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Goldbarren als Vermögenssicherung

Analyse: SILBER – JP Morgan SHORT-FIASKO ab Ende 2025

Silber-Krimi. Der Preis stürzte zuletzt von 121 auf 74 USD ab. Nachdem US-Banken im Dezember bei Preisen zwischen 60 und 80 USD in eine Short-Falle geraten waren, rettete dieser „Dump“ ihre Bilanzen. JP Morgan nutzte den Crash, um Positionen bei 78 USD zu schließen.

Der Silbermarkt erlebte vergangene Woche eine der heftigsten Volatilitätsphasen seiner Geschichte. Was am 29. Januar mit einem euphorischen Allzeithoch bei 121,64 USD begann, endete nur 24 Stunden später in einem dramatischen Absturz auf 74,00 USD. Im Zentrum dieser Turbulenzen steht die Rolle der US-Großbanken, insbesondere JP Morgan.

Im Dezember 2025 zeichnete der Commitments of Traders (COT) Report ein explosives Bild: US-Banken hielten eine Netto-Short-Position auf Silber von 17.838 Kontrakten (ca. 89 Millionen Unzen). Vielleicht kurz ein paar Hintergründe dazu: Eine Bank wie JP Morgan (JPM) eröffnet im Normalfall keine spekulativen Riesen-Shorts aufs eigene Buch, um gegen den Silberpreis zu wetten. Wenn wir in den COT-Daten sehen, dass US-Banken im Dezember 2025 mit fast 18.000 Kontrakten short waren, steckt dahinter meist kein „Proprietary Trade“ (Eigenhandel), sondern … Market Making: Die Bank stellt Liquidität bereit. Wenn die ganze Welt Silber kauft, muss die Bank die Verkäufer-Seite einnehmen, um den Handel zu ermöglichen. Dabei entstehen automatisch Short-Positionen. Diese werden normalerweise sofort wieder abgesichert (gehedgt). Außerdem Kundenaufträge: Viele dieser Shorts gehören Industriekunden (z.B. Minenbetreiber), die ihre Produktion bei Preisen über 50 USD absichern wollten. Die Bank führt das nur aus, erscheint aber im Bericht als derjenige, der die Position hält. Auch wenn es „nur“ Kunden-Hedges oder Market-Making-Positionen waren, gibt es ein technisches Problem: Die Margin-Zahlungen. Wenn der Preis von 60 auf 120 USD schießt, muss die Bank bei der Börse (CME) Milliarden an Sicherheitsleistungen in Bar hinterlegen, egal ob die Position ihr selbst gehört oder einem Kunden.

Die Bank war in eine Liquiditätsfalle geraten, weil der Silberpreis dynamischer stieg, als ihre Absicherungsmodelle es vorsahen. Es bauten sich immense Buchverluste auf. Beim Erreichen des Hochs von über 120 USD beliefen sich diese Verluste allein für die US-Großbanken auf schätzungsweise 5,8 bis 6 Milliarden USD …

Die US-Terminbörse CME stellte Mitte Januar auf ein prozentuales Margin-System (ca. 9 %) um. Bei einem Preis von 120 USD mussten Händler pro Kontrakt über 50.000 USD an Barreserven hinterlegen. Dies zwang viele spekulative Long-Positionen zur Liquidation. In einem durch Margin-Calls bereits nervösen Umfeld lösten massive Verkaufsorders eine Lawine aus. Stop-Loss-Marken wurden gerissen, was den Silberpreis in den freien Fall übergehen ließ. COMEX-Berichte vom 30. Januar zeigen, dass JP Morgan am Boden des Crashs bei etwa 78,29 USD massiv als Käufer auftrat. Durch dieses Manöver konnten die Banken ihre teuren Short-Positionen aus dem Dezember „günstig“ glattstellen und gleichzeitig physische Bestände sichern, bevor der Markt sich stabilisierte.

Selbst einer vorsichtigen Rechnung, die nur die offiziellen Börsendaten berücksichtigt, hat JP Morgan allein am 30. Januar einen Verlust von über 1,2 Milliarden USD realisiert.

Quelle: Artikel von Harald Weygand auf stock3.com

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