Frostige Stimmung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die 3-Millionen-Marke durchbrochen und ist damit so hoch wie seit 12 Jahren nicht mehr …
Mehr als 3 Millionen Menschen: Deutschland hat so viele Arbeitslose wie seit 12 Jahren nicht mehr. Die Lage im Land kippt damit spürbar – und der neue Januar-Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt eindrücklich, wie dramatisch die Lage ist. Während Unternehmen quer durch Industrie und Bau Stellen abbauen oder Neueinstellungen stoppen, wächst die Beschäftigung fast nur noch dort, wo der Staat zahlt!
Besonders hart trifft es die Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe gingen binnen eines Jahres 167.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren, allein in der Metall- und Elektroindustrie 126.000. Auch der Bau (rund 8000 Stellen) und der Handel (rund 31.000) bauen Personal ab.
Ein deutliches Warnsignal auch in der Zeitarbeit: Hier verschwanden 51.000 Jobs: ein klassischer Frühindikator für eine breitere wirtschaftliche Schwäche. Viele Firmen reagieren auf schwache Aufträge und hohe Kosten mit Einstellungsstopps oder Entlassungen. Neue Jobs entstehen hier kaum noch.
Wirtschaft streicht Jobs, öffentlicher Sektor wächst
Ganz anders sieht es beim Staat oder im staatsnahen Bereich aus. Während Firmen streichen, wächst der öffentliche Sektor weiter. In der öffentlichen Verwaltung entstanden binnen eines Jahres rund 36.000 neue Stellen, in Pflege und Sozialwesen weitere 76.000, im Gesundheitswesen 68.000.
Die Folgen sind deutlich: Die Zahl der Arbeitslosen stieg binnen eines Jahres um ganze 92.000 Menschen. Der Anstieg kommt vor allem von Menschen, die ihren Job verloren haben und nun keinen neuen finden. Gleichzeitig trocknet der Stellenmarkt aus: Nur noch 598.000 offene Jobs sind gemeldet – 34.000 weniger als vor einem Jahr …
Teurer Staat, steigende Last für Steuerzahler
Der wachsende Staatssektor hat auch einen hohen Preis, der beim Steuerzahler landet! Bundesweit arbeiten inzwischen 5,38 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst, darunter knapp 1,8 Millionen Beamte. Die Beamten zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, sondern erhalten später eine vollständig steuerfinanzierte Pension. Mit jeder neuen Verbeamtung steigen damit die langfristigen Verpflichtungen für Länder und Kommunen …
Quelle: Artikel von Marius Kiermeier auf bild.de
