Maschinen übernehmen nach und nach mehr Aufgaben. Die Frage, wie wir künftig mit Robotern leben und arbeiten wollen, verlangt nach einer gesellschaftlichen Debatte.
In den vergangenen Tagen wurden gleich zwei Erfolgsmeldungen aus der Welt der Robotik publik: Am Sonntag gewann ein humanoider Roboter in Peking einen Halbmarathon. Er rannte mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde – deutlich schneller als der schnellste Mensch auf dieser Distanz.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass ein Roboter im Tischtennis nun Profispieler besiegt. Es ist das erste Mal, dass eine Maschine gegen Menschen in einer derart schnellen und körperlichen Sportart besteht.
Die Firmen hinter den Projekten machen mit den Meldungen selbstverständlich gutes Marketing. Aber die Schlagzeilen als blosse PR abzutun, wäre falsch. Denn die Sport-Roboter sind ein Zeichen von angewandter Spitzentechnologie. Sie illustrieren die rasanten Fortschritte, die die Robotik gegenwärtig macht.
Das wirft Fragen auf: Kommen die vielfältig einsetzbaren Allzweck-Roboter nun doch schneller, als wir dachten? Und was bedeutet das für Tausende von Angestellten, die in Restaurants Tische abwischen, in Warenlagern Paletten auspacken, in Wohnungen Rollläden reparieren? …
Quelle: Artikel von Gioia da Silva auf nzz.ch
