Deutschland deindustrialisiert, Ungarn jubelt. Es ist ein Szenario, das Kritiker schon lange an die Wand malen, und nun scheint Mercedes-Benz dieses zu bestätigen. Der Stuttgarter Premiumhersteller verlagert die Produktion der A-Klasse vom baden-württembergischen Rastatt ins ungarische Kecskemét. Was für die Konzernbilanz eine logische Kostenoptimierung darstellt, ist für den Industriestandort Deutschland ein weiterer Tiefschlag …
20.000 Jobs auf der Kippe?
In Deutschland reagiert die Politik nervös bis alarmiert. Die Opposition sieht ihre düstersten Prognosen bestätigt …
Allerdings: Laut Konzernangaben beschäftigt Mercedes-Benz in Rastatt lediglich rund 6.000 Mitarbeiter. Dennoch dürfte sich damit ein trauriger Trend fortsetzen: 2023 gingen in Deutschland insgesamt 120.000 Industriearbeitsplätze verloren.
Nicht nur Mercedes zieht um
Mercedes ist kein Einzelfall. Auch Rheinmetall zieht es nach Südosten. Der Rüstungs- und Technologiekonzern eröffnete im Dezember eine neue Halle in Szeged. Das Ziel: Die Produktion von Komponenten für E-Mobilität und Wasserstofftechnologie sowie militärische Elektronik. Ungarn subventionierte das 29-Milliarden-Forint-Projekt mit 13 Milliarden Forint (rund 33 Millionen Euro) …
Quelle: Artikel von Philipp Schleu auf deraktionaer.de
