Führende Industriekonzerne setzen humanoide Roboter erstmals im großen Maßstab ein. Tesla baut eine eigene Roboterfabrik, BMW startet eine Testphase in Europa und China erreicht Serienfertigung …
Tesla baut eigene Roboter-Fabrik in Texas
Tesla hat einen Meilenstein erreicht. Auf dem Gelände der Giga Texas hat der Bau einer dedizierten Fabrik für den Optimus-Roboter begonnen. Seit Anfang April sind Spezialgeräte für die Bodenverstärkung im Einsatz. Das signalisiert einen klaren Strategiewechsel: weg von der Prototypenfertigung, hin zur Massenproduktion.
Die neue Anlage ist Teil des ehrgeizigen Ziels, jährlich eine Million humanoide Einheiten zu produzieren. Die strukturellen Arbeiten sollen bis Ende 2026 dauern. Parallel dazu wandelt Tesla bereits bestehende Montagelinien in seiner Fabrik in Fremont um, um noch in diesem Sommer die erste Kleinserie des Optimus Gen 3 zu starten.
Dieses neue Modell markiert einen technologischen Sprung. Die Hände des Roboters besitzen nun 22 Freiheitsgrade. Das ermöglicht filigrane Aufgaben wie das Sortieren von Batteriezellen oder das Handhaben winziger Bauteile – mit einer Präzision, die menschliche Bewegungen nachahmt. In Teslas eigenen Werken sammeln diese Roboter bereits Daten für die neuronalen Netze des Unternehmens.
BMW bringt Humanoiden nach Europa
Auch der deutsche Premium-Autobauer geht in die Offensive. Diese Woche startete die BMW Group eine neue Testphase mit humanoiden Robotern im Werk Leipzig. Es ist die erste Integration dieser Technologie in dieser Größenordnung in einer europäischen Automobilfabrik. Zum Einsatz kommt der AEON-Roboter des Zürcher Unternehmens Hexagon Robotics.
Die Leipziger Initiative baut auf einem zehnmonatigen Pilotprojekt im US-Werk Spartanburg auf. Dort unterstützte 2025 der Roboter Figure 02 die Produktion von über 30.000 BMW X3. Er bewegte mehr als 90.000 Komponenten und absolvierte rund 1,2 Millionen Schritte. Die gewonnenen Daten bewiesen: Humanoide Systeme können repetitive, körperlich anstrengende Aufgaben sicher und präzise übernehmen.
In Leipzig liegt der Fokus nun auf der Montage von Hochvoltbatterien und der Fertigung von Außenkomponenten. Die AEON-Roboter sind mit fortschrittlicher Bewegungstechnik und Sensoren ausgestattet. Ein Schlüsselmerkmal: Sie können ihre eigenen Akkus in nur drei Minuten autonom wechseln. So ist ein nahezu unterbrechungsfreier Betrieb möglich.
China setzt auf Hochgeschwindigkeits-Fertigung
Das globale Rennen um Automatisierung beschleunigt sich auch in China. Eine neue Hochkapazitäts-Fertigungslinie in Guangdong erreichte Ende März 2026 ihren Vollbetrieb. Das Joint Venture zwischen Leju Robotics und Dongfang Precision kann nun alle 30 Minuten einen humanoiden Roboter produzieren. Das bedeutet den Wechsel von der Experimentierphase zur industriellen Serienfertigung …
Quelle: Artikel auf ad-hoc-news.de
