 2024 verdienten CEOs 281-mal so viel wie der durchschnittliche Beschäftigte, verglichen mit nur 21-mal so viel im Jahr 1965. Diese Zahlen verdeutlichen die erheblichen Investitionen, die Unternehmen in Führungskräfte tätigen“, sagt Paulman …

    Immer mehr Business-Entscheidungen KI-gestützt

    Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2027 die Hälfte aller Geschäftsentscheidungen KI-gestützt sein wird. Unternehmen sollten wirkungsvolle, realisierbare und skalierbare Anwendungsfälle priorisieren und Schulungen anbieten, damit Führungskräfte lernen, KI als Sparringspartner einzusetzen, erklärte Paulman …

    Quelle: Artikel von Achim Sawall auf golem.de

  • Rossmann testet ersten humanoiden Roboter in der Logistik

    Die Drogeriekette Rossmann testet einen humanoiden Roboter an ihrem Logistikstandort nahe Hannover. Der Roboter kann eigenständig seine Batterien wechseln.

    Walker S2 wechselt Batterien selbst

    In mehreren Projektphasen testet Rossmann, wie er in die bestehenden Abläufe der Logistik integriert werden kann – von ersten Use-Case-Szenarien über den schrittweisen Einsatz in der Praxis bis hin zur Bewertung einer möglichen Ausweitung. Der Walker S2 kann seine Batterie eigenständig wechseln und ist speziell für industrielle und logistische Anwendungen entwickelt worden. Die Batterien sind als Doppelbatteriesystem ausgeführt, sodass sich jeweils eine der Batterien im Betrieb auswechseln lässt. Eine Batterie liefert Energie für zwei Stunden langes Laufen oder etwa vier Stunden Arbeit im Stehen.

    UBTech verspricht, dass der Walker S2 selbstständig erkennt, wann seine Energie zur Neige geht und wann ein Akkutausch notwendig ist, um bestimmte Arbeiten weiter ausführen zu können. Der Roboter soll so länger durchhalten und komplett autonom arbeiten können. Angestrebt ist, dass solche humanoiden Roboter in der Fertigung oder bei Dienstleistungen durchgängig rund um die Uhr einsetzbar sind …

    Quelle: Artikel von Niklas Jan Engelking auf heise.de

  • BFH-Urteil 2026: Erbschaftsteuer könnte drastisch steigen

    Viele wiegen sich bei Schenkungen in falscher Sicherheit. Ein neues BFH-Urteil zeigt: Der Fiskus darf rückwirkend zugreifen. Wer jetzt nicht handelt, zahlt morgen.

    Viele Unternehmer und Privatpersonen sagen sich „Solange kein neues Erbschaftsteuergesetz beschlossen ist, gilt das alte Recht“ Wer also heute Betriebsvermögen überträgt oder eine Schenkung vornimmt, meint, sich auf die bekannten Freibeträge und Verschonungsregeln verlassen zu können. So die weit verbreitete Annahme. Sie ist falsch.

    Der Bundesfinanzhof hat mit einem Urteil vom 20. November 2025, das erst am 26. März 2026 veröffentlicht wurde, unmissverständlich klargestellt, dass die rückwirkende Anwendung des Erbschaftsteuergesetzes auf Schenkungen, die vor der Verkündung des Gesetzes stattgefunden haben, verfassungsrechtlich zulässig ist (BFH, II R 7/23). Im konkreten Fall ging es um eine Schenkung vom 24. Juli 2016. Das Gesetz, das auf diese Schenkung angewendet wurde, trat erst am 9. November 2016 in Kraft – also fast vier Monate später.

    Urteil ist ein Weckruf

    Dieses Urteil mag auf den ersten Blick wie eine juristische Feinheit wirken. In Wahrheit ist es ein Weckruf. Denn was 2016 geschah, kann sich 2026 wiederholen – mit noch weitreichenderen Folgen.

    Am 17. Dezember 2014 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen im Erbschaftsteuergesetz für verfassungswidrig (1 BvL 21/12). Die §§ 13a und 13b ErbStG, die es ermöglichten, Betriebsvermögen weitgehend steuerfrei auf die nächste Generation zu übertragen, verstießen gegen den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG. Das Gericht setzte dem Gesetzgeber eine Frist bis zum 30. Juni 2016.

    Rückwirkung ist verfassungsgemäß

    Der Gesetzgeber ließ die Frist verstreichen. Der Bundestag beschloss die Reform zwar am 24. Juni 2016, doch der Bundesrat rief den Vermittlungsausschuss an. Erst am 9. November 2016 wurde das Gesetz verkündet – mit Rückwirkung auf den 1. Juli 2016. Damit galten für alle Schenkungen und Erbfälle ab diesem Datum Regeln, die zum Zeitpunkt der Übertragung noch gar nicht existierten.

    Genau diese Rückwirkung hat der BFH jetzt in seinem Urteil vom 26. März 2026 als verfassungsgemäß bestätigt. Die Begründung sagt, dass bereits mit dem Bundestagsbeschluss vom 24. Juni 2016 ein schutzwürdiges Vertrauen in den Fortbestand des alten Rechts entfallen sei. Wer nach diesem Datum noch Vermögen übertrug, konnte sich nicht mehr auf die bisherige Rechtslage berufen …

    Was das für Familienunternehmer bedeutet

    Für Familienunternehmer ist die Lage ernst. Wer ein Unternehmen mit einem Wert oberhalb von fünf Millionen Euro in der nächsten Generation halten und damit Wert und Arbeitsplätze erhalten möchte, muss heute analysieren, was eine Reform nach dem SPD-Modell steuerlich bedeuten würde. Die bisherigen Verschonungsregeln – Regelverschonung zu 85 Prozent, Optionsverschonung zu 100 Prozent – könnten ersatzlos wegfallen …

    Was das für Privatpersonen bedeutet

    Aber die Reform betrifft nicht nur Unternehmer. Auch Privatpersonen, die bisher klug mit der Zehn-Jahres-Regel gearbeitet haben, stehen vor einem Paradigmenwechsel.

    Wer in den vergangenen Jahrzehnten alle zehn Jahre eine Schenkung an seine Kinder vorgenommen hat – jeweils innerhalb des Freibetrags von 400.000 Euro –, konnte über zwei oder drei Zyklen hinweg erhebliche Vermögenswerte steuerfrei übertragen. Eine Immobilie im Wert von 1,2 Millionen Euro ließ sich so über 30 Jahre vollständig ohne Erbschaftsteuer an das Kind weitergeben.

    Nach dem SPD-Modell wäre das vorbei. Der Lebensfreibetrag von 900.000 Euro aus der Familie ist ein einmaliges Budget. Alle bisherigen Schenkungen werden nach dem SPD-Modell dauerhaft angerechnet. Wer bereits 400.000 Euro übertragen hat, dem stehen nur noch 500.000 Euro an steuerfreiem Volumen zur Verfügung – für das gesamte restliche Leben.

    Besonders brisant: In Ballungsräumen wie München, Frankfurt, Stuttgart oder Hamburg liegen Immobilienwerte längst deutlich über einer Million Euro. Der Lebensfreibetrag von 900.000 Euro reicht dort nicht einmal aus, um eine durchschnittliche Eigentumswohnung der Eltern steuerfrei an die nächste Generation zu übertragen …

    Gesetzgeber kann und darf rückwirkend in die Erbschaftsteuer eingreifen

    Der BFH hat mit seinem Urteil vom März 2026 den letzten Beweis geliefert, dass der deutsche Gesetzgeber kann und darf rückwirkend in die Erbschaftsteuer eingreifen kann. Das Bundesverfassungsgericht hat ihm diese Befugnis 2014 erteilt, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es diesmal anders entscheiden wird.

    Die Uhr tickt. Wer heute nicht handelt, zahlt morgen.

    Quelle: Artikel von Christian Hansen auf focus.de

  • Bankensterben auf dem Land: Was hinter dem Fusionsdruck steckt

    In der Gemeinde Rechtmehring im Westen des Landkreises Mühldorf am Inn und in den Nachbargemeinden Soyen und Albaching im Landkreis Rosenheim sorgen sich viele Menschen um das Bestehen ihrer RSA Bank. Das genossenschaftliche Institut soll in Schwierigkeiten stecken. Grund dafür: Wertberichtigungen von Immobilien. Es soll um rund 60 Millionen Euro gehen, die ausfallen könnten. In dieser Höhe übernimmt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) Garantien.

    Kleine Volksbank unter Druck: Die RSA wird zum Übernahmekandidaten

    Ohne Hilfe des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken hätte sie zu wenig Eigenkapital und damit die gesetzlichen Vorgaben klar verfehlt, so die RSA Bank. Seit 1899 ist das Institut vor Ort fest verwurzelt, hat nach eigenen Angaben über 100 Beschäftigte und 14.000 Kundinnen und Kunden. Die Bank ist darüber hinaus ein wichtiger Gewerbesteuerzahler …

    So viele Genossenschaftsbanken sind bereits verschwunden

    In den vergangenen Jahrzehnten haben sich viele kleine Genossenschaftsbanken zu großen Instituten zusammengeschlossen. Ihre Zahl sank laut dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) von über 7.000 im Jahr 1970 auf rund 670 im Jahr 2024 – ein Rückgang um etwa 90 Prozent. Auch die Zahl der Filialen schrumpfte deutlich, von mehr als 18.000 auf knapp 7.000 …

    Bankenschwund auf dem Land – mit Folgen für den Mittelstand

    Für den Mittelstand sei das eine schlechte Nachricht, so Christoph Kaserer, Professor für Finanzmanagement und Kapitalmärkte an der Technischen Universität München.

    „Wir wissen, dass Kreditvergabe – gerade für den Mittelstand und kleine Unternehmen – viel mit persönlichen Kontakten zu tun hat“, sagt er. Diese Kontakte beruhten auch auf den Erfahrungen, die Bankmitarbeitende mit einem Unternehmen gesammelt haben. Gehe diese Nähe verloren, könne es für kleine und mittelständische Firmen schwieriger werden, Kredite zu bekommen, so der Experte …

    Quelle: Artikel von Johannes Lenz auf br.de

  • Explodierende Staatsschulden: Kiyosaki sieht Goldpreis bei 35.000 US-Dollar

    Der Finanz-Guru Robert Kiyosaki schockt mit einer Prognose von 35.000 US-Dollar für Gold. Auslöser dafür soll das Platzen einer gigantischen Blase sein.

    Der Bestseller-Autor und Investor Robert Kiyosaki schlägt erneut Alarm. In gewohnt provokanter Manier warnt er auf der Plattform X vor dem Platzen der „größten Blase der Geschichte“. Seine Prognose für die Zeit nach dem Knall ist astronomisch: Er rechnet damit, dass der Goldpreis innerhalb eines Jahres nach dem Kollaps auf 35.000 US-Dollar pro Unze steigen wird.

    Kiyosakis Vorhersage basiert auf einem Szenario des totalen Systemversagens. Seine Argumentation stützt sich auf drei Säulen:

    1. Die explodierenden Schulden der USA: Vor allem die US-Staatsverschuldung erreiche ein Niveau, das kein Wirtschaftssystem mehr absorbieren könne, sagt Kiyosaki. Tatsächlich dürften die explodierenden Kosten für den Krieg im Nahen Osten einiges dazu beitragen.
    2. Währungsabwertung: Während Zentralbanken Geld endlos drucken können, ist Gold physisch limitiert.
    3. Flucht in Sachwerte: Sobald Papierwerte (Aktien, Anleihen) implodieren, werde eine massive Kapitalflucht in „hartes Geld“ den Preis vervielfachen.

    Der Autor von „Rich Dad Poor Dad“ rechnet auch mit einer Preisexplosion bei Silber auf 200 US-Dollar …

    Quelle: Artikel von Ingo Kolf auf wallstreet-online.de

  • Ed Yardeni bleibt bei seiner 10.000$-Goldprognose! Andere bleiben auch bullish

    Trotz der jüngsten Talfahrt des Goldpreises bleiben viele Analysten langfristig bullish. Ed Yardeni sieht weiterhin 10.000 US-Dollar je Feinunze bis zum Ende des Jahrzehnts. Andere sehen ebenfalls langfristig Potenzial …

    Mit seiner langfristig bullishen Einschätzung für Gold steht Yardeni jedoch nicht alleine da. Justin Lin, Anlagestratege bei Global X ETFs, erklärte am Dienstag gegenüber CNBC, sein Basisszenario für Gold liege weiterhin bei 6.000 US-Dollar pro Unze bis zum Jahresende. Er bezeichnete den jüngsten Kursrückgang als „attraktiven Einstiegspunkt für Anleger.“

    Rajat Bhattacharya, Senior Investment Strategist bei Standard Chartered, sieht dies ähnlich: „Wir sehen Gold langfristig weiterhin positiv. Gestützt wird diese Einschätzung durch strukturelle Faktoren wie die starke Nachfrage der Zentralbanken aus Schwellenländern und die Diversifizierungsbestrebungen der Anleger angesichts geopolitischer Risiken.“

    Quelle: Artikel von Ferdinand Hammer auf wallstreet-online.de

  • Künstliche Intelligenz: Digitalminister erwartet drastische Umbrüche in der Arbeitswelt

    Künstliche Intelligenz wird den Arbeitsmarkt grundlegend verändern, sagt Karsten Wildberger. Er plädiert für das bedingungslose Grundeinkommen, um den Wandel aufzufangen …

    Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch künstliche Intelligenz (KI). „Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende“, sagte Wildberger der Neuen Osnabrücker Zeitung.

    Er sei überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen diese Umwälzungen am Arbeitsmarkt teilweise auffangen könne. Allein ausreichen werde es jedoch nicht. Zum einen brauche der Mensch sinnstiftende Tätigkeit. „Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden“, sagte er.

    Zum anderen müsse Deutschland in KI-Technologie führend werden. Das würde zu dem nötigen Wachstum führen, um den Wandel aktiv mitzugestalten. Nötig seien „deutlich höhere Steuereinnahmen, damit wir mit dem Geld den Jobmarkt umbauen können“.

    „Wir müssen uns zusammenraufen“
    Es sei unmöglich, diese Entwicklung aufzuhalten, sagte Wildberger. Er plädiere dafür, KI nicht abzulehnen, sondern für sich zu nutzen. „Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren.“ Er appelliere an Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Zivilgesellschaft: „Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten.“ Durch KI entstünden auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen.

    Es sei noch nicht zu spät, um im Bereich der künstlichen Intelligenz aufzuholen. „Die Chinesen haben eindrücklich bewiesen, wie unglaublich schnell man aufholen und andere teils überflügeln kann“, sagte Wildberger. Deutschland sei nun endlich aufgewacht und dürfe nicht wieder „wegdösen“. „Denn dann können wir nur in einem Albtraum aufwachen.“

    Quelle: Artikel auf zeit.de

  • Vom Rekordhoch in den Keller: Warum Gold im Iran-Krieg als „Sicherer Hafen“ versagt

    Monatelang war der Kauf von Gold eine sichere Sache.

    Es war der Hauptprofiteur des sogenannten Debasement-Trades, bei dem Anleger den US-Dollar und Staatsanleihen zugunsten des Edelmetalls abstießen. Es diente als wichtiges Material für den weltweiten Ausbau von Rechenzentren. Und, was vielleicht am bemerkenswertesten ist: Es wurde zu einem Favoriten der Privatanleger.

    Über einen glanzvollen Zeitraum von mehreren Monaten verwandelte sich ein als sicherer Hafen bekanntes Gut in eine spekulative Wette. Die Gewinne waren robust – bis jetzt.

    Zuerst kam es Ende Januar zu einem reflexartigen Ausverkauf bei Gold, nachdem Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender nominiert worden war. Doch das Metall konnte diesen Verlust weitgehend wieder wettmachen. Seit Beginn des Iran-Krieges liegt Gold nun jedoch wieder mehr als 10 Prozent im Minus …

    Woran liegt das? Wenn die Inflation derzeit die Hauptsorge der Anleger ist, sollte dann nicht die historische Rolle von Gold als Inflationsschutz das Metall nach oben treiben? In diesem Fall nicht.

    Hier sind drei Gründe, warum Gold auf Talfahrt gegangen ist:

    1. Gold bildet die Inflation nicht wirklich ab
      Gold mag in der Vergangenheit als Inflationsschutz gedient haben, aber es folgt nicht direkt der Inflation. Stattdessen bewegt sich das Metall mit den inflationsbereinigten Zinssätzen – und diese sind seit Beginn des Iran-Krieges kräftig gestiegen.
    2. Der Markt hat die Hoffnung auf Zinssenkungen aufgegeben
      Die Anleiherenditen sind während des Iran-Krieges gestiegen, weil sich die Anleger auf einen energiegetriebenen Inflationsschub einstellen. Jerome Powell sagte am Mittwoch, dass die Fed dies genau beobachtet. Auch die Benzinpreise an den US-Tankstellen sind bereits gestiegen.

    All dies hat die Aussichten auf Fed-Zinssenkungen zunichtegemacht. Bis Donnerstag preiste der Anleihemarkt für das Jahr 2026 keine einzige Senkung mehr ein. Da Gold keine Zinsen abwirft, verliert es an Attraktivität, wenn die Anleiherenditen steigen.

    1. Spekulative Gewinne lösen sich in Luft auf
      Die Anlegergruppen, die die Spekulationen im Privatsektor vorantreiben, gelten am Markt meist als schwache Hände. Sobald die einfachen Gewinne ausbleiben und der Hype vorbei ist, neigen sie dazu, fluchtartig den Ausstieg zu suchen.

    Der Marktveteran Ed Yardeni fasste es am Donnerstag treffend zusammen: „Profitmitnahmen nach einem kometenhaften Aufstieg“.

    Wohin flüchten die Anleger also, während Gold schwächelt und Anleihen verkauft werden? Der US-Dollar ist ein primäres Ziel. Der US-Dollar-Index ist seit Kriegsbeginn um zwei Prozent gestiegen und die Währung hat gegenüber den meisten globalen Vergleichswährungen zugelegt.

    Die Zukunft von Gold wird davon abhängen, wie lange der Iran-Krieg dauert, was wiederum bestimmt, wann die Inflationssorgen nachlassen. Erst wenn sich diese Nervosität legt – und die schwachen spekulativen Hände aus dem Markt gespült wurden – kann das Metall seinen Status als sicherer Hafen zurückgewinnen …

    Quelle: Artikel von Joe Ciolli auf yahoo.com

  • Mehr als 200 Milliarden Dollar: Bericht: Pentagon will riesiges Budget für Iran-Krieg

    Der von den USA gestartete Krieg gegen den Iran sorgt für milliardenschwere Kosten aufseiten Washingtons. Das Verteidigungsministerium von Pete Hegseth will dafür nun 200 Milliarden Dollar vom Kongress. Doch beim Auffüllen der Waffenvorräte gibt es einen Haken.

    Das US-Verteidigungsministerium will für den Einsatz gegen den Iran offenbar ein 200 Milliarden Dollar schweres Budget. Das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, einen entsprechenden Antrag an den Kongress zu genehmigen, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte US-Offizielle.

    Dieser Betrag würde die Kosten der bisherigen massiven Luftangriffe der USA bei Weitem übersteigen. Diese sollen alleine für die ersten sechs Tage rund 11,3 Milliarden Dollar betragen haben. Der Antrag soll vielmehr darauf abzielen, die Produktion von solchen Waffentypen grundsätzlich zu steigern, die von den US-Streitkräften und der israelischen Armee in den vergangenen Wochen gehäuft eingesetzt wurden. So sollen die allgemeinen Bestände ausgebaut und nicht nur aufgefüllt werden …

    Unabhängig von den Beschlüssen des Kongresses könnte sich schneller Nachschub für das US-Militär als schwierig erweisen. Experten zufolge ist unklar, ob die Verteidigungsindustrie in den Vereinigten Staaten die Produktion in ausreichendem Maße steigern könne und das notwendige Personal, Produktionsräumlichkeiten sowie die relevanten Ressourcen zur Verfügung habe. „Nur weil man viel Geld in die industrielle Basis steckt, bekommt man die Dinge nicht unbedingt schneller, aber ohne diese Investitionen wird es definitiv nicht schneller gehen“, sagte Elaine McCusker, die ehemalige Finanzkontrolleurin des Pentagon, die nun am American Enterprise Institute den Verteidigungshaushalt analysiert, der „Washington Post“.

    Quelle: Artikel auf n-tv.de

  • China senkt in Afrika die Zölle auf null – nur für ein Land nicht

    Während Donald Trump die Welt mit Zöllen übersät, macht China das Gegenteil. Importe aus fast allen afrikanischen Staaten sind ab dem 1. Mai 2026 von Zöllen befreit …

    Warum senkt China die Zölle?

    China positioniert sich mit diesem Manöver als Gegenpol zu den USA. «China stösst in die Lücke, die Amerika hinterlässt, weil sie Afrika schlecht behandeln», sagt Rolf Langhammer, Ökonom am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, der sich auf internationalen Handel und Entwicklungs- und Schwellenländer konzentriert, der FAZ. Während Donald Trump die Zölle diverser afrikanischer Länder erhöht und den Handel erschwert, bietet sich das Reich der Mitte als attraktive Alternative an. China stärkt seine ökonomische Diplomatie und Softpower an Orten, wo die USA das Gegenteil tun.

    Seit über 20 Jahren konnten 32 afrikanische Länder über 1800 Produkte zollfrei in die USA verkaufen. Im September 2025 liess Donald Trump das dafür verantwortliche Handelsabkommen African Growth and Opportunity Act (AGOA) auslaufen. Stattdessen brummten die USA am Liberation Day den Partnerländern mindestens zehn Prozent Zoll auf …

    Fast zwei Drittel der exportierten Waren aus Afrika sind Rohstoffe wie Rohöl, Gold, Kupfer, Eisen und Aluminium …

    Quelle: Artikel auf watson.ch

  • Die deutsche Regierung bricht ihr Versprechen und macht neue Schulden, ohne zu investieren. Das hat fatale Folgen

    Statt die zusätzlichen Schulden in Investitionen in die Infrastruktur zu stecken, nutzt die Bundesregierung das kreditfinanzierte Sondervermögen als Verschiebebahnhof. Das zerstört das Vertrauen in die Politik und kommt die Steuerzahler teuer zu stehen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz hatte versprochen, die neuen Schulden für Investitionen zu verwenden …

    Quelle: Artikel von Malte Fischer auf nzz.ch

  • Insolvenzen in der Holzwirtschaft: Pleitewelle: Holzbaufirma insolvent – nach 160 Jahren Holzbau die endgültige Pleite

    Für die Verantwortlichen von Mocopinus selbst, wie CEO Ulrich Braig, ist die Insolvenz ein Zeugnis für die schwierigen Lage der Bau- und Holzbranche …

    Für die Holzbaufirma Mocopinus endet nach 160 Jahren die Firmengeschichte. Rund 270 Mitarbeiter sind betroffen. Das auf Holzbauunternehmen kann die Insolvenz nicht mehr abwenden und muss alle Standorte in Deutschland schließen …

    Das 1865 gegründete Unternehmen galt in Deutschland über die letzten Jahrzehnte als eines der führenden Industriewerke für Holzveredelungen und war auf Vollholzprofile für Fassaden, Innenausbau und Terrassen sowie auf eigene Oberflächen und Beschichtungen spezialisiert. Die Produkte und Materialinnovationen waren teilweise preisgekrönt – unter anderem erhielt Mocopinus 2021 für sein „karbonisiertes Holz“ den Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte.

    Quelle: Artikel von Dr. Olaf Zinke auf agrarheute.com

  • So wird das Sondervermögen verplempert

    Vor einem Jahr bewilligte der Bundestag ein riesiges Schuldenpaket für neue Investitionen. Eine Studie legt nahe: Das Geld wurde zu 95 Prozent zweckentfremdet.

    Vor einem Jahr genehmigte der Bundestag ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich – anders als es der Name suggeriert – um neue Schulden. Für sie beschloss der Bundestag eine Ausnahme von der Schuldenbremse.

    Dafür änderten CDU, CSU, SPD und Grüne mit einer Zweidrittelmehrheit das Grundgesetz. Der Beschluss war umstritten – auch weil Friedrich Merz (CDU) im Wahlkampf noch den Eindruck vermittelt hatte, er sei gegen neue Schulden.

    Die Schulden für das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wurden an eine Bedingung geknüpft: Sie müssen für zusätzliche Investitionen verwendet werden. Um mehr kaputte Straßen und Brücken zu reparieren und mehr in den Klimaschutz zu investieren. Höhere Schulden für die Verteidigung spielen hier keine Rolle, sie sind davon unabhängig geregelt …

    Quelle: Artikel von Kolja Rudzio und Julian Stahnke auf zeit.de

  • Bayern: Arbeitsverträge gekündigt: Deutscher Händler schließt nach 25 Jahren alle Filialen

    Die letzten beiden Standorte des Einzelhändlers „Box – Der KleinPreisKönig“ in Bayern machen dicht. Das liege unter anderem auch an der Konkurrenz im Internet.

    München – Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist Schluss: Die bayerische Einzelhandelskette „Box – Der KleinPreisKönig“ stellt ihren Betrieb vollständig ein. Wie chip.de berichtet, folgen nach bereits mehreren Schließungen nun auch die letzten beiden Standorte in Traunstein und Bad Reichenhall. Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von den betriebsbedingten Kündigungen betroffen. Gegründet im Jahr 2000 im oberbayerischen Erlstätt, wuchs das Unternehmen schnell auf ein Netz von 13 Geschäften an – unter anderem in Rosenheim, Prien am Chiemsee, Freilassing und Burghausen.

    Arbeitsverträge gekündigt: Deutscher Händler schließt nach 25 Jahren alle Filialen

    Die Läden waren bekannt für günstige Haushaltswaren, Dekoartikel und kleine Geschenkideen – ein Sortiment, das einst gut funktionierte, jedoch zunehmend unter Druck geriet. Wie BGLand24.de weiter meldet, macht Geschäftsführer Anderl Knorr-Gulde vor allem den wachsenden Onlinehandel für den Rückgang verantwortlich: „Es gibt auch insgesamt immer weniger ‚Analog-Shopper‘. Und alle, die nachkommen, bestellen fleißig im Internet.“ Hinzu kämen steigende Kosten, Bürokratie und Personalmangel, die das Geschäft zusätzlich erschwert hätten …

    Quelle: Artikel auf merkur.de

  • Rückschlag für Bayerns Biertradition: 300 Jahre alte Brauerei gibt auf

    Eine bayerische Brauerei mit 300 Jahre alter Geschichte schließt. Damit setzt sich ein Trend fort, der die Vielfalt der bayerischen Biere bedroht.

    Immer mehr kleine Brauereien in Bayern stellen den Betrieb ein. Nun schließt die Privatbrauerei Josef Lang in der niederbayerischen Gemeinde Jandelsbrunn nach drei Jahrhunderten. Die Gründe sind typisch für die Branche. Der geschäftsführende Gesellschafter Eugen Brühmüller gab der „Passauer Neuen Presse“ zufolge „mit großem Bedauern“ bekannt, den Betrieb bis Ende März schließen zu müssen.

    Ehemals hochfürstlich, stellt die Brauerei bereits seit 1708 Bier her. 1998 übernahm die Familie des heutigen Geschäftsführers Brühmüller den Betrieb. Da dieser nun keinen Nachfolger und keine Nachfolgerin für sich finden kann, bleibt die Schließung der Brauerei Lang die einzige Option.

    Die Brauerei in Jandelsbrunn ist kein Einzelfall: Seit 2019 haben 137 Braustätten in Bayern geschlossen. Im Januar 2026 hatte der Brauereibetrieb Schneider Weiße zwei kleinere Braustätten übernommen. Grund für den Trend sind der sinkende Bierkonsum in Deutschland sowie hohe Energiekosten für viele Betriebe …

    Quelle: Artikel auf t-online.de

  • Steht Fabrik-Revolution bevor? 5 Millionen Humanoide Roboter bis 2040: Warum Schaeffler jetzt vorlegt

    Humanoide Roboter rücken in die Fabrik vor: Schaeffler plant hunderte Einsätze in Europa. Weltweit könnten bis 2040 bis zu 5 Millionen zum Einsatz kommen …

    Bei Schaeffler wird der Humanoide Roboter Digit von Agility Robotics in Fabriken teilweise bereits eingesetzt, wie das Wall Street Journal berichtet. Derzeit muss ein Mitarbeiter von Agility Robotics, die Arbeit des humanoiden Roboters noch überwachen. Dies soll allerdings bald beendet sein …

    Quelle: Artikel von Paul Späthling auf wallstreet-online.de

  • Überweisungen im Fokus der Banken: Seit März wurden die Kontrolle erhöht

    Mit der neuen Verordnung prüfen Banken Überweisungen und Kontobewegungen noch strenger.

    Es ist nur eine Überweisung. Doch wie hoch sind die Summen? Wie oft überweisen wir Geld an bestimmte Konten? Seit März haben Banken die Kontrolle erhöht. Sie können und müssen deutlich häufiger Rückfragen stellen. Grund dafür ist die neue GwG-Meldeverordnung (GwGMeldV).

    Geldwäschemeldeverordnung und Geldwäschegesetz – was steckt dahinter?

    Dazu heißt es unter anderem bei der Industrie- und Handelskammer (IHK): „Mit Inkrafttreten am 1. März 2026 schafft die Geldwäschemeldeverordnung bundeseinheitliche Vorgaben für Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz“. Geregelt werden:

    • die technische Form der Meldung (XML-Format, strukturierte Felder)
    • die Pflichtangaben wie Aktenzeichen, Meldegründe, beteiligte Personen, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionsdetails
    • Zusatzangaben bei der Transaktion mit Kryptowerten, Immobilien oder SWIFT-Verfahren,
    • die Möglichkeit alternativer Übermittlungswege bei technischen Problemen …

    Was müssen Kunden mit der Meldeverordnung der Banken beachten

    Die Experten des Technik- und Verbraucherportals raten Bankkunden dennoch, einige Punkte zu beachten:

    • Größere oder ungewöhnliche Zahlungseingänge sollte man jederzeit nachvollziehbar erklären können. Hilfreich sind dabei Verträge, Rechnungen oder Verkaufsnachweise.
    • Sollte die Bank nach dem Zweck oder der Herkunft von Geld fragen, dann ist eine schnelle und sachliche Antwort wichtig. Eine verzögerte Reaktion kann dazu führen, dass sich Transaktionen verzögern oder Konten gesperrt werden.
    • Auslandsüberweisungen können besonders im Fokus stehen. Hier ist es wichtig, einen klaren Verwendungszweck anzugeben. Auf scherzhafte Begriffe sollte man verzichten.
    • Auch häufige oder hohe Bareinzahlungen gelten als auffällig. Wenn möglich, sollte man dies vermeiden oder wieder gut dokumentieren.
    • Kommt es zu einer Kontosperrung oder bleibt ein entsprechender Verdacht bestehen, sollte man schnell einen Fachanwalt für Bank- oder Strafrecht hinzuziehen …

    Quelle: Artikel von Dominik Jahn auf infranken.de

  • Lebensversicherung aus den 2000ern: Für Millionen Deutsche wird sie zur realen Geldvernichtungsmaschine

    Inflation frisst Rendite: Wann sich alte Lebensversicherungen noch lohnen, erklärt Versicherungsexperte Bastian Kunkel.

    Lebensversicherungen galten jahrzehntelang als sichere Säule der Altersvorsorge. Millionen Deutsche haben entsprechende Policen abgeschlossen – oft mit Laufzeiten von 20, 30 oder sogar 40 Jahren. Besonders Verträge aus den frühen 2000er-Jahren wurden mit vergleichsweise attraktiven Garantiezinsen beworben. Doch die wirtschaftliche Realität im Jahr 2026 hat sich deutlich verändert …

    Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und veränderte Kapitalmarktbedingungen führen dazu, dass viele alte Lebensversicherungen real deutlich weniger wert sind als ursprünglich erwartet. In einigen Fällen entwickeln sich diese Verträge sogar zu einer „realen Geldvernichtungsmaschine“.

    Garantiezins bedeutet nicht automatisch reale Rendite

    Viele Versicherte verlassen sich bei der Bewertung ihres Vertrags auf den garantierten Rechnungszins. Dieser lag je nach Abschlussjahr beispielsweise bei 3,25 Prozent, 2,75 Prozent oder 2,25 Prozent. Auf den ersten Blick wirkt das attraktiv – insbesondere im Vergleich zu den deutlich niedrigeren Garantien moderner Policen. Doch entscheidend ist nicht der nominale Zinssatz, sondern die reale Kaufkraftentwicklung. Wenn die Inflation über längere Zeiträume bei zwei bis drei Prozent oder darüber liegt, bleibt von der garantierten Verzinsung kaum noch reale Rendite übrig. In Phasen höherer Inflation kann die reale Rendite sogar negativ werden. Das bedeutet: Das angesparte Kapital wächst zwar nominell, verliert jedoch gleichzeitig an Kaufkraft.

    Inflation wirkt über Jahrzehnte besonders stark

    Der entscheidende Faktor ist die Zeit. Lebensversicherungen laufen häufig mehrere Jahrzehnte. Schon moderate Inflationsraten können über einen langen Zeitraum erhebliche Kaufkraftverluste verursachen. Ein Beispiel verdeutlicht die Dimension:

    Bei einer durchschnittlichen Inflation von drei Prozent halbiert sich die Kaufkraft eines Geldbetrags innerhalb von rund 24 Jahren. Ein heute ausgezahlter Betrag von 100.000 Euro hätte dann real nur noch eine Kaufkraft von etwa 50.000 Euro.
    Viele ältere Lebensversicherungen wurden jedoch ursprünglich mit Erwartungen kalkuliert, die deutlich niedrigere Inflationsraten unterstellten. Gleichzeitig fallen bei klassischen Verträgen Kosten für Abschluss, Verwaltung und Risikoschutz an. Diese Kosten mindern zusätzlich die tatsächliche Rendite.

    Überschussbeteiligung ist keine Garantie

    Neben dem Garantiezins spielt bei klassischen Lebensversicherungen die sogenannte Überschussbeteiligung eine wichtige Rolle. Versicherer beteiligen ihre Kunden an erwirtschafteten Überschüssen aus Kapitalanlage, Risikoergebnis und Kostenentwicklung. In Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen sind diese Überschüsse jedoch deutlich gesunken. Während früher Gesamtverzinsungen von vier bis fünf Prozent möglich waren, liegen viele laufende Verzinsungen heute spürbar darunter. Damit schrumpft auch der Abstand zur Inflationsrate. Das Problem: Überschüsse sind nicht garantiert und können jederzeit angepasst werden.

    Welche Optionen Versicherte heute haben

    Wenn Sie eine ältere Lebensversicherung besitzen, stehen grundsätzlich mehrere Handlungsoptionen zur Verfügung …

    Die entscheidende Frage: Wie hoch ist die reale Rendite?

    Letztlich geht es bei jeder Altersvorsorge um eine zentrale Frage: Wie entwickelt sich die Kaufkraft des angesparten Kapitals?
    Eine Lebensversicherung kann nominell wachsen und dennoch real an Wert verlieren. Inflation wirkt langfristig wie ein unsichtbarer Kostenfaktor. Deshalb sollten ältere Verträge regelmäßig überprüft werden – insbesondere hinsichtlich:

    • tatsächlicher Rendite nach Kosten
    • Inflationsentwicklung
    • steuerlicher Vorteile
    • verbleibender Laufzeit

    Nur auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob der Vertrag weiterhin sinnvoll ist oder ob Anpassungen erforderlich sind.

    Fazit: Altersvorsorge regelmäßig überprüfen

    Lebensversicherungen aus den frühen 2000er-Jahren wurden unter völlig anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgeschlossen als sie heute gelten. Inflation und veränderte Kapitalmärkte haben die Realität der Altersvorsorge spürbar verändert. Ein alter Vertrag ist deshalb nicht automatisch schlecht – er muss jedoch kritisch bewertet werden. Entscheidend ist nicht der historische Garantiezins, sondern die reale Entwicklung der Kaufkraft. Wer seine Police regelmäßig analysiert und seine Altersvorsorge gegebenenfalls anpasst, stellt sicher, dass aus einer vermeintlich sicheren Anlage keine schleichende Geldvernichtung wird.

    Quelle: Artikel von Bastian Kunkel auf hna.de

  • Am Finanzmarkt wird das Risiko hoher Arbeitslosigkeit „dank“ künstlicher Intelligenz diskutiert. Roboter zeigen, dass sie mit KI sehr hilfreich sein können.

    Vergessen Sie das Piepsen von R2-D2 oder Hollywood-Dystopien à la „I, Robot“. Wer heute an humanoide Roboter denkt, sieht noch stolpernde Prototypen und fliegende Blechköpfe. Doch das Lachen über diese Anfänge wird schnell verstummen. Stattdessen zeichnet sich ein „Nokia-Moment“ ab: Roboter wandeln sich von teuren Spielereien zur industriellen Notwendigkeit. Unternehmen dürfen das Potenzial von Robotic nicht ignorieren, um nicht wie einst Nokia durch disruptive Innovationen den Anschluss zu verlieren.

    Dank generativer KI und moderner Antriebstechnik lernen Maschinen nicht mehr nur durch starre Programmierung, sondern durch Beobachten und Nachahmen. Ein Roboter, der eine Fähigkeit erlernt hat, kann sie sofort auf andere übertragen – Wissen wird geteilt, Lernzeiten schrumpfen, Fortschritt verläuft sprunghaft …

    Roboter können Entscheidungen in Millisekunden direkt vor Ort treffen, ohne auf eine langsame Cloud angewiesen zu sein“, so Thomas Soltau vom Smartbroker. Ob Fabrikhalle, Lager oder Klinik – Roboter übernehmen dort, wo Effizienz fehlt, Abläufe stocken oder höchste Präzision gefragt ist. Sie stabilisieren Lieferketten, beschleunigen Prozesse und schaffen ein langfristiges Wachstumsfeld. Steigende Löhne und knappe Arbeitskräfte erhöhen den Automatisierungsdruck …

    Diese Dimension wirft jedoch auch gesellschaftliche Fragen auf: Wer soll konsumieren, wenn Maschinen breite Einkommensanteile ersetzen? …

    KI löst aktuell vor allem Ängste im Softwarebereich aus, doch sie ist die Grundlage für den Robotik-Boom …

    Quelle: Artikel von Daniel Saurenz auf t-online.de

  • Altersvorsorge für 99-Jährige: Riester- und Rürup-Renten bleiben Rendite-Rohrkrepierer

    Die Riester-Rente ist seit fast 25 Jahren am Start. Die Rürup-Rente ist kaum jünger. Funktionieren tun beide privaten, staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte für die wenigsten, wie die niederschmetternden Ergebnisse einer Renditeberechnung zeigen.

    Die staatlich geförderte private Altersvorsorge von Riester- oder Rürup-Rente wurde 2002 beziehungsweise 2005 aus der Taufe gehoben, um die von der damaligen rot-grünen Bundesregierung beschlossene Senkung des gesetzlichen Rentenniveaus zu kompensieren. Doch die Vorsorgeprodukte stoßen auf so einige Vorbehalte. Kritiker sahen und sehen darin eher eine Subventionierung der Banken- und Versicherungswirtschaft und eine De-facto-Rentenkürzung durch die Politik.

    Denn die entsprechenden Produkte kosten Sparer zu viel an Provisionen und Verwaltung. Das schmälert ihre Rendite und bereichert stattdessen Banken und Versicherungen. Zudem senkt auch die mangelnde Flexibilität der Produkte durch ein staatlich begrenztes Risiko die Renditemöglichkeiten.

    Zwei Drittel der Kunden verlieren Geld

    Dass die Forderungen nach einer Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge dringend notwendig ist, zeigen die neuerlichen niederschmetternden Ergebnisse einer Renditeberechnung des Vereins Finanzwende. Eine Mehrzahl der Riester- und Rürup-Produkte kann demnach mit ihrer Rendite nicht einmal die Verluste einer Zwei-Prozent-Inflation ausgleichen.

    Für ihre Berechnungen haben die Experten die Rendite-Erwartungen 37-jähriger Musterkunden bei insgesamt 96 Riester- und Rürup-Rentenversicherungen untersucht (Stand der Daten: November 2025). Die zentrale Frage war: Haben die Produkte für Kunden tatsächlich einen Nutzen, sprich: Spielen sie mindestens die Produktkosten und einen langfristigen Inflationsausgleich ein?

    Knapp zwei Drittel der untersuchten Produkte (65 Prozent) schaffen die Zwei-Prozent-Hürde aber nicht. Wer einen solchen Vertrag abgeschlossen hat, macht real also Verluste. „Die Latte liegt wirklich nicht besonders hoch – es geht lediglich darum, dass die Kundinnen und Kunden kein Geld verlieren“, sagt Moritz Cygan, Finanzwende-Referent für Verbraucherschutz und Autor der Studie.

    Ab 99 Jahren kann sich Riestern dann lohnen

    Besonderes Augenmerk legt die Studie auf die Auszahlungsphase – also auf die Frage, was Sparer im Alter tatsächlich an Rente erhalten. Antwort: wenig. „Das lohnt sich hochgerechnet nur, wenn man ein wirklich hohes Alter erreicht“, sagt Czygan. Konkret müssen Riester-Kunden bei den untersuchten Angeboten 99 Jahre alt werden, damit sie wenigstens das gesamte Geld inflationsbereinigt zurückerhalten. Bei den Rürup-Angeboten sind es 96 Jahre. Ein wichtiger Grund dafür sind die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten der Anbieter, ein weiterer die hohen Sicherheitsmargen in der Rentenzeit …

    Quelle: Artikel auf n-tv.de

  • Automatisierung der nächsten Stufe: Humanoide bekommen einen siebten Sinn

    Ein französisches Start-up will erreichen, das (humanoide) Roboter vorausschauend denken. Ermöglichen sollen das „World Models“. Namhafte Investoren spendierten über 1 Mrd. US-$ Anschubfinanzierung.

    Wenn Yann LeCun ein Unternehmen startet, dann ist ihm die Aufmerksamkeit der Technologiewelt sicher. Hintergrund: Er zählt zu den Vätern der KI und ist Gewinner des Turing-Awards 2018, einer Auszeichnung, die auch als „Nobelpreis für Informatiker“ bezeichnet wird.

    Das „Who’s Who“ der Investoren stand Schlange
    Vor nur rund 100 Tagen, also im Dezember 2025, hat der Franzose das Unternehmen AMI Labs (Advanced Machine Intelligence) in Paris ins Leben gerufen. Und sofort standen etliche namhafte Investoren Schlange: Amazon-Chef Jeff Bezos, Ex-Google-CEO Eric Schmidt, World Wide Web-Entwickler Tim Berners-Lee, Toyota, Nvidia, Samsung,…

    In einer „Seed-Runde“, also der ersten Kapitalspritze für eine Gründungsidee, machten die Kapitalgeber insgesamt über 1 Mrd. US-$ locker. Das ist eine der größten Anschubfinanzierungen, die jemals von einem europäischen Start-up eingesammelt wurde. Vor jenem gigantischen Geldregen wurde das Unternehmensküken mit unfassbaren 3 Mrd. US-$ bewertet (Pre-Money Value) – drei Monate nach Gründung!

    Was lässt die Investoren derart (aus)schwärmen? Es sind die sogenannten „World Models“. AMI Labs setzt auf sie – statt auf klassische Large Language Models. Das bedeutet: Maschinen sollen über Sensor- und Videodaten ein Verständnis der realen Welt entwickeln. Sie sollen prognostizieren, was als nächstes um sie herum passiert – und ihre Handlungen darauf abstimmen. Skeptiker sehen hier den nächsten großen Schritt Richtung „Terminator“ …

    Quelle: Artikel von Stefan Asche auf ingenieur.de

  • „Situation wirklich dramatisch“ Metall- und Elektroindustrie rechnet mit massiver Entlassungswelle

    Trotz Großaufträgen aus dem Verteidigungssektor droht in diesem Jahr ein weiterer Abbau von Industrie-Arbeitsplätzen in Deutschland, warnt der Verband. Der von der Bundesregierung angekündigte Bürokratieabbau dauere zu lange.

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet für dieses Jahr mit dem Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie. „Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seine Branche befinde sich „in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“.

    Als Ursachen macht Zander wie viele Verbandsvertreter hohe Kosten für die Unternehmen am Standort Deutschland aus. „Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie.“ Bei der Reduzierung der Bürokratie fehle eine systematische Herangehensweise. „Wir sind in der Tierseuchenbekämpfung systematischer als beim Bürokratieabbau“, beklagte Zander. Man müsse „natürlich auch Bürokraten abbauen“ – in den öffentlichen Verwaltungen gebe es zu viel Personal, was auch deren Haushalte belaste …

    Quelle: Artikel auf n-tv.de

  • Überhitzter Kreditmarkt: BlackRock senkt Private Loan-Wert von 100 auf 0 – zweiter Fall in kurzer Zeit

    Eine Überhitzung des Kreditmarktes, die sich jahrelang aufgestaut hat und nun zum Problem wird? Ein außer Kontrolle geratenes Schattenbankensystem, das gewaltige Risiken birgt? Nun, solange Private Loans, also Kredite außerhalb des normalen Bankgeschäfts, von Fondsgesellschaften mit von Anlegern eingesammelten Geldern herausgereicht werden, liegt das Ausfallrisiko bei diesen Anlegern, und nicht bei einer Bank, die ins Wanken geraten kann. Der Fall BlackRock zeigt aktuell: In kurzer Zeit fällt ein – wenn auch kleiner – Kredit aus, von 100 auf 0 bewertet.

    BlackRock hat den Wert eines Privatkredit-Engagements (Private Loan) nur drei Monate, nachdem er mit 100 Cent pro Dollar bewertet worden war, auf null reduziert. Dies ist bereits der zweite plötzliche Ausfall, der kürzlich die Privatkredit-Abteilung des Unternehmens getroffen hat. Dazu berichtet Bloomberg News, der Kredit in Höhe von rund 25 Millionen US-Dollar an Infinite Commerce Holdings, einen sogenannten Amazon-Aggregator, der Online-Verkäufer von Produkten von Spa-Behandlungen bis hin zu Glühbirnen aufkauft, ist nun wertlos, wie BlackRock TCP Capital Corp in den letzte Woche veröffentlichten Unterlagen für das vierte Quartal berichtete. Der Fonds hatte die nachrangigen Verbindlichkeiten im dritten Quartal mit 100 Cent pro Dollar bewertet …

    Diese Maßnahmen verstärken die wachsenden Bedenken hinsichtlich Zahlungsausfällen und Zeichnungsstandards auf dem 1,8 Billionen Dollar schweren Markt für private Kredite. Die enormen Investitionen der Branche in Softwareunternehmen, die durch KI bedroht sind, haben zu beispiellosen Rücknahmeforderungen durch nervöse Anleger geführt. Blackstone gab am Montag bekannt, dass man es Anlegern ermöglichen werde, rekordverdächtige 7,9 % der Anteile aus seinem Flaggschiff-Fonds für private Kredite zurückzugeben …

    Quelle: Artikel von Claudio Kummerfeld auf finanzmarktwelt.de

  • Insolvenz: So viele Handwerkspleiten wie seit 2014 nicht mehr

    Im Handwerk gab es 2025 so viele Insolvenzen wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Hohe Kosten und schwache Nachfrage setzen vielen Betrieben zu.

    Im vergangenen Jahr sind so viele Handwerksbetriebe pleitegegangen wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 im Vergleich zu 2024 um 13,3 Prozent auf 4.950, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mitteilte. „Energie, Material, Löhne – die Kosten laufen davon. Ohne ausreichende Reserven geraten viele Betriebe schnell in existenzielle Schieflage“, erklärte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch.

    Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks hatte die Zahl der Insolvenzen zuletzt 2014 mit rund 5000 höher gelegen.

    Handwerksbetriebe seien meist klein- und mittelständisch geprägt und verfügten über geringere finanzielle Puffer, betonte Creditreform. „Von den Kostensteigerungen der letzten Jahre sind sie besonders stark betroffen gewesen.“ Vor allem die deutlich gestiegenen Energie- und Materialkosten sowie höhere Löhne hätten die Liquidität belastet.

    Zu Auftragseinbußen hätten auch eine verhaltene Konsum- und Investitionstätigkeit sowie die schwache Baukonjunktur geführt. Rückläufige Umsätze und Erträge sowie eine höhere Insolvenzgefährdungseien die Folge gewesen …

    Quelle: Artikel auf handelsblatt.com

  • Gold weiter stark – das ist das Kursziel von JPMorgan

    Der Krieg im Nahen Osten hat die Märkte ordentlich durchgeschüttelt – und rückt Gold wieder als möglichen „sicheren Hafen“ in den Fokus. Das Edelmetall gilt vielen als Diversifikation und Wertspeicher in unruhigen Phasen. Am Montag ist der Goldpreis im Hoch bis auf 5.419 Dollar gestiegen und damit wieder in die Nähe des Ende Januar bei 5.595 Dollar markierten Allzeithochs.

    Auslöser für den jüngsten Anstieg war der eskalierende Konflikt, nachdem gemeinsame US-israelische Militärschläge gegen den Iran erfolgt waren und Vergeltungsangriffe Israel sowie weitere US-Verbündete in der Golfregion trafen.

    Der Goldpreis gab zuletzt zwar wieder einige Dollar ab, er pendelte sich aber aber auf hohem Niveau im Bereich von 5.300 Dollar ein. Und Analysten sehen weiteres Potenzial. Die US-Großbank JPMorgan schrieb beispielsweise, konfliktgetriebene Preisschübe kämen und gingen zwar – geopolitische Risiken dürften aber hoch bleiben. Die Bank rechnet deshalb mit einem Anstieg des Goldpreises bis auf 6.300 Dollar bis zum Jahresende 2026.

    Seit Jahresbeginn liegt Gold bereits rund 23 Prozent im Plus, 2025 waren es etwa 64 Prozent. Der S&P 500 konnten hingegen nur 16,4 Prozent zulegen im Vorjahr, womit Gold den Markt klar outperformte. Und auch im laufenden Jahr liegt das Plus bei S&P 500 gerade einmal bei knapp einem Prozent …

    Quelle: Artikel von Marion Schlegel auf deraktionaer.de

  • Gold, Dollar, Schweizer Franken: Welche „sicheren Häfen“ Anleger jetzt suchen

    Der Angriff auf Iran treibt Anleger in sogenannte sichere Häfen – jedenfalls zum Teil: Die Preise von Gold und Silber steigen, ebenso wie der Dollar und der Schweizer Franken. Deutsche Staatsanleihen sind weniger gefragt.

    Die Eskalation des Iran-Konflikts sorgt für große Verunsicherung an den Finanzmärkten. Während der Dax am Montag einknickte und die Gas- und Ölpreise wegen der Einschränkung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus stark anstiegen, suchen Anleger vermehrt nach „sicheren Häfen“ …

    Der Goldpreis zieht wieder deutlich an: Für eine Feinunze (31,1 Gramm) werden inzwischen fast 5400 Dollar fällig – das Rekordhoch von knapp 5600 Dollar aus dem Januar rückt damit in Reichweite …

    Auch Silber zog nach den Angriffen auf Iran an: Die Feinunze kostete zuletzt 95,42 Dollar und lag damit knapp 2 Prozent über dem Vortagesniveau …

    „Der ultimative sichere Hafen unter den Währungen ist aktuell jedoch nicht der US-Dollar, sondern, wie schon im vergangenen Jahr gesehen, der Schweizer Franken“, so Nguyen weiter. Das liege weniger an fundamentalen Faktoren, sondern eher daran, dass der Franken diesen Status ohnehin schon habe …

    Kein Auftrieb für deutsche Staatsanleihen
    Damit zeigt sich: Die Nervosität an den Devisenmärkten bleibt hoch. Auf dem Markt für Staatsanleihen ist sie allerdings noch nicht richtungsweisend zu spüren …

    Quelle: Artikel auf manager-magazin.de

  • Silber vor der nächsten Mega-Phase: Riskanter Fehlausbruch oder Jahrhundert-Chance für mutige Trader?

    Silber sorgt wieder für Adrenalin: Nach einer volatilen Rallye fragen sich Bullen und Bären gleichermaßen, ob jetzt der große Ausbruch oder der brutale Rücksetzer kommt. Zwischen Fed, Inflation, Solar-Boom und Rezessionsangst: Steht Silber vor einer silbernen Rakete – oder vor dem Crash?

    Vibe Check: Silber ist zurück im Rampenlicht – und zwar mit voller Volatilitäts-Breitseite. Der Markt zeigt aktuell eine dynamische, aber nervöse Bewegung: mal fast schon silberne Rakete, dann wieder heftiger Rücksetzer, gefolgt von zähem Seitwärtsgeschiebe an wichtigen charttechnischen Zonen. Die Bullen träumen vom großen Ausbruch, die Bären lauern auf den nächsten brutalen Dip …

    Silber ist nicht nur ein Industriemetall, sondern auch ein monetäres Edelmetall. Wenn die Angst vor einer anhaltend hohen Inflation dominiert, suchen Anleger einen Wertspeicher außerhalb von Papiergeld. Dann kommen Gold und Silber als Inflations-Hedge ins Spiel. Aber im Unterschied zu Gold reagiert Silber oft noch aggressiver – in beide Richtungen …

    Silber ist das Hightech-Metall unter den Edelmetallen. Es wird massiv gebraucht in:

    • Solarzellen (Photovoltaik): Silber ist zentral für Leitfähigkeit und Effizienz moderner Solarzellen. Der globale Ausbau erneuerbarer Energien saugt stetig physisches Silber aus dem Markt.
    • E-Mobilität und Elektronik: Kontakte, Leiterbahnen, Hochleistungsbauteile – überall spielt Silber eine Rolle.
    • 5G, Medizin, Hightech-Anwendungen: Auch hier wächst die Nachfrage schleichend, aber stetig.

    Die industrielle Nachfrage macht Silber einzigartig: In Phasen, in denen Klimapolitik, Green-Tech-Förderprogramme und Infrastrukturprojekte Fahrt aufnehmen, erhält Silber Rückenwind – selbst wenn die klassische Gold-Safe-Haven-Story gerade schwächelt.

    Geopolitische Krisen, Spannungen im Nahen Osten, Handelskonflikte, Bankenstress – all das kann kurzfristig Kapital in Edelmetalle schieben. Gold ist dann meist der erste Profiteur, Silber folgt oft zeitverzögert, dafür mit stärkerem Hebel. Man sieht dann häufig: Gold läuft ruhig nach oben, Silber hängt kurz hinterher und zündet dann plötzlich mit einer silbernen Rakete – nur um danach wieder übertrieben stark zu korrigieren …

    Silber vs. Gold: Die Gold-Silber-Ratio als Geheim-Indikator

    Die Gold-Silber-Ratio misst, wie viele Unzen Silber man für eine Unze Gold bekommt. Historisch schwankt diese Ratio stark, aber immer wieder sieht man: Extreme Werte werden korrigiert. Ist Silber im Verhältnis zu Gold sehr billig, sehen viele Profis eine Chance, dass Silber mittelfristig stärker performen könnte als Gold …

    Quelle: Artikel auf ad-hoc-news.de

  • Haushaltslöcher werden größer: Defizit steigt kräftig: Deutscher Staat 2025 tiefer im Minus

    Ein vergleichsweise kräftiges Wachstum im Schlussquartal hat der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr das erste Plus seit 2022 beschert. Allerdings sind die Löcher im Staatshaushalt 2025 größer als zunächst angenommen.

    Das deutsche Staatsdefizit ist im vergangenen Jahr entgegen einer früheren Schätzung doch größer geworden. Die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung überstiegen die Einnahmen um 119,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine erste Schätzung von Mitte Januar hatte noch 107 Milliarden Euro ergeben …

    Für dieses Jahr rechnen die meisten Fachleute mit einer steigenden Neuverschuldung in Deutschland. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) etwa sagt ein Defizit von 3,5 Prozent voraus, das 2027 sogar auf 4,0 Prozent steigen soll …

    Quelle: Artikel auf n-tv.de

  • Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Sachverständigenrat aufzulösen

    Für Friedrich Merz wird der Streit der Wirtschaftsweisen um die Personalie Malmendier zum Prüfstein. Nutzt er die Gelegenheit, die wirtschaftspolitische Beratung grundlegend neu zu ordnen?

    Wenn es jemals einen guten Moment gab, den Sachverständigenrat aufzulösen, dann jetzt. Der Koalitionsstreit um die Personalie der Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier verdeutlicht, wie stark politisiert das höchste wirtschaftliche Beratergremium der Bundesregierung inzwischen ist.

    Malmendiers Berufung durch die SPD-geführte Regierung hatte das Ziel, die linksökonomische Mehrheit im Rat zu zementieren. Das will die CDU jetzt auflösen, und das zeigt: Es geht der Politik längst nicht mehr um eine nüchterne ökonomische Beratung, sondern rein um die Bestätigung des eigenen Kurses …

    Was früher als Ausdruck von Pluralismus galt, wirkt heute wie systematische Dysfunktion. Und genau das kann sich Deutschland nicht leisten. Das Land steckt mitten in einer wirtschaftlichen Krise: Wachstumsschwäche, Investitionsstau, Energieunsicherheit. Dazu die Dauerdebatten über Schuldenbremse und Sondervermögen, alles überlagert sich. Die Herausforderungen sind enorm. In solch einer Lage braucht die Politik vor allem eines: klare ökonomische Orientierung und belastbare Analysen.

    Doch ausgerechnet dieses Gremium ist Teil des Problems geworden. Die Wirtschaftsweisen täten gut daran, sich zu fragen, welchen Anspruch sie eigentlich noch an sich selbst haben …

    Quelle: Artikel von Thomas Sigmund auf handelsblatt.com

  • Gold gibt wieder Gas – starker Wochenstart

    Der Goldpreis hat zuletzt wieder deutlich angezogen und ist auf den höchsten Stand seit mehr als drei Wochen gestiegen. Dabei hat er die insbesondere psychologisch wichtige 5.000-Dollar-Marke wieder klar hinter sich gelassen. Unterstützung erhält das Edelmetall von den jüngsten Zollentwicklungen in den USA. Dies löste auch Unsicherheit hinsichtlich bestehender Handelsabkommen aus …

    „Das Zollurteil des Gerichts hat – abgesehen davon, dass es den Unmut des US-Präsidenten auf sich gezogen hat – eine weitere Unsicherheitsebene für die globalen Märkte geschaffen. Händler greifen daher erneut auf Gold als defensive Anlage zurück“, sagte Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM. Ob Gold nun auch wieder über die Marke von 5.400 Dollar überwinden kann, sieht er maßgeblich davon beeinflusst, wie lange die Verunsicherung im Zusammenhang mit den Zöllen anhält und ob die USA militärisch im Iran aktiv werden.

    Die neue Unsicherheit verstärkt die Erholung des Edelmetalls nach dem Rücksetzer zu Monatsbeginn. Seit drei Wochen steigt Gold, gestützt insbesondere auch von geopolitischen Spannungen.

    Am frühen Montagmorgen wird die Feinunze Gold bei 5.160 Dollar gehandelt. Im Vergleich zum Jahresanfang bedeutet dies einen Anstieg von gut 19 Prozent. Seit Anfang 2025 hat sich der Goldpreis sogar fast verdoppelt …

    Quelle: Artikel von Marion Schlegel auf deraktionaer.de

  • Altersarmut in Deutschland: Ab dieser Rente gilt man als arm

    Armut im Alter zeigt sich nur selten in sichtbaren Extremfällen wie Flaschensammeln. Sie beginnt statistisch weit früher: 2025 lag die offizielle Armutsgrenze für Alleinstehende bei 1.314 Euro netto im Monat …

    Absolute Armut ist noch einmal strenger definiert: Hier geht es um das physische Existenzminimum. Für Ältere soll die Grundsicherung im Alter dieses Minimum abdecken; sie liegt derzeit bei rund 934 Euro monatlich und sichert lediglich das Überleben …

    Zwischen Grundsicherung und Armutsgrenze klafft damit eine Lücke von mehreren Hundert Euro, in der viele ältere Menschen statistisch nicht „ganz arm“ sind, ihren Alltag aber nur mit massiven Einschränkungen finanzieren können.

    Über 10 Millionen Betroffene: Wer besonders gefährdet ist

    Statistisch gelten rund 54 Prozent der Ruheständler in Deutschland als armutsgefährdet, weil ihre Bezüge unter 1.100 Euro netto liegen. Hinter diesen Zahlen stehen typische Muster: Viele Frauen haben wegen Kinderbetreuung oder Pflege Angehöriger weniger Rentenpunkte erworben …

    Laut Auswertungen des Statistischen Bundesamts lebten 2024 rund 3,54 Millionen Menschen über 65 offiziell unterhalb der Armutsgrenze, die Armutsgefährdungsquote liegt bei knapp 20 Prozent …

    3.300 Euro brutto: Gehaltsschwelle gegen spätere Armut

    Armut im Ruhestand wird bereits während des Erwerbslebens programmiert. Nach Berechnungen der Linken im Bundestag sind rund 3.300 Euro Bruttolohn pro Monat nötig, um nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente oberhalb der Armutsgrenze von derzeit 1.378 Euro netto zu erzielen. Rund 9,2 Millionen Beschäftigte liegen darunter, so die Auswertung einer Regierungsantwort …

    Etwa 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Vollzeitkräfte verdienen weniger als 3.500 Euro monatlich, 4,6 Millionen sogar unter 2.750 Euro. Frauen sind besonders betroffen: Ihre Ansprüche aus der gesetzlichen Versicherung liegen im Schnitt um etwa 31 Prozent unter denen von Männern …

    Die gesetzliche Rente deckt laut Alterssicherungsbericht 2024 im Schnitt nur noch 53 Prozent des früheren Bruttoeinkommens …

    Quelle: Artikel von Martin Wald auf merkur.de

  • Supreme Court, Bilanzflut & Gold-Explosion: Wenn Rechtsprechung Märkte neu ordnet

    Ein Urteil des US-Supreme Courts kippt globale Zölle, doch neue Handelsunsicherheit droht. Parallel stehen Tech-Quartalszahlen und eine Warnung der Deutschen Bank vor Kreditrisiken im Mittelpunkt …

    6 zu 3 – mit dieser Mehrheit hat der Supreme Court gestern Präsident Trumps globale Zölle gekippt und damit ein rechtliches Erdbeben ausgelöst, das weit über Washington hinaus Wellen schlägt. Während US-Aktien zunächst aufatmeten und Alphabet, Amazon sowie Apple deutlich zulegten, warnen europäische Industrieverbände bereits vor einer „neuen Runde der Unsicherheit“. Denn Trump kündigte umgehend neue 10-Prozent-Zölle an – diesmal auf anderer Rechtsgrundlage. Gleichzeitig läuft die Bilanzsaison der Tech-Giganten auf Hochtouren, UBS setzt ein spektakuläres Kursziel für Gold, und im Kreditmarkt braut sich laut Deutscher Bank ein „historisches Klumpenrisiko“ zusammen. Willkommen in einer Woche, in der Gerichte, Quartalszahlen und geopolitische Spannungen die Märkte in Atem halten …

    Doch die Freude währte kurz. Noch am selben Abend unterschrieb Trump eine neue Anordnung: 10 Prozent globale Zölle für zunächst 150 Tage – diesmal gestützt auf den Trade Act von 1974. Ob diese Rechtsgrundlage trägt, bezweifeln Experten bereits. Für längerfristige Zölle bräuchte Trump ohnehin die Zustimmung des Kongresses, die er bislang ablehnt. „Wir haben das Recht, so ziemlich alles zu tun, was wir wollen“, verkündete der Präsident trotzig …

    Besonders spannend wird es in der kommenden Woche: Am 25. Februar legt Nvidia seine Quartalszahlen vor – ein Termin, den Anleger weltweit mit Anspannung erwarten. Die KI-Rallye der vergangenen Monate steht auf dem Prüfstand, nachdem Bedenken über hohe Bewertungen und begrenzte Beweise für nachhaltige Umsatz- und Gewinnsteigerungen durch KI-Investitionen die Tech-Werte zuletzt belastet hatten …

    Software-Sektor: Deutsche Bank warnt vor Kreditmarkt-Krise

    Hinter den Aktienkursen braut sich laut Deutscher Bank ein größeres Problem zusammen: Software- und Technologieunternehmen stehen für fast ein Drittel des spekulativen Kreditmarktes – zusammen 1,28 Billionen Dollar in High-Yield-Anleihen, Leveraged Loans und Private Credit. Die Analysten um Steve Caprio warnen vor einem „historischen Klumpenrisiko“, dessen Folgen „mit dem Energiesektor 2016 konkurrieren“ könnten.

    Die Gemengelage ist brisant: Disruptive KI-Anwendungen setzen klassische Software-Geschäftsmodelle unter Druck, während gleichzeitig hohe Verschuldung und gestiegene Zinsen die Cashflows belasten. Der Anteil sogenannter Payment-in-Kind-Kredite liegt im Softwarebereich mit 11,3 Prozent über dem Marktdurchschnitt. Morgan Stanley hebt hervor, dass rund die Hälfte der offenen Software-Kredite mit B- oder schlechter bewertet ist, 26 Prozent fallen sogar in den spekulativen CCC-Bereich …

    UBS setzt auf 6.200 Dollar:

    Gold als Krisenabsicherung
    Während Aktien schwanken und Kreditmärkte nervös werden, setzt UBS ein spektakuläres Kursziel für Gold: 6.200 Dollar je Unze. Aktuell notiert das Edelmetall bei rund 5.035 Dollar – das Kursziel impliziert also ein Potenzial von über 23 Prozent. Treiber sind vor allem geopolitische Risiken, insbesondere die eskalierende Konfrontation zwischen den USA und Iran.

    UBS-Stratege Dominic Schnider betont, dass der Militäraufbau der USA im Nahen Osten deutlich größer ausfällt als bei der Venezuela-Operation Anfang des Jahres – ein Zeichen dafür, dass Washington einen längeren Konflikt plant. Hinzu kommt das günstige makroökonomische Umfeld: Die Federal Reserve dürfte ihren Lockerungszyklus fortsetzen, UBS erwartet zwei weitere Zinssenkungen um je 25 Basispunkte bis Ende September. Niedrigere Realzinsen und ein potenziell schwächerer Dollar wirken als Rückenwind für das zinslose Edelmetall.

    Auf der Angebotsseite bleibt die Lage angespannt: Analysten von Wood Mackenzie schätzen, dass 80 Minen ihre aktuellen Produktionspläne bis 2028 erschöpfen werden. Gleichzeitig überstieg die globale Goldnachfrage 2025 erstmals 5.000 Tonnen, getrieben von robusten Zentralbankkäufen und wachsender Investmentnachfrage …

    Quelle: Artikel von Andreas Sommer auf boerse-express.com

  • Bruch mit alten Marktgesetzen: Gold, Zentralbanken, Schulden: Eine neue Zeitrechnung

    Kaum ein Vermögenswert steht derzeit so im Fokus wie Gold. Die jüngste Rally des Goldpreises wirkt auf den ersten Blick wie eine spekulative Übertreibung, könnte jedoch Ausdruck eines tiefergehenden Umbruchs sein. Denn hinter der Dynamik stehen nicht nur Privatanleger, sondern vor allem Zentralbanken, die ihre Reserven strategisch neu ausrichten. Der Goldmarkt wird damit zum Spiegel wachsender Schulden und eines schwindenden Vertrauens in Staatsanleihen …

    Der Goldmarkt hat im letzten Jahr und besonders im Januar 2026 eine Dynamik, die selbst erfahrene Marktteilnehmer überrascht. Laut Bravos Research ist seit Beginn des Jahres die Marktkapitalisierung von Gold um rund vier Billionen US-Dollar gestiegen – ein Zuwachs, der das gesamte Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens übertrifft …

    Doch anders als in früheren Hausse-Phasen sind es nicht allein spekulative Kapitalströme und Privatanleger, die den Goldpreis treiben. Zentralbanken weltweit haben in den vergangenen vier Jahren rund 4.000 Tonnen Gold akkumuliert. Zum Vergleich: Über die vergangenen 60 Jahre lag der durchschnittliche jährliche Zukauf bei etwa 100 Tonnen. De facto entspricht das jüngste Kaufvolumen somit rund vier Jahrzehnten historischer Nachfrage – konzentriert auf einen kurzen Zeitraum. Vor allem China diversifiziert seine Reserven zunehmend weg von US-Staatsanleihen hin zu physischen Vermögenswerten, die sich politischer Einflussnahme entziehen …

    Diese Entwicklung wirft eine Grundsatzfrage auf: Handelt es sich um eine spekulative Übertreibung – oder um den Beginn eines strukturellen Paradigmenwechsels im globalen Finanzsystem?

    Bruch mit alten Marktgesetzen

    Traditionell korreliert der Goldpreis invers mit den Realrenditen von US-Staatsanleihen. Steigen inflationsbereinigte Renditen, sinkt die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls – und umgekehrt. Seit 2022 jedoch ist diese Beziehung gestört … Trotz steigender Realrenditen setzte Gold seinen Aufwärtstrend fort.

    Der Wendepunkt fällt mit einer Reihe geopolitischer und makroökonomischer Schocks zusammen: einer US-Inflation von zeitweise neun Prozent, massiven Kursverlusten langlaufender Staatsanleihen sowie dem Einfrieren russischer Devisenreserven durch die Europäische Union. Diese Ereignisse haben das Vertrauen vieler Zentralbanken in die Sicherheit staatlicher Schuldpapiere erschüttert.

    Gleichzeitig erreichen die Schulden der fünf größten Volkswirtschaften – USA, China, Deutschland, Indien und Japan – zusammen rund 73,4 Billionen US-Dollar und übersteigen damit ihre kombinierte Wirtschaftsleistung. In einem Umfeld wachsender Verschuldung und geopolitischer Fragmentierung verlieren Staatsanleihen ihren Status als risikoloser Anker. Gold fungiert zunehmend als strategische Reserve außerhalb des kreditbasierten Systems.

    Zentralbanken als Preistreiber

    Eine Umfrage unter 73 Zentralbanken zeigt, dass 95 Prozent ihre Goldbestände bis 2026 weiter ausbauen wollen. Allein eine moderate Erhöhung des Goldanteils in Chinas Währungsreserven auf 20 bis 30 Prozent könnte zusätzliche 6.000 Tonnen Nachfrage erzeugen. Dem steht ein strukturell verknapptes Angebot gegenüber: Neue Goldfunde sind seit Jahren rückläufig und zuletzt faktisch ausgeblieben.

    Die Analysten von Bravos Research argumentieren daher, dass die Rally weniger spekulativ als strukturell getrieben ist …

    Quelle: Artikel von Stefan Jäger auf finanzmarktwelt.de

  • Analysten sehen Kaufchance bei Gold: So hoch soll es binnen kurzer Zeit gehen

    Der Goldpreis pendelt derzeit um die Marke von 5.000 Dollar, wobei die Umsätze aufgrund der Börsen-Feiertage in Asien, aktuell relativ dünn ausfallen. Eine Investmentbank traut der Krisenwährung bereits im zweiten Quartal einen starken Sprung nach oben zu.

    Als Gründe für diese optimistische Einschätzung nannten die Experten der australischen ANZ Bank vor allem strukturelle Faktoren und makroökonomische Risiken. Diese lassen den sicheren Hafen Gold weiterhin attraktiv erscheinen. In einer aktuellen Analyse haben sie ihr bisheriges Kursziel für das zweite Quartal von 5.400 auf 5.800 Dollar (+7,4 Prozent) nach oben geschraubt, weil der jüngste Rücksetzer im Goldpreis nicht das Ende des Aufwärtstrends, sondern eine Kaufgelegenheit darstelle. Das aktuelle Niveau des Goldpreises wird damit um mehr als 15 Prozent übertroffen.

    Fülle an Kaufargumenten für Gold

    Die ANZ-Experten betonen, dass bei Gold mehrere unterstützende Faktoren zusammenkommen: Die lockere Geldpolitik in den USA, diverse geopolitische Unsicherheiten, die anhaltende Nachfrage institutioneller Investoren und ein schwächerer Dollar schaffen ein Umfeld, in dem Gold als „Versicherungsanlage“ besonders gefragt bleibt. Das gelte vor allem, solange keine klaren Zeichen für ein nachlassendes Risiko im globalen Finanzsystem erkennbar seien …

    Für Privatanleger bedeutet dies konkret: Anstatt kurzfristige Schwankungen zu fürchten, kann ein strategischer Einstieg bei Rücksetzern sinnvoll sein. Die Analysten merken zwar an, dass der jüngste Anstieg der Volatilität Fragen aufgeworfen hat, ob die Goldpreise bereits ihren Höhepunkt erreicht haben, grundsätzlich gehe man allerdings davon aus, „dass die Rally noch nicht weit genug fortgeschritten sei, um in absehbarer Zeit zu drehen.“ Hinsichtlich Silber wird übrigens erwartet, dass es von einem steigenden Goldpreis profitieren, gegenüber Gold jedoch unterdurchschnittlich abschneiden wird. Dies könne beim Gold-Silber-Verhältnis zu einem Anstieg in Richtung 70 (aktuell: 63) führen.

    Fazit: Obwohl der Goldpreis aktuell um die Marke von 5.000 Dollar seitwärts tendiert, signalisiert der Blick der Analysten eine robuste Kaufchance. Unterstützt durch geldpolitische und geopolitische Rahmenbedingungen könne Gold mittelfristig deutlich steigen.

    Quelle: Artikel von Jörg Bernhard auf boerse-online.de

  • Monatsbericht der Bundesbank: Staatshaushalt droht aus dem Ruder zu laufen

    Die Ausgabenquote explodiert, das treibt die Schuldenquote nach oben. Die Bundesbank vermisst eine verlässliche Perspektive zur Rückführung und zeigt sich zunehmend besorgt. Wie stabil ist die fiskalische Grundlage noch?

    Im vergangenen Jahr lag die staatliche Defizitquote noch relativ stabil bei 2,4%, wie die Bundesbank in ihrem Monatsbericht schreibt. Doch die Ausgaben für das Sondervermögen und für Rüstungsaufwendungen, die nur teilweise auf die Schuldenregeln angerechnet werden, sowie höhere Belastungen bei den Personalausgaben und in den sozialen Sicherungssystemen lassen das Defizit in den nächsten Jahren dramatisch steigen. Der expansive Ausgabenkurs dürfte die strukturelle Ausgabenquote auf über 50% steigen lassen. Und die Abgabenquote (Steuern und Sozialbeiträge in Relation zum BIP) steuert auf über 42% zu. Die Gefahr, dass sich hohe Defizite verfestigen, hält die Bundesbank für hoch und kritisiert, dass es noch keinerlei Pläne gibt, die Verschuldung in Schach zu halten …

    Auch die Rentenversicherung könne bis dahin ihre Finanzierungslücke nicht mehr aus ihrer Rücklage finanzieren. Der Beitragssatz müsste deutlich angehoben werden von 18,6 auf 19,8%. Um den Druck auf Rentenfinanzen und Bundeshaushalt zu verringern, läge es nahe, die finanziellen Vorteile für einen vorgezogenen Rentenzugang abzubauen und die Altersgrenzen nach 2030 an die Lebenserwartung zu koppeln, schlagen sie vor …

    Das Problem: Gemessen wird die „Mindestinvestitionsquote“ nur anhand der Planzahlen. Diese wurden 2025 nicht erreicht, trotzdem konnten für das Sondervermögen mehr Kredite aufgenommen werden, beklagt die Bundesbank. Auch früher seien „investive Haushaltsansätze häufig nicht voll ausgeschöpft“ worden. Werde die Kreditmöglichkeit nur an den Planungen festgemacht, stehe für Investitionen gebundener Haushaltsspielraum für andere Verwendungen offen.

    Haushaltstricks bei Investitionen

    Auch beim Sondervermögen nimmt es der Bund mit den gesetzlichen Vorgaben offenbar nicht ernst, wie die Bundesbank schon mehrfach in Aufsätzen dargelegt hat. Schon im August vergangenen Jahres, nach der Verkündung der Investitionsplanung, hatten die Bundesbanker buchhalterische Tricks angeprangert und kritisiert, dass die Projekte vielfach nicht „zusätzlich“ sind, wie eigentlich in der Verfassung gefordert. Auch andere Institutionen wie der Bundesfinanzhof haben sich dem angeschlossen. Und im vergangenen Monatsbericht erneuerte sie ihre beißende Kritik und beklagte die Missachtung gesetzlicher Vorschriften, sprach von Doppelzählungen von Ausgaben, um formal bestimmte Quoten zu erreichen …

    Quelle: Artikel von Stephan Lorz auf: boersen-zeitung.de

  • Lagarde vor Rücktritt: Die EZB fürchtet Frankreichs Rechtspopulisten

    Die Aussicht auf einen Sieg von Marine Le Pen oder ihrem Protegé Jordan Bardella bei den französischen Präsidentschaftswahlen sorgt für Unruhe in der Eurozone. EZB-Chefin Christine Lagarde will offenbar ihren Posten räumen, damit ihre Nachfolge vorher geklärt werden kann.

    Die Regierungen der Eurozone dürften die Suche nach der Nachfolge für Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank beschleunigen. Der Grund: Im kommenden Frühjahr finden in Frankreich Präsidentschaftswahlen statt – und es sieht gut aus für die Rechtsaußen-Partei Rassemblement National (RN), sie zu gewinnen. Der „Financial Times“ zufolge will Lagarde ihren Posten vorher räumen, um Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz zu ermöglichen, eine neue EZB-Spitze zu finden …

    Quelle: Artikel von Jan Gänger auf n-tv.de

  • Chinas KI-Offensive: Roboter tanzen, springen, kämpfen zum Frühlingsfest

    Unitrees Humanoid-Roboter zeigten bei der Frühlingsfest-Gala eine Tanzshow – und setzen damit ein industriepolitisches Signal weit über die Bühne hinaus.

    Das chinesische Robotikunternehmen Unitree hat bei der diesjährigen Frühlingsfest-Gala Aufsehen erregt. Humanoidroboter des Typs G1 führten Sprünge, Salti, Einbeinflips und eine Airflare-Drehung mit siebeneinhalb Rotationen vor – Bewegungsabläufe, die allesamt als extrem schwierig gelten.

    Ein Jahr, ein gewaltiger Sprung

    Beim Gala-Auftritt 2025 beschränkten sich Unitrees Roboter noch auf einen traditionellen Yangge-Volkstanz, inszeniert von Regisseur Zhang Yimou. Der Leistungszuwachs innerhalb eines einzigen Jahres ist beachtlich: Der Robotik-Experte Georg Stieler erklärte Reuters, dass die deutlich gestiegene Leistungsfähigkeit vor allem auf die konsequente Weiterentwicklung der KI-gestützten Steuerungssoftware zurückgehe …

    Showbühne als Industriepolitik

    Unitree war nicht allein: Auch die Start-ups Galbot, Noetix und Magiclab präsentierten Humanoidroboter. Darunter war ein Auftritt in einem Comedysketch sowie eine Choreografie zum Song We Are Made in China. Die Gala, die im vergangenen Jahr 79 Prozent der chinesischen Fernsehzuschauer erreichte, dient seit Jahrzehnten als Schaufenster für Pekings Technologieambitionen und soll der Welt vor Augen führen, wozu chinesische Ingenieurskunst fähig ist …

    Quelle: Artikel von Andreas Donath auf golem.de

  • Ökonom Fratzscher: „Der Wachstumsmotor wird nie mehr anspringen“

    Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, sieht ohne umfassende Reformen der Bundesregierung schwarz für die Konjunktur. „Der Wachstumsmotor in Deutschland wird schon allein wegen der Demografie nie mehr anspringen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es fehlten schlicht die Arbeitskräfte, um die Wachstumsraten der Vergangenheit zu erreichen. „Wir kommen also an Steuererhöhungen und dem Abbau von Subventionen nicht vorbei.“

    Der Ökonom schlug vor, Minijobs abzuschaffen und eine höhere Grundsteuer einzuführen – damit der Anreiz steigt, eine Immobilie zu entwickeln und wirtschaftlich zu nutzen. Zudem müssten alle klimaschädlichen Steuersubventionen wie das Dieselprivileg, die Steuerbefreiung von Kerosin und die Pendlerpauschale abgeschafft oder zumindest gekürzt werden. Sie machten allein 60 Milliarden Euro im Jahr aus. Fratzscher plädierte auch dafür, das Ehegattensplitting abzuschaffen, das den Staat rund 22 Milliarden Euro koste.

    Fratzscher rechnet mit Erhöhung der Mehrwertsteuer

    Allerdings rechne er damit, dass die schwarz-rote Koalition stattdessen bloß die Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent erhöhen werde. „Wir müssen davon ausgehen, dass es sich die Koalition am Ende leicht machen wird: Sie erhöht die Mehrwertsteuer um zwei Punkte, was 30 Milliarden Euro mehr bringen würde“, sagte Fratzscher. Eine Anhebung sei zwar sozial fatal, verglichen mit möglichen Alternativen aber ein politisch vergleichsweise bequemer Weg …

    „Beide Parteien haben ihre roten Linien abgesteckt und sind offenbar nicht bereit, sie aufzugeben“, sagte Fratzscher dem RND weiter. Die Union lehne Steuererhöhungen ab, die SPD wolle nicht beim Sozialstaat sparen. Subventionsabbau wollten beide nicht. So komme nur eine Mehrwertsteuererhöhung infrage, auch wenn ökonomisch und politisch andere Reformen dringend geboten wären …

    Quelle: Artikel von Tanit Koch auf focusplus.de

  • Sitegeist sichert sich Millionen für Baustellen-Roboter

    Münchner Start-up erhält 4 Millionen Euro, um mit KI-Robotern die Betonsanierung zu automatisieren. Die Finanzierung unterstreicht Deutschlands Doppelstrategie in der Robotik: Speziallösungen für drängende Industrieprobleme und die Entwicklung humanoider Plattformen.

    Betonsanierung in der Krise

    Deutschlands Infrastruktur bröckelt. Die Sanierung von Brücken, Tunneln und Parkhäusern verschlingt Hunderte Milliarden Euro. Gleichzeitig fehlen überall Fachkräfte für die anspruchsvolle Betoninstandsetzung. Das Münchner Start-up Sitegeist, ein Spin-off der Technischen Universität München (TUM), hat dafür eine robotische Lösung entwickelt.

    Ihre modularen Roboter arbeiten direkt am bestehenden Bauwerk. Mit Sensoren und KI-gestützter Entscheidungsfindung führen sie komplexe Sanierungsarbeiten durch. Der Clou: Sie benötigen weder aufwändige 3D-Modelle noch eine vorherige Digitalisierung der Baustelle. Das überwindet eine zentrale Hürde für Automatisierung im Baugewerbe …

    Zwei Wege, ein Ziel: KI und Humanoide

    Während Sitegeist eine spezifische Nische bedient, verfolgt die deutsche Robotik-Branche parallel ehrgeizigere Ziele. Der Aufstieg kognitiver und humanoider Roboter ist ein großes Zukunftsfeld. Unternehmen wie NEURA Robotics aus Metzingen sind hier Vorreiter.

    Etablierte Industriegiganten wie Bosch und Siemens gehen strategische Partnerschaften mit Robotikspezialisten ein. Ziel ist es, die Einführung intelligenter Automatisierung und „Physical AI“ in Fabrikhallen zu beschleunigen. Der Fokus liegt darauf, die Datenbasis zu erweitern, um Roboter für komplexe Fertigungs- und Logistikaufgaben zu trainieren …

    Quelle: Artikel auf ad-hoc-news.de

  • Kims Cyberkriminelle: Wie ein bitterarmes Land Milliarden Dollar in Krypto stiehlt

    Nordkoreanische Hacker stehlen jährlich Krypto im Wert von Milliarden US-Dollar, stärken damit vermutlich das Militär des Landes. Das ist auch deshalb möglich, weil der ansonsten arme Ein-Parteienstaat massiv in IT-Kenntnisse investiert.

    Eben war noch Geld da – aber plötzlich ist das Digital Wallet leer. Es ist ein Problem, das auf einer Kryptobörse niemals vorkommen dürfte: Plattformen, auf denen man Bitcoin, Ethereum oder andere Digitalwährungen kaufen und verkaufen kann, werben schließlich mit ihrem hohen Maß an Sicherheit. Immer wieder aber berichten Medien darüber, dass das Geld der Nutzer auf einmal verschwunden ist. Und immer wieder werden damit Hacker aus einem Land in Verbindung gebracht, auf das man wahrscheinlich eher nicht kommen würde: Nordkorea …

    Nordkorea wohl seit Jahren im Bereich Cybercrime aktiv
    Im Januar stellte der US-Regierungsoffizielle Jonathan Fritz Daten vor, nach denen nordkoreanische Hacker im vergangenen Jahr Kryptogeld im Wert von umgerechnet rund zwei Milliarden US-Dollar gestohlen haben. „Man sollte dabei noch erwähnen, dass dies konservative Schätzungen sind“, sagte Fritz laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. „Der wahre Wert liegt wahrscheinlich deutlich höher.“ …

    Tom Robinson, Mitgründer von Elliptic, einem Compliance- und Analysebüro am Kryptomarkt, sagte laut Bericht: „Für Hacker, die die Geldflüsse verwischen wollen, zählt jede Minute, und sie gehen dabei sehr raffiniert vor.“ Von allen kriminellen Akteuren im Kryptohandel seien jene aus Nordkorea in der Geldwäsche am besten. „Ich vermute, dass sie einen ganzen Raum voller Leute haben, die mit automatisierten Tools und jahrelanger Erfahrung arbeiten. Wir können auch an ihren Aktivitäten sehen, dass sie nur wenige Stunden Pause pro Tag machen und wohl in Schichten arbeiten, um die Kryptowährung in Bargeld umzuwandeln.“ …

    Quelle: Artikel auf web.de

  • Zahlreiche Pläne: Immer mehr Länder setzen auf einen Dollar-Ausstieg

    Von Asien bis nach Südamerika: Weltweit entstehen parallele Finanzsysteme, die ohne den US-Dollar auskommen. Die Gegenbewegung gewinnt an Tempo …

    Die Rolle des US-Dollars als Herzstück des globalen Finanzsystems wird zunehmend hinterfragt. Immer mehr Staaten bauen Alternativen auf – nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus strategischem Kalkül. Ziel ist größere finanzielle Souveränität in einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen.

    BRICS als Motor der Bewegung

    Besonders offensiv agiert das erweiterte BRICS-Bündnis. Neben Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gehören inzwischen auch Ägypten, Iran, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate dazu. Diskutiert wird ein digitales Zahlungssystem namens „BRICS Pay“ sowie eine Recheneinheit („The Unit“), die zu 40 Prozent durch Gold gedeckt sein soll und zu 60 Prozent durch die nationalen Währungen der Mitgliedstaaten. Parallel dazu wird der bilaterale Handel zunehmend in Landeswährungen abgewickelt – etwa zwischen China und Russland in Yuan und Rubel. Indien treibt zudem eine „CBDC-Bridge“ voran, um digitale Zentralbankwährungen direkt zu verbinden und westliche Infrastrukturen wie SWIFT zu umgehen.

    ASEAN: Pragmatismus statt Symbolik

    Die südostasiatischen ASEAN-Staaten verfolgen einen technisch-pragmatischen Ansatz. Über das System „Regional Payment Connectivity“ können Bürger und Unternehmen in acht Mitgliedsstaaten grenzüberschreitend per QR-Code in Lokalwährungen zahlen – ohne Dollar-Zwischenschritt. Ein Strategieplan bis 2030 soll die Nutzung lokaler Währungen im Handel ausweiten und die Dollar-Abhängigkeit gleichzeitig massiv senken. Es geht weniger um eine neue Weltwährung als um funktionierende Alternativen im Alltag …

    Brasilien und Saudi-Arabien: Politische Signale

    Brasiliens Präsident Lula da Silva fordert regelmäßig Alternativen zur Dollar-Abrechnung im südamerikanischen Handel, etwa in Form einer gemeinsamen Handelswährung wie den „Sur“. Saudi-Arabien wiederum signalisiert, Verkäufe von Öl nicht mehr ausschließlich in US-Dollar abzuwickeln – ein potenzieller Dämpfer für das Petrodollar-System …

    Artikel von Ingo Kolf auf wallstreet-online.de

  • Rente mit 70? Deutsche arbeiten länger und für weniger Geld als viele EU-Nachbarn

    Deutsche arbeiten bis 67, Italiener bis 64 – und bekommen 22 Prozent mehr Rente. Jetzt plant die Merz-Regierung vielleicht sogar die Rente mit 70. Der EU-Vergleich …

    Die Entscheidung der 13 Experten könnte das Arbeitsleben von Millionen Deutschen grundlegend verändern und die Kluft zu anderen EU-Ländern weiter vertiefen. Ausgerechnet das Land mit dem niedrigsten Rentenniveau in Westeuropa plant eine weitere Verlängerung der Arbeitszeit, während Nachbarländer wie Italien und Frankreich ihren Bürgern frühere Rente bei höheren Bezügen gewähren? …

    Der europäische Vergleich macht Deutschlands paradoxe Situation deutlich: Deutsche Arbeitnehmer erhalten bei einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren nur 52,9 Prozent ihres vorherigen Nettoeinkommens. In Frankreich hingegen gehen Menschen laut einem Bericht von tagesschau.de mit knapp 64 Jahren in Rente und erhalten ein Rentenniveau von etwa 60 Prozent. Italien übertrifft beide Länder deutlich: Bei einem Renteneintrittsalter von ebenfalls knapp 64 Jahren liegt das Rentenniveau bei 74,6 Prozent …

    Ein weiterer Diskussionspunkt ist die verpflichtende Einbeziehung von Beamten und Politikern in die gesetzliche Rentenversicherung. Den Experten ist jedoch bewusst, dass zusätzliche Beitragszahler das demografische Grundproblem – immer mehr Ruheständler bei gleichzeitig weniger Beitragszahlern – mittelfristig nicht lösen können …

    Quelle: Artikel von Jens Kiffmeier auf merkur.de

  • Warum dem Silberpreis weitere Turbulenzen drohen

    Seit Ende Januar hat sich der CBOE-Silber-Volatilitätsindex zwar von 111 auf 76 Prozent beruhigt. So richtig ruhig dürfte es an den Silbermärkten in den kommenden Wochen aber nicht werden. Gleich mehrere Kennziffern senden Warnsignale.

    Der Silberpreis ist am Donnerstagabend überraschend stark unter Druck geraten. Verantwortlich für den Abverkauf waren laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg einige Marktteilnehmer, die sich im großen Stil von Edelmetallen getrennt haben, um Mittel zum Kompensieren von Verlusten in anderen Anlageklassen freizumachen.

    Es könnte nicht der letzte heftige Rutsch gewesen sien, denn gleich mehrere Faktoren sprechen dafür, dass dem Silberpreis weitere Turbulenzen drohen. Insbesondere die Lage am physischen Silbermarkt ist angespannt …

    Ein zentrales Warnsignal liefern die Lagerbestände an der US-Terminbörse Comex. Seit Oktober 2025 sind die Silberbestände dort regelrecht kollabiert. Insgesamt belaufen sie sich auf mehr als 379 Millionen Unzen. Auf den ersten Blick mag der kombinierte Gesamtbestand damit komfortabel erscheinen. Doch entscheidend ist die Zusammensetzung – und genau hier liegt das Problem. Bei den Silberbeständen unterscheidet die Terminbörse nämlich zwischen „Total Eligible“ (286,2 Millionen) und „Total Registered“ (93,0 Millionen). Als besonders kritisch gilt der niedrige Stand der letztgenannten Kategorie. Diese umfasst ausschließlich jenes Silber, das tatsächlich zur sofortigen Erfüllung von Lieferverpflichtungen aus Futures-Kontrakten zur Verfügung steht. „Eligible“-Bestände hingegen lagern zwar in den zugelassenen Tresoren, sind jedoch nicht automatisch für die Auslieferung registriert und gehören häufig Investoren oder Institutionen, die keinen unmittelbaren Verkaufswillen haben. Sinkt der Anteil des registrierten Silbers deutlich, erhöht sich das Risiko von Engpässen bei physischer Lieferung; insbesondere dann, wenn es eien wachsende Zahl von Marktteilnehmern ihre Lieferansprüche auch tatsächlich ausüben möchte …

    Geopolitische Lage bleibt kritisch

    Auch geopolitische Faktoren verschärfen derzeit die Unsicherheit. Große Volkswirtschaften (vor allem USA und China) betrachten die Versorgung mit Silber zunehmend als strategisch relevant. Silber ist nicht nur ein Edelmetall, sondern auch eine bedeutendes Material für Zukunftstechnologien wie Photovoltaik, Elektromobilität und Halbleiter. Sollte es zu politischen Eingriffen kommen – etwa durch Exportbeschränkungen, den Aufbai strategischer Reserven oder staatliche Eingriffen in die Lieferketten – könnten erhebliche Verwerfungen die Folge sein. Das würde dann zu anhaltenden, hohen Kursschwankungen führen …

    Quelle: Artikel von Jörg Bernhard auf boerse-online.de

  • Gewaltiger Finanzbedarf: Zehn Billionen Dollar nötig – die USA trifft der Schulden-Hammer

    Die USA stehen vor einer der größten Refinanzierungsaufgaben ihrer Geschichte.
    Rund rund zehn Billionen Dollar an Schulden müssen in diesem Jahr refinanziert werden. Das entspricht fast einem Drittel der gesamten US-Staatsverschuldung und geschieht in einem Umfeld deutlich höherer Zinsen als noch vor wenigen Jahren.

    Um die Zinslast zu begrenzen, könnten die USA verstärkt auf kürzere Laufzeiten setzen, da diese bei einer steilen Zinsstrukturkurve günstiger sind. Dieser Prozess erfolge schrittweise über das Jahr und sei nicht außergewöhnlich. Kritisch werde es vor allem dann, wenn sich das Zinsniveau dauerhaft oberhalb des nominalen Wirtschaftswachstums festsetze.

    Langfristig sieht Scherrmann Handlungsbedarf. Setze man heutige Trends fort, könne die Schuldenquote in den kommenden Jahrzehnten deutlich steigen …

    Quelle: Artikel von Clemens Schömann-Finck auf focus.de

  • Deutschland im Job-Stau: 3.084.610 Arbeitslose: Warum Firmen kaum noch einstellen

    Drei Millionen Arbeitslose und trotzdem Fachkräftemangel? Warum Unternehmen 2026 bremsen und der Arbeitsmarkt nicht in Schwung kommt.

    Der Zustand des deutschen Arbeitsmarktes ist „wie ein Brett“, sagte Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, vor kurzem. Er entscheidet sich derzeit aber nicht in den Statistiktabellen aus Nürnberg, sondern in den Vorstandsetagen und Personalabteilungen der Unternehmen. Dort wird kräftig gerechnet, abgewogen, verschoben. Viele Betriebe treten nicht mehr aufs Gaspedal, sondern bleiben auf der Bremse. Neueinstellungen werden geprüft, Projekte vertagt, frei werdende Stellen oft nicht nachbesetzt.

    Nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern ist diese Zurückhaltung kein vorübergehender Reflex, sondern der eigentliche Treiber der aktuell zähen Entwicklung.

    Arbeitsmarkt Deutschland: mehr Abbau, weniger Aufbau

    Wie stark sich diese Verschiebung bereits niederschlägt, zeigen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Tim Kovalenko, Volkswirt am IAB, verweist gegenüber FOCUS online auf Auswertungen bis 2024: „2018 wurden rund zwei Millionen Stellen abgebaut, 2024 waren es etwa 2,5 Millionen.“ …

    Besonders betroffen seien Teile des verarbeitenden Gewerbes, etwa Chemie, Metallerzeugung oder Maschinenbau. „Diese Beobachtungen würden für einen Strukturwandel sprechen“, sagt Kovalenko …

    Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Befragungen, beschreibt die aktuelle Lage aus Sicht der Unternehmen etwas anders gewichtet. Auch er bemerkt: „Im Moment werden vor allem in der Industrie Arbeitsplätze abgebaut. Gleiches gilt für den Handel.“ …

    Statistik spiegelt die Verschiebung am Arbeitsmarkt

    Vor diesem Hintergrund überraschen die aktuellen BA-Zahlen kaum. Im Januar waren 3,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote lag bei 6,6 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der bei der Bundesagentur gemeldeten offenen Stellen auf 598.000.

    Der Arbeitsmarkt verliert demnach nicht überall gleichzeitig an Kraft. Er verlagert sich. Das heißt: „Stellen werden nicht zwingend in denselben Branchen aufgebaut, in denen sie abgebaut worden sind“, sagt Kovalenko. Das gelte auch für Berufe. Wer im Strukturwandel seinen Arbeitsplatz verliere, sei „unter Umständen nicht qualifiziert, einen Beruf auszuüben, in dem gerade ein Fachkräftemangel herrscht“. Hinzu kommt ein regionales Problem: Wenn im Süden Industriearbeitsplätze wegfallen, nützt es wenig, dass in Berlin IT-Fachkräfte gesucht werden …

    Für ifo-Experte Wohlrabe hat die aktuelle Schwäche aber „vor allem konjunkturelle Gründe“. Es fehlten Aufträge, deshalb werde weniger Personal gebraucht. „Der Fachkräftemangel ist ja auch zurückgegangen. Das passiert immer, wenn die Konjunktur schwach läuft.“

    Gleichzeitig nennt er wirtschaftspolitische Unsicherheit als Bremsfaktor: Fehlende Planungssicherheit hemme Investitionen und mache Personalplanungen vorsichtiger. Neben der Konjunktur spiele aber auch die strukturelle Transformation eine Rolle: „Das alte und erfolgreiche Wirtschaftsmodell vor Corona gibt es nicht mehr.“ …

    Eine schnelle Belebung erwarten indes beide Experten nicht …

    Quelle: Artikel von Thomas Sabin auf focus.de

  • US-Dollar vor der Todesspirale: Gold-Bombe vor der Detonation – warum jetzt sogar 12.000 US-Dollar möglich sind

    Ein Top-Analyst warnt vor einer Dollar-„Todesspirale“ und sieht Gold erst am Anfang eines historischen Bullenlaufs. In seinem Extrem-Szenario steigt das Edelmetall bis auf 12.000 US-Dollar.

    Der Goldmarkt bekommt neuen Auftrieb durch eine spektakuläre Prognose des Investors Daniel Oliver, Gründer des auf Edelmetalle spezialisierten Hedgefonds Myrmikan Capital. Oliver erwartet eine mehrstufige Rallye, die Gold auf 8.000 bis 12.000 US-Dollar pro Unze treiben könnte – getrieben von strukturellen Problemen des US-Finanzsystems. In einer vielbeachteten Analyse beschreibt er die USA als „Gefangene einer Gelddruckfalle“, in der steigende Zinsen, massive Staatsschulden und ausgereizte Bilanzen der Notenbank unweigerlich zu einer Neubewertung von Gold führen müssten.

    Oliver skizziert drei Phasen dieses möglichen Superzyklus. Die erste habe 2022 begonnen, als die USA russische Dollarreserven eingefroren und damit viele Vermögensverwalter an die Rolle von Gold als politisch unangreifbare Reserve erinnerte. Die zweite Phase erwartet er, wenn die künftige Fed-Führung – unter Donald Trumps Kandidaten Kevin Warsh – angesichts auslaufender US-Staatsanleihen im Volumen von rund 10 Billionen US-Dollar gezwungen wäre, erneut massiv Anleihen zu kaufen. Eine dritte Phase beschreibt er als „Todesspirale“, in der höhere Zinsen die Defizite so stark erhöhen, dass der Staat nur noch mit Hilfe der Notenbank zahlungsfähig bleibt …

    Parallel dazu sortiert sich der Markt nach den überraschend schwachen US-Einzelhandelsumsätzen vom Dienstag neu. Der heute veröffentlichte Arbeitsmarktbericht fiel zwar besser aus als befürchtet, änderte aber wenig an der übergeordneten Erwartung einer abkühlenden Konjunktur. Analyst Achilleas Georgolopoulos sprach von einer „gezielten Erwartungssteuerung“, mit der US-Regierungsberater in den vergangenen Tagen versucht hätten, negative Überraschungen abzufedern und die Risikobereitschaft der Märkte zu bremsen.

    Auch geopolitische Spannungen stützen die Edelmetalle: Laut Wall Street Journal erwägen die USA neue Maßnahmen gegen iranische Öltanker, während Premierminister Benjamin Netanjahu in Washington erwartet wird …

    Quelle: Artikel von Gina Moesing auf wallstreet-online.de

  • Zu viele Abwicklungsfälle: Volksbanken gründen zweite Bad Bank

    Die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine neue Bad Bank: die BAG Treuhand. Sie soll Problemkredite der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln. Zwar gibt es schon eine Bad Bank in dem Sektor, jedoch war diese bekanntermaßen zuletzt stark beansprucht.

    Die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine neue Abwicklungsgesellschaft gegründet. Die BAG Treuhand, die Bad Bank der genossenschaftlichen Finanzgruppe, soll laut „Handelsblatt“ problematische Kredite und Projekte mit einem Volumen von rund 850 Millionen Euro von der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln. Zunächst hatte „Finanz-Szene“ berichtet. Die Raiffeisenbank im Hochtaunus wurde im vergangenen Jahr durch die anderen Genossenschaftsbanken gerettet. Das Kürzel BAG steht für Bankaktiengesellschaft.

    Beteiligt an der BAG Treuhand sind die Volksbank Mittelhessen, die die Raiffeisenbank im Hochtaunus Mitte 2025 übernommen hatte, und die BAG Hamm, eine andere Abwicklungsbank des genossenschaftlichen Sektors. Die BAG Hamm ging Mitte der 1980er-Jahre aus der damals havarierten Hammer Bank Spadaka (Bilanzsumme damals: 1,7 Milliarden D-Mark) hervor und entwickelte sich über die Jahre zum Abwicklungsspezialisten für den gesamten Sektor, wie „Finanz-Szene“ berichtet. Als 100-prozentige Tochter des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) übernimmt sie Problemkredite von Banken, die Unterstützung durch die BVR-Sicherungseinrichtung benötigen.

    Zuletzt häuften sich die Stützungsfälle im genossenschaftlichen Sektor, sodass die BAG Hamm derzeit stark beansprucht ist. Durch abenteuerliche Investments hat so manches Institut die Bodenhaftung verloren, zuletzt etwa die Volksbank Konstanz, die dem Immobilieninfluencer Immo Tommy Millionen hinterherwarf. Die neue Bad Bank BAG Treuhand soll nun Abhilfe schaffen …

    Quelle: Artikel auf manager-magazin.de

  • Brics-Staaten arbeiten an alternativem Zahlungssystem

    Indiens Zentralbank treibt die Verknüpfung digitaler Währungen voran. Man will die Abhängigkeit vom Dollar verringern, aber die USA nicht provozieren.

    Die indische Zentralbank hat der Regierung in Neu-Delhi vorgeschlagen, die Verknüpfung der digitalen Zentralbankwährungen der Brics-Staaten auf die Tagesordnung des diesjährigen Gipfeltreffens zu setzen …

    Indien hat 2026 den Vorsitz der Staatengruppe inne, zu der neben Brasilien, Russland, China und Südafrika mittlerweile auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran, Ägypten, Äthiopien und Indonesien gehören …

    Das Vorhaben zielt darauf ab, grenzüberschreitende Zahlungen für Handel und Tourismus zu erleichtern. Gleichzeitig könnte es die Abhängigkeit vom US-Dollar verringern – ein Schritt, der in Washington auf Widerstand stoßen dürfte. US-Präsident Donald Trump hatte die Brics-Allianz bereits als „anti-amerikanisch“ bezeichnet und mit Zöllen gedroht, sollten die Mitgliedstaaten Maßnahmen zur Umgehung des Dollars ergreifen.

    Sanktionen und systemische Risiken

    Der Vorstoß der indischen Zentralbank ist auch eine Reaktion auf die zunehmende geopolitische Instrumentalisierung des Finanzsystems. Der Ausschluss Russlands aus dem Swift-System und das Einfrieren von rund 300 Milliarden US-Dollar russischer Reserven nach dem Einmarsch in die Ukraine haben gezeigt, wie verwundbar Staaten gegenüber den westlich dominierten Finanzstrukturen sind.

    Auch Iran, Nordkorea und Kuba waren bereits von ähnlichen Maßnahmen betroffen. Für viele Brics-Staaten war der Fall Russland jedoch ein Wendepunkt: Wenn selbst die Vermögenswerte eines Landes dieser Größe eingefroren werden können, ist kein Staat vor solchen Eingriffen sicher …

    Quelle: Artikel von Uwe Kerkow auf telepolis.de

  • “Bitcoin könnte noch auf 40.000 US-Dollar fallen”

    Bitcoin notiert bei rund 70.000 US-Dollar und konsolidiert damit weiterhin nach einer heftigen Korrektur in den letzten Tagen. Auch Ethereum erholt sich auf ein Niveau von rund 2000 US-Dollar. Das Stimmungsbarometer steht mit 10 Punkten weiterhin auf extremer Angst …

    Grund für den Absturz war ein Cocktail aus Ereignissen: Kapital floss in KI, Tech-Aktien korrigierten, Bitcoin wurde mit nach unten gezogen. Angst vor Quantencomputern, Liquiditätsentzug durch den Yen-Carry-Trade, Spannungen im Nahen Osten und überhebelte Treasury-Modelle spielten ebenfalls eine Rolle.

    Die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher neuer Chef der US-Notenbank wird an den Märkten als Signal für eine länger anhaltend straffe Geldpolitik gewertet. Zinssenkungen gelten vorerst als unwahrscheinlich. Für Risikoanlagen wie Aktien und Kryptowährungen bleibt das Umfeld damit angespannt.

    Zusätzlich kursiert in der Szene die Theorie, dass ein großer Hedgefonds aus Hongkong mit komplexen Derivatestrategien in Schieflage geraten sein könnte. Zwangsliquidationen über verschiedene Märkte hinweg hätten demnach eine Kettenreaktion ausgelöst und den Verkaufsdruck weiter verschärft.

    Der Kryptomarkt erlebte vergangene Woche einen der härtesten Einbrüche seit dem FTX-Kollaps im November 2022. Zeitweise fiel der Fear & Greed-Index auf den niedrigsten Wert aller Zeiten. Einige Marktbeobachter erwarten mittlerweile einen Absturz auf zwischen 40.000 und 50.000 US-Dollar, damit 80 Prozent vom Allzeithoch. Typisch für Bärenmärkte …

    Quelle: Artikel von Giacomo Maihofer auf btc-echo.de

  • CDU-Konzept zur Rente belastet Ältere: Diese radikalen Einschnitte drohen

    Der CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Reformen bei der Rente. So sollen die „explodierenden“ Sozialabgaben eingedämmt werden. Doch für Rentner bedeutet das Verluste …

    Wirtschaftsrat will „Privilegierungen“ bei der Rente abschaffen – auch Grundrente darunter

    Zu dieser „Privilegierung“ zählt für den Wirtschaftsrat auch die Grundrente. Den Zuschlag bekommen Menschen im Ruhestand, wenn sie viele Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, jedoch in dieser Zeit nur ein geringes Einkommen hatten …

    Mütterrente soll weg – dafür aber höhere Abschläge auf eine frühere Rente

    Auch die Abschaffung der sogenannten Mütterrente hätte geringere Renten zur Folge. Betroffen wären vor allem Frauen. Wenn sie zugunsten der Kindererziehung eine Zeit lang nicht erwerbstätig sind, erhalten sie dafür keine Rentenpunkte mehr …

    Wer vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand geht, muss dagegen höhere Abschläge als bisher in Kauf nehmen …

    „Mittelfristig“ soll das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus „durch Koppelung an die Lebenserwartung“ steigen, fordert der Wirtschaftsrat. Einige Ökonomen, darunter die sogenannten Wirtschaftsweisen, fordern schon länger die Verknüpfung der Regelaltersgrenze mit der Lebenserwartung …

    Quelle: Artikel von Max Schäfer auf wa.de

  • Weiteres deutsches Traditionsunternehmen stellt Produktion am Stammsitz ein

    Erneut stellt ein traditionsreiches Unternehmen die Produktion an seinem Stammsitz ein. Die Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz.

    Stuttgart – Erst zum Ende des Jahres 2025 wurde bekannt, dass ein deutsches Traditionsunternehmen offenbar die Produktion an seinem Stammsitz einstellen will, wovon rund 340 Mitarbeiter betroffen sind. Nun kommen ähnliche Ansagen auch von einer 1877 gegründeten Firmengruppe, die in ganz Europa tätig ist. Die Mayer-Gruppe, offiziell Mayer-Kuvert-network GmbH, mit Sitz in Heilbronn (Baden-Württemberg) ist auf die Herstellung von Briefumschlägen, Verpackungen und Versandmaterialien spezialisiert und umfasst mehr als 30 einzelne Unternehmen.

    Wie die Heilbronner Stimme jüngst berichtete, will die Gruppe aber ausgerechnet am Stammsitz in Heilbronn noch im laufenden Jahr 2026 die Produktion einstellen, wodurch die dortigen Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Gründe gibt das Traditionsunternehmen mit der zunehmenden Digitalisierung und der damit einhergehenden rückläufigen Nachfrage nach Briefumschlägen und Kuverts an. Zudem sind auch die steigenden Kosten und eine Überkapazität Faktoren …

    Das Unternehmen wurde laut der Firmenhistorie vor fast 150 Jahren als Ernst Mayer Briefhüllenfabrik in Heilbronn gegründet und expandierte als Mayer-Kuvert-network Anfang der 2000er Jahre durch mehrere Übernahmen in große Teile Europas. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen über 1.500 Mitarbeiter in mehr als 30 Firmen …

    Quelle: Artikel von Julian Baumann auf merkur.de

  • China fordert Banken auf Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren

    Chinesische Regulierungsbehörden haben den Finanzinstituten des Landes aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Marktvolatilität empfohlen, ihre Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren …

    Chinesische Beamte hatten die Banken aufgefordert, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen, und diejenigen mit hohem Engagement angewiesen, ihre Positionen zu reduzieren, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen laut Bloomberg News berichteten …

    Obwohl die Aufforderung unter dem Vorwand der Risikostreuung formuliert wurde, könnte sie einen aktuellen globalen Trend verstärken, in dessen Rahmen Länder wie Indien und Brasilien angesichts wachsender Zweifel am amerikanischen Exzeptionalismus ihr Engagement am weltweit größten Anleihemarkt reduzieren (FMW: Debasement Trade). Geopolitische Risiken wie die Drohungen von Präsident Donald Trump gegenüber Grönland haben die Unsicherheit nur noch verstärkt und die Suche nach alternativen Anlagen wie Gold angeheizt …

    „Dies ist der jüngste Beweis für eine sich abzeichnende Entwicklung – ein Zeichen dafür, dass die Erwartung langfristiger struktureller Abflüsse aus dem Dollar nicht nur eine Illusion ist“, sagte Gareth Berry, Stratege bei Macquarie Group Ltd. „Vermögensverwalter mit Sitz in den USA, in Europa und nicht nur in Dänemark, sondern nun auch in China, stimmen möglicherweise mit den Füßen ab.“ …

    Quelle: Artikel von Claudio Kummerfeld auf finanzmarktwelt.de

  • Umsatz fällt deutlich: Kleine Unternehmen zunehmend unter Druck – Insolvenzen drohen

    Der Datendienstleister Datev untersucht regelmäßig den Zustand eines der wichtigsten Wirtschaftsfelder in Deutschland – des Mittelstandes. Die Diagnose ist nicht rosig.

    Die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind jahrzehntelang das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Einer Untersuchung des Nürnberger Daten-Dienstleisters Datev zufolge sind sie in den vergangenen Jahren stark unter Druck geraten. Insolvenzen nehmen zu – vor allem bei sehr kleinen Unternehmen und bei größeren Mittelständlern mit mehr als 100 Beschäftigten …

    Mittelstand verliert Anteile an Umsatz und Beschäftigung
    Mehr als 99 Prozent der mehr als drei Millionen Unternehmen in Deutschland fallen in die Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Sie wird in der Regel bis 500 Mitarbeiter und bis 50 Millionen Euro Jahresumsatz definiert. Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren laut Datev-Angaben stabil geblieben.

    Allerdings fiel ihr Anteil am Umsatz und an der Beschäftigung im Zeitraum von 2018 bis 2023 jeweils um vier Prozentpunkte, auf 26,2 Prozent beziehungsweise 53,3 Prozent, der Anteil an der Bruttowertschöpfung um zwei Prozentpunkte auf 40,9 Prozent.

    Mehr Pleiten

    Die Zahl der Insolvenzen in einzelnen Branchen habe sich bei den Mittelständlern im vergangenen Jahr stark erhöht – vor allem bei den ganz kleinen Betrieben ohne Angestellte und bei den größeren Mittelständlern mit mehr als 100 Beschäftigten. „Die klassischen KMU mit bis zu 100 Mitarbeitern, die 2024 noch die höchsten Zuwachsraten verzeichneten, zeigen 2025 eine leichte Beruhigung“, heißt es in der Datev-Erhebung. Erhöhtes Insolvenzgeschehen gebe es etwa in den Bereichen Baugewerbe, Gastgewerbe und im verarbeitenden Gewerbe …

    Quelle: Artikel auf t-online.de

  • Nach Vorschlag der Linkspartei: Union lehnt Wiedereinführung der Vermögenssteuer weiter ab

    Die Union lehnt die Vorschläge der Linkspartei zur Wiedereinführung einer Vermögenssteuer ab. Der finanzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, Güntzler, sagte im Deutschlandfunk, ein großer Teil der Vermögen sei nicht frei verfügbar, sondern in Unternehmen gebunden.

    Eine zusätzliche Steuer darauf würde Investitionen bremsen und Arbeitsplätze gefährden, so Güntzler …

    Laut einer von der Linkspartei in Auftrag gegebenen Studie könnte eine Vermögenssteuer dem Staat bis zu 150 Milliarden Euro im Jahr einbringen. Die Untersuchung geht von einer Versteuerung von Vermögen ab einer Million Euro für Privatpersonen und ab fünf Millionen Euro für Unternehmen aus.
    Durchgeführt wurde die Studie vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Der Autor Stefan Bach sprach von einem ambitionierten Konzept. Er warnte aber auch davor, dass ein Teil der Betroffenen Vermögenswerte ins Ausland verlagern könnten und sich das Steueraufkommen dadurch reduzieren könne.

    Quelle: Artikel auf deutschlandfunk.de

  • Bolt: Chinesischer Roboter läuft Weltrekord ein

    Ein chinesisches Forschungsteam stellt mit dem humanoiden Roboter Bolt einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf. Die Entwicklung markiert einen Meilenstein für den Einsatz in Logistik und Industrie.

    Ein chinesischer Zweibeiner-Roboter hat mit 10 Metern pro Sekunde einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt – und bewegt sich damit im Tempo von Spitzenathleten. Die Entwicklung markiert einen Meilenstein im globalen Wettrennen um leistungsfähige humanoide Roboter.

    Hangzhou. Der Kampf um die Vorherrschaft in der Robotik hat einen neuen Schauplatz: die Laufbahn. Ein Forschungsteam aus Hangzhou hat mit „Bolt“ einen humanoiden Roboter präsentiert, der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde sprintet. Diese Leistung, die in der vergangenen Woche bekannt wurde, stellt einen neuen Weltrekord für zweibeinige Roboter dar und bewegt sich im Bereich von Olympia-Athleten …

    Der 1,75 Meter große und 75 Kilogramm schwere Roboter, benannt nach dem Sprint-Legenden Usain Bolt, musste für seinen Rekord eine zentrale Hürde meistern: in Echtzeit Umgebungsdaten verarbeiten und seine Haltung sowie seinen Gang millisekundenschnell anpassen.

    Ein viel beachtetes Demonstrationsvideo zeigt Bolt im direkten Duell mit Wang Hongtao, dem Institutsleiter und Gründer von MirrorMe, auf nebeneinander stehenden Laufbändern. Der rot lackierte Android behält dabei eine stabile, aufrechte Haltung bei, während seine Beine in extrem hoher Frequenz arbeiten. Mit kürzeren, aber schnelleren Schritten überholt er schließlich den menschlichen Läufer – ein beeindruckender Beweis für die gelösten Probleme bei Dynamik und Balance …

    Die Fortschritte kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Allein in China arbeiten nach Angaben von Ende 2025 über 150 Unternehmen an humanoiden Robotern. Geschwindigkeit und Agilität auf menschlichem Niveau gelten als entscheidender Schritt zur kommerziellen Nutzbarkeit. Schnelle Mobilität ist essenziell für effiziente Einsätze in Logistikzentren, bei der Katastrophenhilfe oder in anspruchsvollen Industrieprozessen …

    Quelle: Artikel auf ad-hoc-news.de

  • „Saufen ab“: Run auf Gold und Silber führt zu kritischem Lieferengpass – und es wird wohl nicht besser

    Silber wird für Zukunftsindustrien immer wichtiger und auch die Nachfrage nach Gold steigt rasant. Das führt zu massiven Engpässen.

    Frankfurt – In wirtschaftlich unsicheren Zeiten steigt die Nachfrage nach Gold und Silber. Eine Folge ist, dass Produzenten an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen, da die physische Produktion nicht kurzfristig skalierbar ist. Welche Folgen das für Edelmetallhändler hat, lässt sich derzeit beobachten.

    Edelmetallhändler kämpfen mit Lieferengpässen: Crash wird als Kaufgelegenheit genutzt

    „Wir saufen ab, aber sowas von“, sagte Michael Eubel, Abteilungsleiter Sorten und Edelmetalle der BayernLB, dem Handelsblatt. Seit gut sechs Wochen herrsche Ausnahmezustand. Man bekomme oft doppelt so viele Aufträge am Tag, wie man bearbeiten könne. Auch die Scheideanstalten, die aus dem Rohstoff handelbare Barren und Münzen prägen, kämen nicht hinterher, sodass es zu Lieferengpässen und -verzögerungen komme. Der Crash an den Terminmärkten habe das Problem noch verschärft, da viele Kunden den Rücksetzer als Kaufgelegenheit nutzen wollten …

    Edelmetallhändler kämpfen mit Lieferengpässen: Silber wird verstärkt von der Industrie nachgefragt

    Vor allem bei Silber zeigt sich der Engpass. Dieser hat mehrere Ursachen. Seit Jahren wird mehr von dem Edelmetall verbraucht als gefördert. Laut Daten des Silver Institute beläuft sich das weltweite Silberangebot auf 31.100 bis 31.800 Tonnen pro Jahr. Verbraucht werden jedoch 34.000 bis 37.000 Tonnen. Und der Bedarf könnte weiter steigen.

    Ein Grund dafür ist, dass Silber, anders als Gold, dessen Nachfrage primär von Anlegern und Zentralbanken geprägt ist, zunehmend in der Industrie nachgefragt wird. Es wird vor allem im Photovoltaik-, im Elektroauto- und im KI-Sektor benötigt. Bisher wurde die Differenz laut Wolfgang Wrzesniok-Roßbach von der Unternehmensberatung Fragold durch Lagerbestände von Banken oder Händlern ausgeglichen. Diese schrumpfen allerdings immer weiter …

    Quelle: Artikel von Markus Hofstetter auf merkur.de

  • Hohe Staatsschulden, nervöse Anleihemärkte: Die Politik muss handeln

    Wachsende Staatsschulden und höhere Zinsen setzen viele Staaten unter Druck. Die Verspannungen am amerikanischen und japanischen Anleihemarkt zeigen: Ohne eine finanzpolitische Kehrtwende schnappt die Schuldenfalle früher oder später zu
    Die Staatsfinanzen sind wieder in den Fokus gerückt. Steigender Finanzierungsbedarf bei inzwischen wieder höheren Zinsen bedeutet Stress für manchen Finanzminister. Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf dem amerikanischen und japanischen Anleihemarkt. Beide Länder – insbesondere Japan – haben einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft …

    Wackelkandidaten auch in der Eurozone

    In der Eurozone sieht die Lage zwar insgesamt etwas besser aus. Aber einzelne Länder – insbesondere Frankreich – sind ebenfalls finanzpolitische Wackelkandidaten. Die Stabilitätskriterien der Währungsunion werden von Frankreich und vielen anderen Ländern schon lange nicht mehr erfüllt. Gemäß dem „Compliance Tracker“ der Europäischen Kommission hat Frankreich die EU-Fiskalregeln in den letzten 25 Jahren nur zu 24 Prozent eingehalten. Selbst Deutschland kommt nur auf einen Wert von 54 Prozent.

    Abgesehen von der mangelnden Regeltreue zeigen die offiziellen Zahlen zur Staatsverschuldung noch nicht die ganze Wahrheit. In Europa fehlen in den nationalen Daten etwa die gemeinschaftlich finanzierten Schulden (beispielsweise der sogenannten Corona-Wiederaufbaufonds „Next Generation EU“). Quantitativ weitaus bedeutender sind die verdeckten Schulden, die in den sozialen Sicherungssystemen schlummern. Sie summieren sich in Deutschland auf fast 400 Prozent des BIP und werden mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge nach und nach zu offiziellen Staatsschulden, wenn nicht zuvor Gegenmaßnahmen ergriffen werden …

    Quelle: Artikel von Jörg König und Jörn Quitzau auf capital.de

  • Kryptowährungen auf Tauchkurs: Bitcoin halbiert – warum stürzt der Kurs ab?

    Der Bitcoin-Preis rutscht seit Monaten ab. In der Nacht ist die Marke zeitweise bis auf 60’000 US-Dollar gefallen. Am Morgen erholte sich die bekannteste Kryptowährung wieder und stieg auf rund 65’000 Dollar. Innert kurzer Zeit hat sich der Wert des Bitcoins damit halbiert. Was treibt den neuen Krypto-Crash an und wie gefährlich ist er? Wirtschaftsredaktorin Charlotte Jacquemart ordnet die Entwicklungen ein …

    Wie ist der Bitcoin-Crash dieses Mal einzuschätzen?
    Kryptowährungen schwanken stark. Jedoch sind die nackten Zahlen eindrücklich: Im Oktober lag der Bitcoin bei 125’000 US-Dollar – ein Rekordstand. Nun ist der Kurs etwa halb so hoch. Die Krypto-Szene spricht von einem «Krypto-Winter». Auch viele andere Kryptowährungen werden verkauft; beispielsweise Ethereum und Solana stehen 30 Prozent tiefer als noch vor einer Woche. Parallel verlieren Aktien von Kryptobörsen und Firmen mit grossen Krypto-Beständen an Wert …

    Was steckt hinter diesem neuen «Krypto-Winter»?

    Verschiedene Faktoren kommen zusammen. Ein Grund ist der Verkauf von allem, was mit Technologie zu tun hat: Investoren sind vorsichtiger geworden, weil viele Tech-Aktien zu teuer geworden sind – Stichwort KI-Hype. Und viele Anlegerinnen und Anleger nehmen Kryptowährungen eben auch als Technologie-Investment wahr. Ein weiterer Grund ist die Gewinnmitnahme: Wer früh Bitcoin kaufte, macht immer noch Gewinn, wenn er oder sie jetzt verkauft …

    Welche Rolle spielt Spekulation beim aktuellen Absturz?

    Eine zentrale. Nach dem Amtsantritt von Donald Trump war der Bitcoin stark gestiegen. Viele Anleger kauften auf Pump, also fremdfinanziert. Solange die Kurse steigen, funktioniert das. Fallen sie jedoch deutlich, müssen solche Spekulanten Geld nachschiessen oder die Kredite zurückzahlen. Das führt dazu, dass erst recht alle verkaufen und den Crash damit verstärken. Das kennt man auch aus anderen auf Pump finanzierten Käufen am Finanzmarkt. Vor einer Woche waren sie beim Gold zu beobachten …

    Kryptowährungen bleiben hoch spekulativ und eignen sich kaum als Zahlungsmittel …

    Quelle: Artikel von Charlotte Jacquemart auf srf.ch

  • Macht eine neue Vermögensteuer das Land gerechter?

    Die Linke will die Vermögensteuer zurück und hat von einem Wirtschaftsinstitut berechnen lassen, wie viel Geld das bringen würde: Es geht demnach um 147 Milliarden Euro pro Jahr …

    Union warnt vor hoher Steuerlast

    Spahn hatte im September 2025 in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ gesagt, dass die Vermögensverteilung „so nicht in Ordnung ist“. Im Gegensatz zur Linken zeigte er sich zu dem Zeitpunkt aber eher offen, bei der Erbschaftsteuer anzusetzen oder einer Reform der Sozialsysteme.Auch seine Parteikollegin Gitta Connemann, Chefin der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, lehnt eine Wiedereinführung der Vermögensteuer ab. Im Handelsblatt warnte sie, Unternehmen in Deutschland würden bereits jetzt eine hohe Steuerlast tragen …

    Dem arbeitnehmernahen DIW gegenüber steht das arbeitgebernahe Deutsche Institut für Wirtschaft IW. Auch Tobias Hentze vom IW sieht, dass Vermögen in Deutschland ungleich verteilt sind. Aus Unternehmersicht sei es jedoch besser, systematisch bei den Einkommen und Einkünften anzusetzen, sagt er, also die Einkommensteuer anzuheben, Kapitalerträge zu besteuern und so die Zugewinne zu schmälern …

    Außerdem seien bei den Top-Vermögen zwei Drittel Betriebsvermögen, erläutert Hentze. Deswegen würde eine Vermögensteuer vor allem Unternehmen belasten, und „diese Unternehmen haben dann weniger Geld, um zu investieren, weniger Geld, um Löhne zu erhöhen, und von daher gibt es eben ökonomische Risiken, die bei einer Vermögensteuer bestehen“ …

    Quelle: Artikel von Bianca Schwarz auf tagesschau.de

  • Playmobilwerk in Bayern schließt: 350 Mitarbeiter betroffen

    Ein Playmobilwerk in Bayern wird geschlossen. Die Produktion wird auf andere Standorte verlagert. Grund ist der massive Kostendruck in Deutschland.

    Dietenhofen – Die Produktion wird eingestellt: Das Playmobilwerk in Dietenhofen steht vor dem Aus. Die Horst Brandstätter Group, zu der die Kultmarke gehört, hat die Schließung angekündigt. Hunderte Mitarbeiter sind betroffen.

    In Dietenhofen wird die Playmobil-Produktion komplett eingestellt.

    Rund 350 Beschäftigte sind von der Schließung des Werks betroffen.

    Der Konzern begründet den Schritt mit massiv gestiegenen Kosten in Deutschland …

    Quelle: Artikel von Katarina Amtmann auf msn.com

  • Kryptomarkt unter Druck: Krypto-Crash bei Bitcoin, Ethereum & Co. beschleunigt sich: Bessent erteilt Rettungsschirm klare Absage

    Die klare Absage von US-Finanzminister Scott Bessent bezüglich staatlicher Stützungsmaßnahmen für den Kryptosektor hat den Markt tief verunsichert …

    Michael Burry warnt vor fundamentaler Wertvernichtung

    Zusätzliches Öl ins Feuer goss der prominente Investor Michael Burry, der durch seine korrekte Prognose der Finanzkrise von 2008 weltweite Bekanntheit erlangte. In einem aktuellen Beitrag auf seinem Substack-Kanal, aus welchem Yahoo Finance zitiert, warnte Burry davor, dass ein anhaltender Preisverfall bei Bitcoin eine unkontrollierbare „Todesspirale“ in Gang setzen könnte, die zu einer massiven Zerstörung von Marktkapitalisierung führen würde. Michael Burry kritisierte in seinem Schreiben an die Abonnenten zudem das Narrativ der Kryptowährung als Inflationsschutz. „Bitcoin wurde als rein spekulatives Asset entlarvt und ist weit davon entfernt, eine Absicherung gegen Währungsabwertung zu sein, wie es Gold und andere Edelmetalle sind“, konstatierte Michael Burry in seiner Analyse der aktuellen Marktlage …

    Quelle: finanzen.net

  • Damoklesschwert Chip-Lieferketten: „Dann kommt eine bisher ungesehene Wirtschaftskrise“

    Google investiert Milliarden in eigene KI-Chips, um unabhängiger von Nvidia zu werden. Doch die globale Lieferkette bleibt extrem fragil: Entworfen im Westen, gefertigt fast ausschließlich in Taiwan. Experten warnen: Fällt TSMC aus, droht eine weltweite Wirtschaftskrise.

    Quelle: n-tv.de

  • Börsen-Experte erklärt: Wir erleben gerade den Wandel zu einer völlig neuen Finanz-Ordnung

    Steigende Märkte und Gold auf Rekordniveau, während Schulden und Vertrauen kippen. Warum diese Phase gefährlicher werden könnte als 2000 und 2008.
    Die Finanzmärkte befinden sich in einer der volatilsten Phasen des 21. Jahrhunderts. Gold markiert neue Allzeithochs, Silber steigt noch schneller, während Aktienindizes weiter nach oben klettern.

    Doch der Eindruck trügt: Der Aufschwung wirkt fragil, entkoppelt von der Realwirtschaft und zunehmend von Hoffnung statt Fundamentaldaten getragen.

    Wir erleben den Wandel in eine neue finanzielle Ordnung

    Gleichzeitig verschärfen sich geopolitische Spannungen, alte Machtverhältnisse verschieben sich, und das Vertrauen in zentrale Institutionen nimmt sichtbar ab.

    Was wir derzeit erleben, ist weniger ein klassischer Marktzyklus als vielmehr der Übergang in eine neue finanzielle Ordnung.

    Anders als 2000 oder 2008: Komplettes Fundament unter Druck

    Der entscheidende Unterschied zu früheren Krisen liegt im Ort der Überlastung. Im Jahr 2000 platzte die Technologieblase, während Staatsanleihen stabil blieben. 2008 kollabierte das Bankensystem, doch US-Staatsanleihen fungierten erneut als sicherer Hafen.

    Heute jedoch stehen genau diese Anleihen selbst unter Druck. Mit rund 38 Billionen US-Dollar Schulden und stark steigenden Zinskosten wächst der Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der US-Finanzen.

    Hinzu kommt die zunehmende Instrumentalisierung des US-Dollars. Sanktionen, Handelsdrohungen und politische Eingriffe haben vielen Staaten vor Augen geführt, dass Dollar-Reserven nicht bedingungslos verfügbar sind.

    Entwicklung ein Ausdruck schwindenden Vertrauens

    Zentralbanken reagieren mit einer schrittweisen Reduzierung ihrer Dollarabhängigkeit und massiven Goldkäufen. Diese Entwicklung ist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck schwindenden Vertrauens in das bestehende System.

    Besonders brisant ist die Tatsache, dass Staatsanleihen das Fundament des globalen Finanzsystems bilden. Sie dienen als Sicherheiten, Bewertungsmaßstab und Vertrauensanker. Wird dieses Fundament infrage gestellt, fehlt ein funktionierendes Sicherheitsnetz – ein Szenario, das es in dieser Form weder 2000 noch 2008 gab …

    Es droht mehr als ein gewöhnlicher Abschwung

    Fazit: Was sich abzeichnet, ist kein gewöhnlicher Abschwung. Während frühere Krisen einzelne Sektoren trafen, steht heute das Vertrauen in das gesamte Finanzgefüge auf dem Prüfstand.

    Alte Stabilitätsanker verlieren an Wirkung, politische und geldpolitische Spielräume sind eingeschränkt.

    Anleger sollten sich daher weniger auf schnelle Erholungen verlassen, sondern auf anhaltende Volatilität, strukturelle Umbrüche und eine Phase der Neuordnung einstellen, die die Märkte nachhaltiger verändern dürfte als jede Krise der vergangenen Jahrzehnte …

    Quelle: Artikel von Stefan Feulner auf focus.de

  • Insolvenz fordert Tribut: Renommierter Modehändler muss alle Filialen schließen

    Nach der Insolvenz steht eine bekannte Modekette endgültig vor dem Aus. Alle Filialen müssen schließen. Hunderte Mitarbeiter verlieren ihren Job.

    Hannover – Nach der Insolvenz folgt nun das endgültige Aus: Der Herrenausstatter Wormland muss alle Filialen schließen. Bei der Suche nach einem Investor seien zwar einige Angebote eingegangen, eine Einigung der Interessenten mit den Vermietern konnte jedoch nicht erreicht werden, teilte der Insolvenzverwalter Stephan Michels mit. Deshalb müssen alle Geschäfte schließen. 250 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die Modebranche bleibt damit weiterhin von einer Insolvenzwelle gebeutelt …

    Quelle: Artikel von Max Schäfer auf merkur.de

  • Stark: Gold zurück über 5.000 Dollar

    Nach dem kräftigen Rücksetzer beim Goldpreis bis in den Bereich von 4.400 Dollar hat das Edelmetall nun zur Gegenbewegung angesetzt. Bereits am Montag konnte sich Gold von seinen Tiefständen im Tagesverlauf lösen, am Dienstag ging es weiter nach oben. Und auch der Mittwochmorgen sieht stark aus. Dem Goldpreis ist die Rückeroberung der 5.000-Dollar-Marke gelungen …

    Große Banken wie JPMorgan und die Deutsche Bank werten die Korrektur als Kaufgelegenheit. JPMorgan-Stratege Gregory Shearer sieht den übergeordneten Aufwärtstrend trotz kurzfristiger Schwankungen als intakt an. Er verweist auf einen anhaltenden strukturellen Trend zur Diversifikation sowie auf die weiterhin starke Rolle realer Vermögenswerte gegenüber Papierwerten. Entsprechend hob er sein Jahresendziel für Gold bis zum Jahresende auf 6.300 Dollar je Unze an …

    Quelle: Artikel von Marion Schlegel auf deraktionaer.de

  • CDU-Konzept zur Rente belastet Ältere: Welche spürbaren Einschnitte drohen

    Der CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Reformen bei der Rente. So sollen die „explodierenden“ Sozialabgaben eingedämmt werden. Doch für Rentner bedeutet das Verluste …

    Wer vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand geht, muss dagegen höhere Abschläge als bisher in Kauf nehmen. Der Wirtschaftsrat nennt keine konkrete Zahl, spricht jedoch von „versicherungsmathematisch korrekten, höheren Abschlägen“. Zudem will die Gruppe die umgangssprachliche „Rente mit 63“ abschaffen – also die abschlagsfreie frühere Rente nach 45 Beitragsjahren.

    „Mittelfristig“ soll das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus „durch Koppelung an die Lebenserwartung“ steigen, fordert der Wirtschaftsrat …

    Quelle: Artikel von Max Schäfer auf hna.de

  • Googles Robotaxi-Firma Waymo ist 126 Milliarden Dollar wert und kommt nach Europa

    Im Wettlauf mit Tesla, chinesischen Anbietern oder der VW-Tochter Moia um den Markt für fahrerlose Robotaxis füllt die Google-Schwesterfirma Waymo ihre Kassen für eine globale Expansion. Waymo sammelte von Investoren 16 Milliarden Dollar in einer Finanzierungsrunde ein.

    Das Unternehmen wurde dabei insgesamt mit 126 Milliarden Dollar bewertet, wie es in einer Mitteilung hiess.

    Die Robotaxis von Waymo machen inzwischen ohne einen Menschen am Steuer mehr als 400’000 bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche in sechs US-Städten sowie dem Silicon Valley. Die Firma strebt einen schnellen Ausbau in den USA an – und schickte ihre Fahrzeuge bereits auch nach London und Tokio. Insgesamt fuhren Waymo-Autos 127 Millionen Meilen (gut 204 Mio. Kilometer) autonom.

    Viel Konkurrenz

    Waymo gilt als Marktführer, aber es drängen immer neue Anbieter in den Zukunftsmarkt Robotaxi. Insbesondere in Asien, Nordamerika und Europa sind inzwischen mehrere Robotaxi-Anbieter auf dem Markt. China ist aktuell das Land mit der höchsten Robotaxi-Dichte. Dort wetteifern Anbieter wie Baidu, Pony.ai und WeRide um Kunden.

    VW und Moia haben derweil den Testbetrieb mit autonom fahrenden Elektrotaxis (VW ID. Buzz) in Hamburg aufgenommen, ab Frühling 2026 wird Oslo als zweite Stadt folgen …

    Quelle: watson.ch

  • Immer später in Rente: Nirgendwo in der EU arbeiten so viele Ältere wie in Deutschland

    Fast jeder vierte Erwerbstätige ist hierzulande zwischen 55 und 64 Jahre alt. Im europäischen Vergleich ist das die Spitzenposition. In einem EU-Land ist nur jede neunte Arbeitskraft in diesem Alter.

    In keinem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ist die Erwerbsbevölkerung so alt wie in Deutschland. 2024 waren von den rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen gut 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspricht einem Anteil von knapp einem Viertel (24 Prozent) – „der höchste Wert aller EU-Staaten“, wie es hieß. Zum Vergleich: Im EU-Schnitt lag der Anteil dieser Altersgruppe bei 20,1 Prozent …

    „Ein zentraler Grund für den hohen Anteil älterer Erwerbstätiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung“, erklärten die Statistiker. „Darüber hinaus gehen die Menschen hierzulande immer später in Rente.“ Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag 2024 für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren …

    Quelle: n-tv.de

  • Xpeng Iron: China-Roboter jagt Tesla Optimus mit bionischer Wirbelsäule und Feststoffbatterie

    Der Autobauer Xpeng will bei humanoiden Robotern an Tesla vorbeiziehen. Nach Fake-Vorwürfen bei der ersten Präsentation liefert CEO He Xiaopeng nun die technischen Beweise: Der „Iron“ nutzt eine bionische Wirbelsäule und neuartige Muskel-Strukturen. Dazu kommt ein technisches Detail, das Tesla unter Druck setzt: eine Feststoffbatterie.

    Als Xpeng seinen humanoiden Roboter „Iron“ Ende 2025 erstmals auf die Bühne schickte, war die Skepsis groß. Der Gang wirkte so flüssig und menschlich, dass viele Zuschauer einen Schauspieler im Kostüm vermuteten. Der CEO musste das Publikum sogar davon überzeugen, indem er den Humanoiden teilweise demontieren ließ. Während diese ersten Details bereits im November 2025 für Aufsehen sorgten, legte He Xiaopeng nun auf X mit einem technischen Deep-Dive nach. Das Ziel: Die Verschmelzung von Biomechanik und Ingenieurswesen zu beweisen, damit Maschinen „weniger wie Werkzeuge“ wirken.

    Der zentrale Unterschied zur Konkurrenz liegt im Aufbau. Während die meisten Roboter auf starre Gelenke und Motoren setzen, geht Xpeng den Weg der Biomimikry. Der 1,78 Meter große und 70 Kilogramm schwere Iron nutzt eine „muskelartige Gitterstruktur“ (Muscle-like Lattice Structure), die über dem Metallskelett liegt. Diese Struktur ist flexibel und dynamisch, was laut den Ingenieuren völlig neue Herausforderungen an die Steuerung stellt.

    Wie leistungsfähig die hauseigenen KI-Modelle bereits sind, zeigt eine aktuelle Demonstration: Der Iron lernte eine komplexe Tanzeinlage durch die reine Beobachtung menschlicher Tänzer in nur zwei Stunden. Zuvor benötigten die Ingenieure für vergleichbare Bewegungsabläufe mittels klassischem „Reinforcement Learning“ noch etwa zwei Wochen. Diese massive Zeitersparnis verdeutlicht den Fortschritt bei der Integration von Bewegungsdaten in die Roboter-KI …

    Quelle: Artikel von Ronald Matta auf notebookcheck.com

  • Panik an den Märkten: Bitcoin stürzt massiv ab – Experte gibt düstere Prognose

    Frankfurt – Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin hat seine ‌Talfahrt fortgesetzt und ist unter die Marke von 80.000 ⁠Dollar gefallen. Die weltweit größte Kryptowährung verbilligte sich ‍am Samstagabend (31. Januar) um 6,5 Prozent auf 78.720 Dollar, schreibt Reuters. Auch die zweitwichtigste Cyberdevise Ether geriet unter Druck. Sie verbilligte sich um fast zwölf Prozent auf 2388 Dollar …

    Momentan suchen Anleger angesichts geopolitischer Unsicherheiten eher nach sicheren Häfen wie Gold und Edelmetallen und meiden Kryptowährungen …

    Nun flüchten die Menschen aber zu Gold als sichere Anlage des Finanzsystems, Bitcoin bleibt außen vor. Das US-Wirtschaftsnachrichtenportal Bloomberg schreibt, dass Zweifel daran aufkommen würden, dass Bitcoin als „digitales Gold” dienen könne. „Plötzlich erscheinen Kryptowährungen nicht mehr als Alternative zu Fiatgeld (Anmerkung der Redaktion: Währungen ohne eigenen Sachwert) und als Absicherung gegen die nicht gerade verantwortungsvolle Finanzpolitik großer Länder”, sagte Alex Kuptsikevich, Chefmarktanalyst bei FxPro, gegenüber Bloomberg.

    Quelle: Artikel von Lisa Mayerhofer auf merkur.de

  • Goldpreis aktuell: Kurs stürzt ab – Das sind die Gründe

    Der Goldpreis, der vor wenigen Tagen noch ein Rekordhoch von über 5.500 US-Dollar pro Feinunze erreicht hatte, fiel am Freitag bereits auf unter 4.700 US-Dollar. Heute Morgen setzte sich der Rückgang fort und fiel auf 4.450 US-Dollar im Tief. Aktuell hat sich der Kurs bei etwa 4.700 USD eingependelt. Dieser Rückgang von 19 Prozent innerhalb kurzer Zeit überraschte viele Anleger, war jedoch nicht völlig unerwartet.

    Politische Entscheidungen und der US-Dollar

    Auslöser war die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank durch Präsident Donald Trump. Warsh, bekannt für seine Befürwortung einer strengen Zinspolitik, dämpfte die Erwartungen an eine lockere Geldpolitik. Dies führte zu einer Erholung des US-Dollars, was den Goldpreis zusätzlich belastete. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, verteuert ein starker Dollar das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums und schwächt die Nachfrage …

    Gewinnmitnahmen

    Nach dem rasanten Kursanstieg der letzten Monate und Wochen war eine Korrektur absehbar. Die außergewöhnlich starke Rallye, die den Goldpreis in den vergangenen zwölf Monaten um fast 100 Prozent steigen ließ, veranlasste viele Anleger, ihre Gewinne mitzunehmen. Solche Verkaufswellen sind typisch für überkaufte Märkte, in denen die Preise in kurzer Zeit stark gestiegen sind …

    Technische Korrektur und Stop-Loss-Wellen

    Die charttechnische Situation im Goldmarkt war ebenfalls angespannt. Viele Indikatoren deuteten auf eine überkaufte Lage hin, was die Märkte anfällig für Korrekturen machte. In volatilen Märkten erhöhen größere Kursrückgänge die Wahrscheinlichkeit von Stop-Loss-Wellen, bei denen automatische Verkäufe ausgelöst werden, um Verluste zu begrenzen …

    Langfristige Perspektive bleibt positiv

    Trotz des starken Rückgangs bleibt der langfristige Trend für Gold positiv. Die fundamentalen Faktoren, wie geopolitische Unsicherheiten und die Rolle von Gold als sicherer Hafen, bestehen weiterhin. Experten sehen den aktuellen Einbruch eher als technische Korrektur und nicht als Trendwende …

    Fazit

    Der jüngste Rückgang des Goldpreises mag dramatisch wirken, ist jedoch im Kontext der vorherigen Rallye und der aktuellen Marktlage nicht ungewöhnlich. Gewinnmitnahmen und technische Korrekturen gehören zum natürlichen Marktzyklus. Langfristig bleibt Gold ein wichtiger Bestandteil zur Vermögenssicherung, insbesondere in unsicheren Zeiten.

    Quelle: Artikel von Matthias Kemter auf swp.de

  • Neue Euro-Scheine kommen: So sieht unser Geld bald aus

    Demnächst sehen die Euro-Geldscheine in Deutschland ganz anders aus. Das hat die Europäische Union beschlossen. Der EZB-Rat hat Motive ausgewählt, mit denen die beiden Themen für die kommenden Banknoten bebildert werden. Und so wird das neue Geld aussehen …

    Die Euro-Banknoten bekommen einen neuen Look. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat entschieden, wie das neue Geld aussehen wird. Zwei Themen sollen es richten: „Europäische Kultur“ und „Flüsse und Vögel“. Das eine steht für Geschichte, das andere für Natur. Die Rückseiten zeigen europäische Institutionen, vermutlich zur Erinnerung, wer hier den Geldhahn aufdreht.

    Vögel, Flüsse, Denker: Die EZB druckt Europas Geld neu

    Hinter den Themen steckt mehr als Bürokratengeist. Zwei bunt besetzte Beratungsgruppen – Fachleute aus allen Ecken der Euro-Zone – durften bei dem neuen Geld mitreden. Auch rund 365.000 Bürger wurden befragt. Das Ergebnis: Konsensfähig, divers, etwas pathetisch …

    Quelle: Artikel von Blasius Kawalkowski auf inside-digital.de

  • Analyse: SILBER – JP Morgan SHORT-FIASKO ab Ende 2025

    Silber-Krimi. Der Preis stürzte zuletzt von 121 auf 74 USD ab. Nachdem US-Banken im Dezember bei Preisen zwischen 60 und 80 USD in eine Short-Falle geraten waren, rettete dieser „Dump“ ihre Bilanzen. JP Morgan nutzte den Crash, um Positionen bei 78 USD zu schließen.

    Der Silbermarkt erlebte vergangene Woche eine der heftigsten Volatilitätsphasen seiner Geschichte. Was am 29. Januar mit einem euphorischen Allzeithoch bei 121,64 USD begann, endete nur 24 Stunden später in einem dramatischen Absturz auf 74,00 USD. Im Zentrum dieser Turbulenzen steht die Rolle der US-Großbanken, insbesondere JP Morgan.

    Im Dezember 2025 zeichnete der Commitments of Traders (COT) Report ein explosives Bild: US-Banken hielten eine Netto-Short-Position auf Silber von 17.838 Kontrakten (ca. 89 Millionen Unzen). Vielleicht kurz ein paar Hintergründe dazu: Eine Bank wie JP Morgan (JPM) eröffnet im Normalfall keine spekulativen Riesen-Shorts aufs eigene Buch, um gegen den Silberpreis zu wetten. Wenn wir in den COT-Daten sehen, dass US-Banken im Dezember 2025 mit fast 18.000 Kontrakten short waren, steckt dahinter meist kein „Proprietary Trade“ (Eigenhandel), sondern … Market Making: Die Bank stellt Liquidität bereit. Wenn die ganze Welt Silber kauft, muss die Bank die Verkäufer-Seite einnehmen, um den Handel zu ermöglichen. Dabei entstehen automatisch Short-Positionen. Diese werden normalerweise sofort wieder abgesichert (gehedgt). Außerdem Kundenaufträge: Viele dieser Shorts gehören Industriekunden (z.B. Minenbetreiber), die ihre Produktion bei Preisen über 50 USD absichern wollten. Die Bank führt das nur aus, erscheint aber im Bericht als derjenige, der die Position hält. Auch wenn es „nur“ Kunden-Hedges oder Market-Making-Positionen waren, gibt es ein technisches Problem: Die Margin-Zahlungen. Wenn der Preis von 60 auf 120 USD schießt, muss die Bank bei der Börse (CME) Milliarden an Sicherheitsleistungen in Bar hinterlegen, egal ob die Position ihr selbst gehört oder einem Kunden.

    Die Bank war in eine Liquiditätsfalle geraten, weil der Silberpreis dynamischer stieg, als ihre Absicherungsmodelle es vorsahen. Es bauten sich immense Buchverluste auf. Beim Erreichen des Hochs von über 120 USD beliefen sich diese Verluste allein für die US-Großbanken auf schätzungsweise 5,8 bis 6 Milliarden USD …

    Die US-Terminbörse CME stellte Mitte Januar auf ein prozentuales Margin-System (ca. 9 %) um. Bei einem Preis von 120 USD mussten Händler pro Kontrakt über 50.000 USD an Barreserven hinterlegen. Dies zwang viele spekulative Long-Positionen zur Liquidation. In einem durch Margin-Calls bereits nervösen Umfeld lösten massive Verkaufsorders eine Lawine aus. Stop-Loss-Marken wurden gerissen, was den Silberpreis in den freien Fall übergehen ließ. COMEX-Berichte vom 30. Januar zeigen, dass JP Morgan am Boden des Crashs bei etwa 78,29 USD massiv als Käufer auftrat. Durch dieses Manöver konnten die Banken ihre teuren Short-Positionen aus dem Dezember „günstig“ glattstellen und gleichzeitig physische Bestände sichern, bevor der Markt sich stabilisierte.

    Selbst einer vorsichtigen Rechnung, die nur die offiziellen Börsendaten berücksichtigt, hat JP Morgan allein am 30. Januar einen Verlust von über 1,2 Milliarden USD realisiert.

    Quelle: Artikel von Harald Weygand auf stock3.com

  • Digitaler Euro: Europas „Anti Trump Währung“ nimmt Kurs auf

    Der Digitale Euro könnte Europa helfen, sich von den USA unter Präsident Trump weiter zu lösen. In diesem Jahr soll die endgültige Entscheidung fallen, ob und wann er kommt. Aber eigentlich gibt es kaum noch Zweifel, dass Europa den E-Euro braucht.

    Noch im letzten Jahr hätten viele Experten die Chancen für den digitalen Euro auf fifty-fifty geschätzt. Inzwischen bekommt man von manchen Experten ziemlich eindeutige Antworten. Ralf Fendel beispielsweise würde die Chancen für die europäische Digitalwährung jetzt auf 90 Prozent taxieren.

    Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto Beisheim School of Management sagt im Gespräch mit BR24: „Man muss sehen, dass die EZB jetzt schon konkret an der technischen Umsetzung arbeitet.“ Gemeinsam mit externen Unternehmen wird demnach schon an einer App für den digitalen Euro gearbeitet. Soviel Aufwand würde nicht betrieben, stünde das Projekt noch immer auf der Kippe.

    Trump kann Europäern den Geldhahn zudrehen

    Die politischen Irritationen, die US-Präsident Donald Trump rund um Grönland ausgelöst hat, haben dem Projekt nochmal einen zusätzlichen Schub gegeben, glaubt Professor Wendel. Und nicht nur das: Er verweist auch auf die US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof. Mehrere Richter wurden wegen der Ermittlungen gegen Israels Premierminister Netanjahu von Trumps Regierung auf eine schwarze Liste gesetzt.

    Darunter auch der Franzose Nicolas Guillou. Er erzählte in der französischen Presse, wie es ist, wenn man „auf einem großen Teil des Planeten eine Bankensperre hat.“ So ein Bann durch Trump kann nicht nur Einzelpersonen treffen, sondern auch Unternehmen in Europa, wie Volkswirt Wendel anmerkt. Mehr Unabhängigkeit gerade im Finanzsektor wäre deshalb enorm von Vorteil …

    3000-Euro-Grenze für den Digitalen Euro

    Das klassische Bankensystem soll nicht ausgehöhlt wird. Deshalb plant die EZB eine Obergrenze: 3.000 Euro sollen maximal im digitalen Euro-Geldbeutel liegen dürfen. Erhält jemand mehr auf sein Handy oder die Karte überspielt, fließt das automatisch auf das hinterlegte Bankkonto. Andersherum wird beim Auszahlen von höheren Beträgen von diesem Konto wieder etwas „angesaugt“. Der Gedanke: Sparen soll man mit dem digitalen Euro nicht, bezahlen schon. Der Digitalwährungsexperte Co-Pierre Georg von der Frankfurt School of Finance & Management betont zudem, eine Transaktionsgrenze sei vor allem wichtig, um Geldwäsche zu unterbinden …

    Quelle: Artikel von Christian Sachsinger auf br.de

  • Digitaler Euro: Kann die EU unabhängig vom US-Finanzsystem werden?

    Ein Großteil des weltweiten Finanzsystems ist abhängig vom Dollar und amerikanischen Zahlungsdienstleistern wie etwa Paypal. Die EU will sich davon lösen – unter anderem mit einem digitalen Euro. Doch bisher geht es mit ihm nur langsam voran …

    Quelle: Artikel von Nils Schniederjann auf deutschlandfunkkultur.de

  • Streit um ICE-Behörde: USA steuern trotz Einigung auf Shutdown zu

    Erst im November endete der Rekord-Shutdown der US-Regierung, am Samstag beginnt der nächste. Dass der neue Regierungsstillstand genauso lange geht, wird nicht erwartet. Beschlossen werden soll in einem Bereich allerdings nur ein Aufschub.

    Der US-Senat hat im Haushaltsstreit den Weg für einen Kompromiss zur Abwendung eines längeren Shutdowns geebnet. Die Kammer verabschiedete am Freitag (Ortszeit) mit 71 zu 29 Stimmen eine Verlängerung der Finanzierung für das Heimatschutzministerium (DHS) um zwei Wochen. Die Gesetzesvorlage geht nun an das Repräsentantenhaus. Damit steuert die US-Regierung auf einen teilweisen Stillstand der Regierungsbehörden (Shutdown) zu.

    Da das Repräsentantenhaus erst am Montag wieder tagt, ist eine rechtzeitige Einigung im Haushaltsstreit vor Ablauf der Frist am Freitag um Mitternacht (Ortszeit) unwahrscheinlich …

    Quelle: n-tv.de

  • Gold und Silber im freien Fall: Fed‑Nominierung schockt Bullen

    Die Rekordjagd bei den Edelmetallen hat am Freitag ein jähes Ende gefunden. Nach Monaten der Kursgewinne erlebten Gold und Silber einen massiven Ausverkauf. Auslöser war eine Personalentscheidung aus dem Weißen Haus: Donald Trump hat Kevin Warsh als künftigen Chef der US-Notenbank Federal Reserve nominiert. Die Nachricht beruhigte die Märkte und linderte die Sorge um die künftige Unabhängigkeit der Zentralbank.

    Der Kurssturz traf Silber mit voller Wucht. Der Spot-Preis brach um 33Prozent auf 77 Dollar je Unze ein. Damit markierte das Metall den tiefsten Stand des Tages. Auch Gold verlor deutlich an Glanz. Der Spot-Preis sackte um rund 11 Prozent auf 4.812 Dollar ab.

    Der Grund für die heftige Reaktion liegt in der Erwartungshaltung der Investoren. Kevin Warsh gilt an den Märkten als Befürworter einer stabilen Währung. Seine Nominierung stützte den Dollar und schwächte gleichzeitig das Argument für Gold als Absicherung gegen eine Währungsabwertung. Während zuvor Kevin Hassett als Favorit für den Posten galt, sahen Marktteilnehmer in Warsh zuletzt den Garanten für eine pragmatische Geldpolitik. Analysten von Evercore ISI betonten am Freitag, dass die Personalie das Risiko einer drastischen Dollarschwäche erheblich verringere.

    Ein Ende der Überhitzung

    Der Absturz folgt auf eine Phase extremer Kurssteigerungen. Im Jahr 2025 war Silber um 150 Prozent gestiegen, während Gold ein Plus von 65 Prozent verbuchte. Diese Rallye setzte sich bis in das Jahr 2026 fort. Experten sehen in der aktuellen Korrektur auch eine notwendige Bereinigung eines überhitzten Marktes. Viele Anleger, die auf weiter steigende Kurse gesetzt hatten, flüchteten am Nachmittag in Scharen aus ihren Positionen, um Gewinne zu sichern …

    Der Einbruch bei Gold und Silber markiert einen Wendepunkt für die Märkte. Mit der Nominierung von Kevin Warsh setzt Donald Trump auf eine Personalie, die Vertrauen in die Stabilität des Dollars zurückbringt. Für die Edelmetalle fällt damit ein wesentlicher Preistreiber weg.

    Quelle: Artikel von Philipp Schleu auf deraktionaer.de

  • Edelmetalle: Goldpreis bricht um zehn Prozent ein, Silber rutscht fast 25 Prozent ab

    Nach der jüngsten beachtlichen Rekordjagd der Edelmetalle setzten vor dem Wochenende aggressive Gewinnmitnahmen ein.

    Unsicherheiten um US-Notenbank

    Neben den Gewinnmitnahmen belastete zudem die Unsicherheit um die künftige Geldpolitik der US-Notenbank. US-Präsident Donald Trump hat den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen. Dies hat an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird. Die Erwartungen von Zinssenkungen hatte zuletzt die Edelmetallpreise gestützt …

    Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen warnt davor, zu viel aus der Nominierung abzuleiten: „Der US-Präsident hat hinreichend klargemacht, dass er deutlich niedrigere Zinsen sehen will. Davon wird er wohl kaum schnell ablassen.“ Man erwarte, dass die Fed auf diesen Druck auch reagieren werde. „Das spricht dafür, dass der Goldpreis grundsätzlich gut unterstützt bleiben wird“, schreibt Nguyen. „Das Ausmaß der Korrektur legt auch nahe, dass Marktteilnehmer nach dem rapiden Preisanstieg nur auf eine Gelegenheit für Gewinnmitnahmen gewartet haben.“

    Geopolitische Risiken

    Gestützt wurden die Edelmetallpreise zuletzt auch durch die gestiegenen geopolitischen Risiken. So hat US-Außenminister Marco Rubio dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. An den Finanzmärkten schürt das Sorgen vor einem Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat angesichts der Spannungen mit den USA gesagt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit.

    Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.

    Quelle: derstandard.de

  • Schock-Arbeitslosenzahlen, Wirtschaft schmiert ab! Nur der Staat schafft noch Jobs

    Frostige Stimmung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die 3-Millionen-Marke durchbrochen und ist damit so hoch wie seit 12 Jahren nicht mehr …

    Mehr als 3 Millionen Menschen: Deutschland hat so viele Arbeitslose wie seit 12 Jahren nicht mehr. Die Lage im Land kippt damit spürbar – und der neue Januar-Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt eindrücklich, wie dramatisch die Lage ist. Während Unternehmen quer durch Industrie und Bau Stellen abbauen oder Neueinstellungen stoppen, wächst die Beschäftigung fast nur noch dort, wo der Staat zahlt!

    Besonders hart trifft es die Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe gingen binnen eines Jahres 167.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren, allein in der Metall- und Elektroindustrie 126.000. Auch der Bau (rund 8000 Stellen) und der Handel (rund 31.000) bauen Personal ab.

    Ein deutliches Warnsignal auch in der Zeitarbeit: Hier verschwanden 51.000 Jobs: ein klassischer Frühindikator für eine breitere wirtschaftliche Schwäche. Viele Firmen reagieren auf schwache Aufträge und hohe Kosten mit Einstellungsstopps oder Entlassungen. Neue Jobs entstehen hier kaum noch.

    Wirtschaft streicht Jobs, öffentlicher Sektor wächst

    Ganz anders sieht es beim Staat oder im staatsnahen Bereich aus. Während Firmen streichen, wächst der öffentliche Sektor weiter. In der öffentlichen Verwaltung entstanden binnen eines Jahres rund 36.000 neue Stellen, in Pflege und Sozialwesen weitere 76.000, im Gesundheitswesen 68.000.

    Die Folgen sind deutlich: Die Zahl der Arbeitslosen stieg binnen eines Jahres um ganze 92.000 Menschen. Der Anstieg kommt vor allem von Menschen, die ihren Job verloren haben und nun keinen neuen finden. Gleichzeitig trocknet der Stellenmarkt aus: Nur noch 598.000 offene Jobs sind gemeldet – 34.000 weniger als vor einem Jahr …

    Teurer Staat, steigende Last für Steuerzahler
    Der wachsende Staatssektor hat auch einen hohen Preis, der beim Steuerzahler landet! Bundesweit arbeiten inzwischen 5,38 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst, darunter knapp 1,8 Millionen Beamte. Die Beamten zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, sondern erhalten später eine vollständig steuerfinanzierte Pension. Mit jeder neuen Verbeamtung steigen damit die langfristigen Verpflichtungen für Länder und Kommunen …

    Quelle: Artikel von Marius Kiermeier auf bild.de

  • Märkte brechen über Nacht ein – Gold erholt sich, Bitcoin-Kurs bleibt schwach

    Gold fällt um 7 Prozent wegen US-Iran-Spannungen – schnelle Erholung. Bitcoin-Kurs bricht um 5 Prozent ein und bleibt schwach.

    Nasdaq verliert nur 0,7 %, Meta steigt um 10 % – Bitcoin-Kurs profitiert nicht vom Aufschwung, aber spürt die Verluste

    Bitcoin: Kein sicherer Hafen in Krisen? Zweifel an seiner Rolle wachsen

    Bitcoin ist am Freitagmorgen in Asien stark gefallen. Der Kurs sank um mehr als fünf Prozent von 89.000 USD auf ein Tief von 83.400 USD während des US-Tageshandels. Im Gegensatz zu Gold und Aktien hat sich Bitcoin nicht wieder erholt. Das zeigt, dass das sogenannte „digitale Gold“ aktuell eine Identitätskrise hat.

    Gerade bewerten die Märkte das Vertrauen in Währungen und Institutionen neu. Allerdings fließt dieses Vertrauen in Gold, nicht in Krypto-Wallets.

    Gleicher Sturm, verschiedene Folgen

    Der Verkauf wurde ausgelöst, als sich die Spannungen zwischen den USA und Iran verschärften. Präsident Trump gab auf Truth Social Drohungen ab und sagte, es werde Militärschläge geben, falls Teheran nicht einem Atomabkommen zustimme. Regierungen im Nahen Osten versuchen zwar, beide Seiten an den Verhandlungstisch zu bringen, dennoch bleiben ihre Bemühungen erfolglos. Die USA schicken zudem mehr Waffen in die Region. Eine drohende US-Regierungsschließung sorgt zusätzlich für Unsicherheit.

    Gold reagierte sehr stark und schwankte stark im Kurs. Innerhalb einer Stunde fiel der Preis um sieben Prozent auf 5.250 USD, bevor er sich schnell wieder erholte. Der Kobeissi Letter schrieb, das Marktvolumen von Gold habe sich an einem Tag um 5,5 Billionen USD bewegt – das ist die größte Tagesbewegung aller Zeiten. Am frühen Freitagmorgen stieg der Goldpreis wieder über 5.400 USD und lag etwa ein Prozent im Plus …

    Gold im Hype – beim Bitcoin-Kurs bleibt die Rallye aus

    Der Unterschied ist deutlich. Gold ist allein im aktuellen Monat um mehr als 25 Prozent gestiegen und hat sich seit Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr fast verdoppelt. Silber hat sich seit den sogenannten „Befreiungstag“-Zöllen im April fast vervierfacht – von unter 30 USD auf über 118 USD pro Unze …

    Analysten meinen, der Anstieg der Edelmetalle zeigt nicht nur kurzfristige Sorgen. Er ist auch ein Zeichen für schwindendes Vertrauen in Währungen, Institutionen und das Wirtschaftssystem nach dem Kalten Krieg …

    Zudem kaufen Zentralbanken weiter Gold, um ihre Reserven etwas breiter zu streuen und weniger auf US-Staatsanleihen zu setzen. Auch Privatanleger steigen ein, weil sie auf Sicherheit hoffen oder weil sie von der aktuellen Entwicklung profitieren wollen …

    Quelle: Artikel von Oihyun Kim und Phil Haunhorst auf beincrypto.com

  • Crash bei BTC & Co: Krypto-Markt bricht ein: Anleger fliehen in Scharen aus Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co.

    Heftige Preisverluste zeigen sich am Freitag am Kyptomarkt. Betroffen ist nicht nur das Kryptourgestein Bitcoin, sondern auch Altcoins …

    Der Bitcoin fiel zeitweise um 6,88 Prozent auf 82.515,44 US-Dollar nachdem er im Wochenhoch noch über der Marke von 90.000 Dollar notiert hatte, für die Nummer Zwei im Kryptomarkt, Ethereum, ging es zwischenzeitlich sogar um 8,35 Prozent auf 2.727,00 US-Dollar nach unten. Ripple verliert ebenfalls deutlich und brach um 6,81 Prozent auf 1,74 US-Dollar ein …

    Wichtige Auslöser für den Krypto-Preissturz

    Geopolitische Spannungen, insbesondere Ängste vor einem US-Angriff auf den Iran unter Präsident Trump, haben Investoren in den vergangenen Tagen und Wochen in sichere Häfen wie Gold getrieben, dessen Preis daraufhin immer neue Höchststände markiert hatte. Die Fed-Zinspolitik – die US-Notenbank hatte den Leitzins am Mittwoch unverändert in einer Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent belassen – drückten dabei ebenso auf die Stimmung wie enttäuschende Microsoft-Ergebnisse mit verlangsamtem Cloud-Wachstum, die für eine verstärkte Risikoaversion unter Anleger sorgte.

    Quelle: finanzen.net

  • Wieder mehr als drei Millionen Arbeitslose

    Der höchste Januar-Wert seit zwölf Jahren: Erneut sind mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos …

    Im Januar sind mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gewesen. Verglichen mit Dezember stieg ihre Zahl um 177.000 auf 3,085 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Es ist die höchste Januar-Zahl seit 2014. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent …

    Gute Aussichten hätten Arbeitslose aktuell nicht. „Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt“, so Nahles. Die Zahl der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen sank auf 598.000 – 34.000 weniger als vor einem Jahr …

    Auch viele junge Menschen ohne Lehrstelle

    Im Januar erhielten der Statistik zufolge 1,142 Millionen Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld. Dem stehen 3,826 Millionen erwerbsfähige Bürgergeldempfänger gegenüber. Diese Zahl enthält jedoch auch diejenigen, die einer Arbeit nachgehen, aber über Bürgergeld ihre Bezüge aufstocken müssen, um davon leben zu können …

    Auch auf dem Ausbildungsmarkt waren im Januar noch viele junge Leute ohne Lehrstelle. 64.000 waren den Angaben zufolge bei den Arbeitsagenturen gemeldet. 23.000 hatten zwar Alternativen, wollten aber trotzdem noch weiter suchen. 41.000 hatten nach Erkenntnissen der Arbeitsagenturen überhaupt noch keine Stelle. Die tatsächliche Zahl dürfte weitaus höher liegen, weil sich nicht alle Bewerber bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz an die Arbeitsagenturen wenden.

    Quelle: tagesschau.de

  • Gold und Silber rauschen unter 5.000‑ und 100‑Dollar‑Marke – Ende der Rally?

    DER AKTIONÄR hatte zuletzt bereits auf das deutlich gestiegene Risiko eines Rücksetzers am Gold- und Silbermarkt hingewiesen. Nun ist dieser mit voller Wucht im Gange. Notierte der Goldpreis in den vergangenen Tagen noch bei fast 5.600 Dollar, so ist er heute wieder unter die 5.000-Dollar-Marke zurückgerutscht. Auch der Silberpreis hat die magische Marke von 100 Dollar wieder nach unten durchschritten.

    „Eine Korrektur zurück in Richtung 5.000 Dollar mit einer Phase der Konsolidierung auf diesem Niveau wäre ein normales Muster in einem Bullenmarkt“, kommentierte Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research, am Donnerstag gegenüber CNBC. „Die Überraschung ist, dass der Preis ohne nennenswerte Korrektur von 3.000 auf 5.500 Dollar gestiegen ist … Bisher war das eher ein sogenannter Melt-up als ein klassischer Bullenmarkt bei Edelmetallen.“

    Belastend wird ein wieder stärkerer US-Dollar, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, den Namen seines Kandidaten für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell überraschend bereits heute bekannt geben zu wollen. Eigentlich war die Entscheidung erst für nächste Woche angekündigt. Powells reguläre Amtszeit endet im Mai …

    Trotz des heftigen Rücksetzers bei Gold und Silber bleiben dennoch die übergeordneten Faktoren gleich. Die geopolitische Lage bleibt angespannt, Anleger suchen Flucht in sicheren Anlagen. Zuletzt hat US-Außenminister Marco Rubio dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. Silber ist zudem als wichtiges Industriemetall gefragt, das in Top-Trends wie KI, Robotik und Energie verstärkt nachgefragt wird.

    DER AKTIONÄR hat zuletzt zu Teilgewinnmitnahmen geraten. Dies zahlt sich nun aus. Langfristig bleiben die Aussichten am Gold- und Silbermarkt weiterhin hervorragend …

    Quelle: Artikel von Marion Schlegel auf deraktionaer.de

  • Wieder Einbruch in Sparkasse – Diebe knacken zweistellige Zahl an Schließfächern

    Erneut haben Einbrecher Schließfächer im Tresorraum einer Sparkasse geknackt. Diesmal traf es eine Filiale in Niedersachsen – am Vormittag. Als der Alarm auslöste, flüchteten die Täter zu Fuß. Die Polizei veröffentlichte Beschreibungen …

    Wie die noch unbekannten Täter in den Raum kamen, ist unklar. Kunden mit Schließfächern können ihn mit einer speziellen Karte und einem Code betreten, erklärte ein Polizeisprecher. Die Täter hatten nach ersten Ermittlungen der Polizei nur wenige Minuten Zeit, um die Fächer aufzubrechen. Demnach gab es dann einen internen Alarm, nach kurzer Zeit flohen die Täter zu Fuß …

    Der Fall folgt nur wenige Wochen nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen im Dezember. Maskierte Täter waren im Dezember über eine Tiefgarage in die Filiale eingedrungen. Von dort bohrten ⁠sie sich über die Weihnachtsfeiertage ⁠in den Tresorraum mit Tausenden Schließfächern und erbeuteten Wertsachen in Millionenhöhe.

    Quelle: welt.de





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