Goldbarren als Vermögenssicherung

Bafin untersagt Rabattmodell: Totalverlust mit Gold: Hier ist das Risiko sehr hoch

Billiges Gold – aber erst in der Zukunft? Beim Goldkauf mit späterer Lieferung tragen die Anleger das volle Risiko. Nun zieht die Bafin die Reißleine.

Gold gilt für viele Anleger als sichere Wertanlage, gerade in unsicheren Zeiten. Wer in das Edelmetall investiert, setzt auf Stabilität und den physischen Besitz als Absicherung. Gleichzeitig lassen sich viele von vermeintlich attraktiven Angeboten und geschickter Werbung beeinflussen und übersehen dabei die Risiken.

Nun hat die deutsche Finanzaufsicht Bafin dem Goldhändler TGI AG mit Sitz in Vaduz (Liechtenstein) untersagt, bestimmte Angebote in Deutschland öffentlich zu vertreiben. Betroffen sind sogenannte Rabattmodelle, bei denen Kunden Geld einzahlen, dafür Zinsen erhalten sollen und das Gold erst später bekommen. Für die Bafin ist klar: Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Goldkauf, sondern um eine regulierte Vermögensanlage …

Hohe Rabatte, große Zweifel

Die TGI AG wirbt seit Längerem mit sogenannten Rabattmodellen. Dabei verspricht das Unternehmen Preisnachlässe von bis zu 72 Prozent auf physisches Gold, allerdings nur bei späterer Lieferung. Nach eigenen Angaben erhalten Kunden für jeden Monat des Lieferaufschubs zusätzliche Rabatte von zwei bis drei Prozent. Je länger sie warten, desto günstiger soll das Gold werden.

Finanzaufsichtsbehörden in Deutschland und Österreich beobachten dieses Geschäftsmodell schon länger kritisch. Sie warnen vor fehlenden Verkaufsprospekten und möglichen Verstößen gegen das Vermögensanlagengesetz …

Das größte Risiko: Totalverlust

Verbraucherschützer und Aufsicht bleiben skeptisch. Gerade in Zeiten hoher Goldpreise sei besondere Vorsicht geboten …

Der entscheidende Nachteil liegt im Insolvenzrisiko: Sie geben Ihr Geld aus der Hand, ohne Gold zu besitzen. Gerät der Anbieter in finanzielle Schwierigkeiten, droht im schlimmsten Fall der Totalverlust. Sie sind dann lediglich Gläubiger ohne Anspruch auf physisches Gold.

Hinzu kommt die Unsicherheit, ob das Gold überhaupt bereits existiert oder erst noch beschafft werden soll. Der vermeintliche Preisvorteil wird so durch ein erheblich höheres Risiko erkauft …

Quelle: Artikel von Leon Bensch auf t-online.de

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