Die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine neue Bad Bank: die BAG Treuhand. Sie soll Problemkredite der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln. Zwar gibt es schon eine Bad Bank in dem Sektor, jedoch war diese bekanntermaßen zuletzt stark beansprucht.
Die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine neue Abwicklungsgesellschaft gegründet. Die BAG Treuhand, die Bad Bank der genossenschaftlichen Finanzgruppe, soll laut „Handelsblatt“ problematische Kredite und Projekte mit einem Volumen von rund 850 Millionen Euro von der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln. Zunächst hatte „Finanz-Szene“ berichtet. Die Raiffeisenbank im Hochtaunus wurde im vergangenen Jahr durch die anderen Genossenschaftsbanken gerettet. Das Kürzel BAG steht für Bankaktiengesellschaft.
Beteiligt an der BAG Treuhand sind die Volksbank Mittelhessen, die die Raiffeisenbank im Hochtaunus Mitte 2025 übernommen hatte, und die BAG Hamm, eine andere Abwicklungsbank des genossenschaftlichen Sektors. Die BAG Hamm ging Mitte der 1980er-Jahre aus der damals havarierten Hammer Bank Spadaka (Bilanzsumme damals: 1,7 Milliarden D-Mark) hervor und entwickelte sich über die Jahre zum Abwicklungsspezialisten für den gesamten Sektor, wie „Finanz-Szene“ berichtet. Als 100-prozentige Tochter des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) übernimmt sie Problemkredite von Banken, die Unterstützung durch die BVR-Sicherungseinrichtung benötigen.
Zuletzt häuften sich die Stützungsfälle im genossenschaftlichen Sektor, sodass die BAG Hamm derzeit stark beansprucht ist. Durch abenteuerliche Investments hat so manches Institut die Bodenhaftung verloren, zuletzt etwa die Volksbank Konstanz, die dem Immobilieninfluencer Immo Tommy Millionen hinterherwarf. Die neue Bad Bank BAG Treuhand soll nun Abhilfe schaffen …
Quelle: Artikel auf manager-magazin.de
