Die ansteigende Staatsverschuldung verdüstert nicht nur im französischen Staatshaushalt den Ausblick. Mehr als die Hälfte aller EU-Staaten verstößt bei den Schuldenquoten gegen die vereinbarte Obergrenze. Es gibt jedoch erstaunlich konsequente Ausnahmen.
Bekommt Europa die ausufernde Staatsverschuldung in den Griff? Im vergangenen Jahr haben 12 der 27 EU-Länder mit ihrer Schuldenquote die Schwelle von 60 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung überschritten …
Richtschnur für das zulässige Ausmaß der Staatsverschuldung ist das Verhältnis der Außenstände zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Gemäß der geltenden Maastricht-Kriterien darf die jährliche Neuverschuldung in den nationalen Haushalten im Regelfall die 3-Prozent-Grenze nicht überschreiten. Die Summe der staatlichen Schulden sollte demnach nicht höher als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen …
Die höchste Schuldenquote zum Beispiel weist nach wie vor das Eurozonen-Mitglied Griechenland auf. Fast 15 Jahre nach dem Ausbruch der europäischen Staatsschuldenkrise liegt die Schuldenquote dort laut Eurostat noch bei 154,2 Prozent, Tendenz allerdings fallend.
Die zweithöchste Schuldenquote aller EU-Staaten erreicht Italien mit zuletzt 134,9 Prozent. In Frankreich stieg die Schuldenquote im vergangenen Jahr auf 113,2 Prozent. Die deutsche Schuldenquote lag 2024 nach Eurostat-Angaben bei 62,2 Prozent …
Quelle: Artikel von Martin Morcinek auf n-tv.de
